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Die Renaissance der staatlichen Verfasstheit als Strukturvariable für Modernisierungszusammenhänge: Der Zusammenhang zwischen gouvernementaler Struktur und sozio-ökonomischer Entwicklung in altindustriellen Regionen

  • Johannes Bruns
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Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Mit der Fokussierung auf die staatliche Verfasstheit und der Frage nach ihrer Relevanz für den Modernisierungserfolg altindustrieller Regionen könnte sich für die regional-wissenschaftliche Diskussion eine „Neujustierung“ in Form einer anderen, neuen Herangehensweise ergeben. Denn wenn polity-Strukturen in Form gouvernementaler Verfasstheiten im Ergebnis Modernisierungsprozesse unterschiedlich bedingen, d. h. wenn sich die potenziell vorhandene, staatliche Umsetzungsbereitschaft erst im Kontext spezifischer gouvernementaler Strukturen entfalten kann, dann stellt sich nun nicht mehr nur die Frage nach den in den Regionen vorhandenen endogenen Potentialen oder nach dem Vorhandensein einer adäquaten politischen Strategic, sondern insbesondere auch nach der spezifischen Struktur der staatlichen Verfasstheit. Regionalentwicklung könnte damit wesentlich von in der Vergangenheit eingezogenen Strukturen abhängig sein, die einerseits fur die strategische Orientierung und politische Umsetzungsbereitschaft ein wie auch immer geartetes Bezugssystem (hinsichtlich der endogenen Potenziale) darstellen und andererseits den politischen Willen und die Umsetzungsbereitschaft (durch spezifische gouvernementale, möglicherweise föderale Strukturen) erst entfalten lassen oder gar induzieren. Damit aber bestiinde eine Trias aus der spezifischen gouvernementalen Struktur, der politischen Strategie und schlieBlich aus den regional vorhandenen sozio-okonomischen Potenzialen, an denen sich die strategische Orientierung ausrichtet. Struktur und Strategie werden damit zu den unabdingbaren Voraussetzung fur Regionalentwicklung.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Johannes Bruns

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