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Die Füße im Feuer

  • Marie Luise Kaschnitz

Zusammenfassung

3.9. Es wäre gewiß falsch, meinen augenblicklichen körperlichen Zustand als Krankheit zu bezeichnen. Ich bin nicht krank, ohne zu übertreiben, kann ich behaupten, daß ich mich nie besser gefühlt habe als in diesen Tagen. Ich sehe gut aus, und während mein Gesicht früher am späten Abend stark verfiel, bleibt es jetzt ohne kosmetische Nachhilfe bis Mitternacht rosig und frisch. Auch meine Arbeitskraft hat keineswegs nachgelassen. Wie, schon Feierabend? sage ich, wenn es sechs Uhr schlägt, — meine Kollegen im Büro haben indessen schon viele Male gegähnt und auf die Uhr gesehen. Mein Appetit ist gut, ich kann die schwersten Speisen essen, ohne Magendrücken zu bekommen, und von den Halsschmerzen, unter denen ich früher oft gelitten habe, ist schon seit Monaten keine Rede mehr. Ich bin auch, obwohl ich nicht mehr jung bin, ausgezeichnet zu Fuß. Erst vor kurzem habe ich einen Spaziergang von vier Stunden gemacht, ohne am nächsten Tag unter Muskelschmerzen zu leiden. Die blauen Flecken, die ich seit einiger Zeit an meinen Armen und Beinen bemerke, können nichts zu bedeuten haben.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1983

Authors and Affiliations

  • Marie Luise Kaschnitz

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