Advertisement

Zusammenfassung

Spätestens nachdem 1941 das Reichsgericht die ersten durch ein Forschungsinstitut erhobenen Umfrageergebnisse in seine Urteilsfindung1 mit einbezog, haben die Methoden der Umfrageforschung2 ihren Eingang in die wettbewerbsrechtliche Praxis gefunden3. Der Bundesgerichtshof hat an der Verwendungsmöglichkeit, Umfragen als Beweismittel in Wettbewerbsprozessen zuzulassen, festgehalten4. Diese so genannten demoskopischen Gutachten werden insbesondere zur Klärung in Streitfällen irreführender Werbung herangezogen. Zur Beurteilung, ob eine Irreführung vorliegt oder nicht, stellen die Juristen häufig auf die tatsächliche Auffassung der so genannten „Verkehrskreise“5 ab. In der Praxis kommt es dabei oft auf die Meinungen der Verbraucher zu einer Werbeangabe an, die mittels der Methoden der Umfrageforschung eruiert werden können. Die Aufgabe, nicht nur die Meinungen zu erforschen, sondern dem Gericht die Umfrageergebnisse in Form eines demoskopischen Gutachtens für die Urteilsfindung bereitzustellen, wird den Demoskopen übertragen, die in diesen Wettbewerbsprozessen zu Sachverständigen bestellt werden können. Das demoskopische Beweismittel ist der Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Claudia Gerstenmaier

There are no affiliations available

Personalised recommendations