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Entwurf einer Handreichung

  • Claudia Gerstenmaier
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Zusammenfassung

Zu den weniger leichten Aufgaben des Gerichts gehört die Würdigung eines Gutachtens. In gewisserWeise mag es sogar widersprüchlich erscheinen (vgl. Olzen, 1980, S.78), dem in den fachlich-demoskopischen Einzelheiten weniger versierten Gericht zuzumuten, ein Sachverständigengutachten in allen Details nachzuprüfen. Dessen ungeachtet ist es notwendigerweise die Aufgabe des Gerichtes, das vorgelegte Gutachten zu prüfen. Die Prüfung aller Einzelheiten ist weder sinnvoll noch das Ziel der nachfolgenden Ausführungen. Im Endergebnis geht es darum, die hierfür relevanten Kriterien bereitzustellen, damit das demoskopische Gutachten einer effizienten Prüfung unterzogen werden kann. Die relevanten Prüfkriterien werden aus den erarbeiteten Zwischenergebnissen abgeleitet und zusammengestellt. Es sind drei maßgebliche Kriterien, die die Qualität eines demoskopischen Gutachtens bestimmen: die Art und Qualität der Zusammenarbeit von Juristen und Demoskopen, die Umfrage und die Aufbereitung des Gutachtens. Für die praktische Anwendung ist eine Prüfungserleichterung anzustreben. Damit die Prüfkriterien problemlos integriert werden können, sind sie unterschiedlich darzustellen. Für den Aspekt der Art und Qualität der Zusammenarbeit von Juristen und Demoskopen kann das am besten in Form von Prüffragen erreicht werden. Die Ergebnisse für die Anforderungen an die Umfrage und die Mindestanforderungen an die Aufbereitung eines demoskopischen Gutachtens gehen in eine Checkliste ein. Die Unterteilung in einen Fragenkatalog und eine Checkliste hat neben den postulierten Mindestanforderungen für die Aufbereitung eines demoskopischen Gutachtens den Vorteil, dass, je nachdem auf welchem Bereich der Schwerpunkt der Prüfung liegen soll, das Gericht aus der Aufteilung die relevanten Prüfkriterien heranziehen kann.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Claudia Gerstenmaier

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