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Politikformulierung (I): Entstehung des PflegeVG

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Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Im zweiten Teil dieser Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die zwei Jahrzehnte andauernde Diskussion um die Einführung der Pflegeversicherung — eine der längsten in der Geschichte der Bundesrepublik — nachzuzeichnen. Die Vielzahl der involvierten Akteure, die Komplexität des Gegenstandes sowie der große zeitliche Rahmen zwingen freilich zur Vereinfachung und zur Aggregation. Ziel soll es sein, die prägenden Akteure und deren (sich im Zeitverlauf auch verändernden Positionen) herauszuarbeiten. Dabei wird die Darstellung der Interessen und Positionen der Akteure in den chronologischen Verlauf eingeflochten, erfolgt also nicht isoliert, um eine Zersplitterung der Thematik und etwaige Redundanzen so weit wie möglich zu vermeiden. Angelehnt an das methodische Konzept von Sabatier bzw. an das Vorgehen von Rothgang werden die Akteure auch zu Gruppen von gleich- bzw. ähnlichgerichteten Interessen und Argumentationsmustern aggregiert — sog. „Akteurstypen“60 -, um einen strukturierten Überblick zu ermöglichen.61 Bei der Darstellung des Politikergebnisses soll so verstehbar werden, welche Positionen sich in bestimmten Bereichen durchsetzen konnten. Gleichzeitig sollen die noch zu problematisierenden Widersprüche und Inkonsistenzen der Pflegeversicherung als Resultat eines Kompromisses der verschiedenen Interessen begreifbar werden.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

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