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Zusammenfassung

Algerien am Rande des Abgrunds, Algerien vor dem Bürgerkrieg, das algerische Drama — so lautet der Tenor der Pressemeldungen, die sich mit den politischen Ereignissen in dem nordafrikanischen Staat beschäftigen. Seitdem das Militär am 11. Januar 1992 die ersten freien Parlamentswahlen abgebrochen hat, bei denen sich ein Sieg der Islamischen Heilsfront (hinfort: FIS) abzeichnete, fordert die Spirale der Gewalt ihren Tribut. Der Regierung ist die Kontrolle über Teile des Landes entglitten. Im Herbst 1995 waren es täglich bis zu sechzig Menschen, die radikal-islamischen Anschlägen zum Opfer fielen; auch die staatlichen Vergeltungs- und Präventivschläge trafen bisweilen Unbeteiligte. Das Interesse der westlichen Regierungen an den innenpolitischen Problemen Algeriens blieb für lange Zeit gering. Dies änderte sich erst, seitdem die Situation in diesem Land deutliche Auswirkungen auf einige europäische Staaten hatte: Deutschland beherbergt mit Rabah Kebir seit 1992 den obersten Repräsentanten des FIS im Ausland, und es wird um Unterstützung der finanziellen Hilfsmaßnahmen der Europäischen Union und der G-7 zugunsten Algeriens gebeten. Frankreich ist als ehemalige Kolonialmacht und als Heimat vieler nordafrikanischer Immigranten besonders intensiv mit dem Geschehen am Südrand des Mittelmeers verbunden. Zudem beeinflußt jede größere Herausforderung der französischen Politik die deutsch-französischen Beziehungen. Unter den übrigen EU-Staaten sind Spanien und Italien mit ihren migrations- und sicherheitspolitischen Interessen am direktesten betroffen.

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    Der Phasenvergleich erfolgt in dieser Arbeit durch die Einteilung des empirischen Teils in zeitliche Abschnitte.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Georg Ludwig

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