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Durch die Globalisierung und die gleichzeitige Regionalisierung sozio-ökonomischer Prozesse zu Veränderungen der gouvernementalen Struktur: Die Akzentuierung der regionalen Ebene und der Bedeutungsgewinn der intergouvernementalen Arbeitsteilung für den Modernisierungserfolg

  • Johannes Bruns
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Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

In die Phase des Übergangs vorn fordistischen zum postfordistischen Produktionsmodell und der im zunehmenden Maße evident werdenden Probleme staatlicher Steuerung koinzidierte in den vier wichtigsten fortgeschrittenen westlichen Industrielandern Frankreich, Großbritannien, Bundesrepublik Deutschland und U.S.A. jeweils ein Regierungswechsel, der gleichzeitig die Veränderung staatlicher Steuerungsformen implizierte. Während in Frankreich mit der Präsidentschaft Mitterands das „sozialistische Experiment“ begann, das auf den Ausbau politischer Steuerung und wohlfahrtsstaatlicher Leistungen zielte (vgl. Ross/ Hoffmann/Malzacher 1987, Neumann/Uterwedde 1997), tibernahmen in Großbritannien, den U.S.A. und der Bundesrepublik Deutschland konservative Parteien die Regierungsver- antwortung, die sich — allerdings mit unterschiedlicher Intensität — kritisch zum tradierten Wohlfahrtsstaat verhielten. Wie die in den U.S.A. von Präsident Reagan verfochtene Wirtschaftspolitik („Reaganomics“) lässt sich auch der „Thatcherism“ in Großbritannien als eine Variante der „Neuen Rechten“ einordnen (vgl. Barnekov/Boyle/Rich 1989: 159 ff.). Beide Regierungen sahen die Bedingungen für ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum in niedrigen Steuern, Deregulierung, Monetarismus und Ausgabendisziplin, und beide Regierungen dokumentierten ihre ideologische Programmatik in Politikkonzeptionen, die eine Veränderungen der Staatstätigkeit durch das Zurückdrängen des Staates beinhaltete (vgl. Abromeit 1990, Hesse/Benz 1990, Wolfe 1991).1

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Johannes Bruns

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