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Möglichkeit, Wirklichkeit, Notwendigkeit I

  • Beatrice Nunold
Chapter
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Part of the Bildwissenschaft book series (BILDW, volume 8)

Zusammenfassung

Max Bense gibt, nicht nur in seiner Aesthetica vor zu wissen, was ästhetische Realität bzw. ästhetischer Schein ist und wie er sich konstituiert. Seine „ästhetische Theorie“ ist vor allem im Hinblick auf die Fiktionalisierung der Wirklichkeit in einer medialisierten und technisierten Welt interessant. Er liefert eine anwendungsorientierte Theorie der medialisierten und techni­sierten Welt, einer durchgehend ästhetisierten Wirklichkeit, also eine Theorie dessen, was längst gesellschaftliche Praxis ist. Seine Theorie ist nicht nur Ontologie einer ästhetisierten Wirklichkeit, sondern zugleich Anthropo-bzw. Technodizee, Rechtfertigung der technisierten Welt. Der ästhetische Prozeß, der Prozeß einer zunehmenden Medialisierung, Technisierung und Ästhetisienmg ist für ihn ein notwendiger Prozeß der Zivilisation, er zieht seine Legitima­tion aus seinem geradezu heroischen Kampf gegen die zerstörerischen Kräfte der Natur. Er begreift ihn als Überlebenskampf des Menschen gegen einen auf Zerstörung ausgerichteten Naturprozeß. Der Unterscheidung zwischen einem ästhetischen und einen physikalischen Prozeß korrespondiert seine Unterscheidung von Wirklichkeit und ästhetischer Realität (Schein, Schönheit) als der Realität des Kunstwerkes und der technischen Welt. Wie unter­scheidet Bense die ästhetische Realität des Kunstwerkes von der physikalischen Realität der Dinge, ihrem Vorhandensein, und wie konstituiert sich für ihn ästhetische Realität bzw. ästhe­tischer Schein? Für ihn gibt es „im wesentlichen nur zwei wirklich unterscheidbare Weltpro­zesse ..., den physikalischen und den ästhetischen, die in einem dialektischen Verhältnis zuein­ander stehen” (Ae., 124) bzw. in entgegengesetzter Richtung (Ae., 153) verlaufen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Beatrice Nunold

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