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Einleitung

  • Ulrike Schröder
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Part of the Kulturwissenschaft book series (DGR)

Zusammenfassung

Unsere Meinungen über andere Kulturen sind immer wahr und falsch zugleich. Der Ausspruch Schwarze haben Rhythmus im Blut macht das deutlich: Er ist wahr, denn offensichtlich waren es Schwarze, die den Blues, den Jazz, den Soul, den Funk, den Reggae, den Hip Hop schufen — allesamt rhythmusbasierte Musikstile. Er ist falsch, denn sie haben den Rhythmus nicht im Blut, so als seien schwarze Menschen mit einem entsprechenden Rhythmus-Gen ausgestattet. Vielmehr sind es ein spezifischer kulturhistorischer Kontext — die Versklavung eines Großteils der schwarzen Bevölkerung dieser Erde — und eine spezifische Kommunikationssituation —, die alltägliche Interaktion während der Arbeit auf den Plantagen — innerhalb derer die entwurzelten Träger der sogenannten „schwarzen“ Kultur auf der Basis der ihnen als alleiniges Erbe ihrer einstigen Volkskultur verbliebenen Mittel ein spezifisches Stück neuer Kultur hervorgebracht und ausgeformt haben. Diese Mittel waren eben keine materiellen Objekte, sondern körpergebundene Verhaltensformen: Bewegung, Gestik, Mimik, Gesang.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Ulrike Schröder

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