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Schlußfolgerungen

  • Rolf Hackenbroch
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Zusammenfassung

Verbände, so der Ausgangspunkt unserer Untersuchung, stehen mit sozialen Wandlungsprozessen vor grundsätzlich neuen Problemen. Zum einem ergibt sich für die Verbände das Problem, daß mit der Auflösung traditioneller Formen der Vergemeinschaftung die natürlichen Grundlagen der Mitgliederbindung an den Verband verlorengehen. Dies stellt die verschiedenen Verbände vor die Aufgabe, mit unsicher gewordenen Mitgliedschaftsverhältnissen umzugehen und über diese unsicheren Mitgliedschaften auch das Problem der mangelnden Mobilisierungsfähigkeit ihrer Mitglieder für verbandliche Interessenrealisierung zu handhaben. Zum anderen entsteht für die Verbände das Problem, daß mit der Auflösung traditioneller sozialer Beziehungen die Meinungen und Einstellungen in der Bevölkerung nicht mehr festgefügt entlang gegebener Konfliktlinien strukturiert sind, sondern viel stärker über die aktuelle Informationslage bestimmt werden. Dies führt dazu, daß die Verbände vor die Aufgabe gestellt sind, ein jeweils positives Bild ihres Verbandes und seiner Ziele in der Öffentlichkeit herzustellen, um so verbandliche Interessenrealisierung gegenüber den politischen Akteuren nicht zu gefährden.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Rolf Hackenbroch

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