Advertisement

Die Rolle der nationalen gouvernementalen Ebene für die sozio- ökonomische Entwicklung industrieller Regionen unter den Bedingungen nahezu geschlossener Volkswirtschaften

  • Johannes Bruns
Chapter
  • 28 Downloads
Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Die Ende der 1960er Jahre einsetzende Krise des fordistischen Produktionsmodells und der sich spätestens seit Anfang der 1980er Jahre vollziehende Wechsel des fordistischen, auf Massenproduktion beruhenden Produktionsparadigmas hin zu (postfordistischen) flexiblen Organisationsmodellen führten in nahezu alien fortgesehrittenen westlichen Industrieländern zu rezessiven Tendenzen und zu strukturellen Anpassungsproblemen.1 Entgegen der Logik des Fordismus, nachdem semi-automatisierte Fertigungslinien und die „tayloristische“ Arbeitsorganisation zu stetig steigenden Produktivitätsraten führen, Kam es jedoch im Zeitverlauf nur noch zu geringen Produktivitätszuwächsen, die bei steigenden Arbeitskosten zu sinkenden Unternehmensrenditen führten (vgl. Hirsch 1985). Zudem verschärfte die daraufhin einsetzende Diffusion der fordistischen Produktionstechniken (etwa durch reengineering in den Schwellenländern) die Krisenanfälligkeit in den westlichen Industrieländern. Insbesondere Branchen, wie beispielsweise die Stahl-, Textil- und Werftenindustrie, die auf Massenproduktion ausgerichtet waren, und der Bergbau, der durch billige Importkohle und durch billigeres Erdöl als Substitut in Bedrängnis geriet, waren dem Konkurrenzdruck von Anbietern in den Niedriglohnlandern ausgesetzt — mit der Folge einer beschleunigten Auflosung des fordistischen Systems (vgl. Cooke 1989, Kern/Schumann 1986).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Johannes Bruns

There are no affiliations available

Personalised recommendations