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Empirische Untersuchung des Anlagebetrugs am «Grauen Kapitalmarkt»

  • Martin Klaffke
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Zusammenfassung

Im vorliegenden Kapitel sollen die Lage am «Grauen Kapitalmarkt» sowie Entwicklungstendenzen und Ansätze zur Prävention von Anlagebetrug empirisch erkundet werden. Empirische Forschung verfolgt das Ziel, durch Beobachtung der Realität gesicherte Erkenntnisse über die Wirklichkeit zu gewinnen.678 «Beobachtung» meint in einem sehr weit gefaßten Verständnis die „kontrollierte direkte oder indirekte Wahrnehmung mit Hilfe der menschlichen Wahrnehmungssinne und unterstützt durch zu diesem Zweck konstruierte Beobachtungsoder Meßinstrumente“679, wozu auch alle Formen der Befragung zählen.

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Literatur

  1. 676.
    Oliver Wendell Holmes, Jr., Zitiert in Kotler & Bliemel (1995), S. 179.Google Scholar
  2. 677.
    Anton Bruckner, Zitiert in Kotler & Bliemel (1995), S. 233Google Scholar
  3. 678.
    Vgl. Kromrey (1994), S. 27.Google Scholar
  4. 679.
    Kromrey (1994), S. 27.Google Scholar
  5. 680.
    Multivariate Verfahren sind Methoden der Datenanalyse, bei denen eine beliebige Zahl unabhängiger Variablen Berücksichtigung finden. Die Verfahren lassen sich u.a. nach der Richtung der Zusammenhänge in Verfahren der Dependenz-und der Interdependenzanalyse unterscheiden. Das am weitesten verbreitete multivariate Verfahren stellt die multiple Regressionsanalyse dar, die als Dependenzverfahren gerichtete Zusammenhänge untersucht und ein metrisches Skalenniveau voraussetzt. Vgl. zu den Methoden der Datenanalyse Homburg, Herrmann & Pflesser (1999), S. 113 ff.Google Scholar
  6. 681.
    Müller (1999), S. 131.Google Scholar
  7. 682.
    Ein Verfahren erfüllt das Gütekriterium der Objektivität, wenn Meßergebnisse unabhängig vom Durchführenden sind. Unter Reliabilität oder Zuverlässigkeit wird die Reproduzierbarkeit eines Ergebnisses bei wiederholter Messung verstanden. Validität oder Gültigkeit eines Verfahrens liegt vor, wenn es gelingt, das zu messen, was man zu messen vorgibt. Vgl. zu den Gütekriterien etwa Liebel & Oechsler (1994), S. 92 f. und Merz & Schütz (1996), S. 238 ff. Vgl. zur Kritik des qualitativen Forschungsparadigmas z.B. Mayntz, Holm & Hübner (1969), S. 92 f. sowie Friedrichs & Lüdtke (1971), S. 153 ff.Google Scholar
  8. 683.
    So hält MAYRING die Tragfähigkeit der klassischen Gütekriterien Validität und Reliabilität im Kontext qualitativer Forschung für gering und schlägt daher sechs andere Gütekriterien vor: Verfahrensdokumentation, argumentative Interpretationsabsicherung, Regelgeleitetheit, Nähe zum Gegenstand, kommunikative Validierung sowie Triangulation. Vgl. zu den Begriffen Mayring (1996), S. 104 ff.Google Scholar
  9. 684.
    Lamnek (1995a), S. 186.Google Scholar
  10. 685.
    So nimmt z.B. das Gütekriterium der Validität einen interpretativ-kommunikativen Charakter an. Dabei finden qualitative Gültigkeitsprüfungen, wie die kommunikative oder kumulative Validierung, ein entsprechendes Pendant in Form der Konstrukt-oder der Kriteriumsvalidität in quantitativen Konzepten. Vgl. Müller (1999), S. 144 f. Vgl. zu einer ausführlichen Darstellung qualitativer Gütekriterien Lamnek (1995a), S. 152ff.Google Scholar
  11. 686.
    Müller (1999), S. 146.Google Scholar
  12. 687.
    Vgl. Müller (1999), S. 135 ff., Bortz & Döhring (1995), S. 218 sowie Saldern (1995), S. 340 ff.Google Scholar
  13. 688.
    So ist z.B. die qualitative Ermittlung von relevanten Statements Voraussetzung für die quantitative Abfrage einer Itembatterie. Vgl. Chisnall (1986), S. 21. Vgl. zur Kombination beider Ansätze Greenway & de Groot (1983).Google Scholar
  14. 689.
    Huber (1989), S. 42.Google Scholar
  15. 690.
    Vgl. Wolf (1995), S. 315.Google Scholar
  16. 691.
    Müller (1999), S. 130.Google Scholar
  17. 692.
    Mayring (2000), S. 22. BARTON und LAZARSFELD zeigen, wie Theorien über bestimmte Entwicklungstendenzen qualitativ untersucht werden können. Dabei halten sie es für wahrscheinlich, „daß es unterschiedliche Grade und Stufen der Bestätigung von Theorien durch qualitative Daten gibt, die von ganz anfänglichen Ermutigungen mit einer bestimmten Form der Spekulation fortzufahren, bis zu einer systematischen Untersuchung von Fallmaterial reichen, die in einer gewissen Weise eine Annäherung an den klassischen Kanon der Beweisführung darstellt.” Barton & Lazarsfeld (1979), S. 87.Google Scholar
  18. 693.
    Vgl. Müller (1999), S. 132.Google Scholar
  19. 694.
    Vgl. Kepper (1999), S. 162.Google Scholar
  20. 695.
    Vgl. zu weiteren Prinzipien qualitativer Forschung Lamnek (1995a), S. 24 ff.Google Scholar
  21. 696.
    Kudera (1989), S. 12.Google Scholar
  22. 697.
    Lamnek (1995a), S. 193.Google Scholar
  23. 698.
    Angesichts des vergleichsweise hohen Fallpreises qualitativer Studien sind statistisch repräsentative Stichproben, obgleich theoretisch möglich, in der Regel aus ökonomischen Gründen nicht vertretbar. In qualitativen Studien erfolgt die Stichprobenziehung daher nach theoretischen Vorstellungen. Da überdies der Stichprobenumfang zu Beginn der Studie nicht feststeht, kann die Auswahl während der Untersuchung ausgedehnt werden. Vgl. Lamnek (1995a), S. 195 und Witzel (1982), S. 37.Google Scholar
  24. 699.
    Vgl. zu den einzelnen Verfahren z.B. Kepper (1994), Mayring (1996) sowie Lamnek (1995b).Google Scholar
  25. 700.
    Lamnek (1995b), S. 68.Google Scholar
  26. 701.
    In der Literatur finden sich inter alia das narrative Interview, das situationsflexible Interview, das problemzentrierte Interview, das fokussierte Interview, das Tiefen-oder Intensivinterview sowie das explorative Interview. Vgl. zum narrativen Interview Schütze (1977), zum situations-flexiblen Interview Hoffmann-Riem (1980), S. 357, zum problemzentrierten Interview Witzel (1985), zum fokussierten Interview Merton & Kendall (1979), S. 171ff. sowie zum Tiefen-oder Intensivinterview Kohli (1978), S. 7.Google Scholar
  27. 702.
    Vgl. Kepper (1999), S. 168.Google Scholar
  28. 703.
    Lamnek (1995), S. 74.Google Scholar
  29. 704.
    Vgl. Witzel (1985), S. 236.Google Scholar
  30. 705.
    Vgl. Hopf (1995), S. 177.Google Scholar
  31. 706.
    Vgl. Hopf (1995), S. 177.Google Scholar
  32. 707.
    Vgl. Lamnek (1995b), S. 66.Google Scholar
  33. 708.
    Vgl. Mayring (1996), S. 50 ff.Google Scholar
  34. 709.
    Vgl. zu den Problemen der Befragung die Überblicksdarstellung bei Kuß (1987), S. 66 ff., Porst (1985), S. 81 ff. und Anger (1969).Google Scholar
  35. 710.
    Oehler (1995), S. 122. Vgl. zu theoretischen Ansätzen und methodischen Konzepten des Interviewer-und Befragtenverhaltens Reinecke (1991).Google Scholar
  36. 711.
    Vgl. zur Brauchbarkeit von Tonbandprotokollen und entsprechenden Auswertungsbeispielen etwa Wiens et. al. (1966).Google Scholar
  37. 712.
    Tiemann (1984), S. 148.Google Scholar
  38. 713.
    Lisch & Kriz (1978), S. 11.Google Scholar
  39. 714.
    Vgl. Kromrey (1998), S. 370.Google Scholar
  40. 715.
    Kromrey (1998), S. 371.Google Scholar
  41. 716.
    Bortz & Döring (1995), S. 138. Ähnlich argumentiert LAATZ, der ein inhaltsanalytisches Verfahren als quantitativ klassifiziert, falls sich „auf irgendeiner Ebene der Analyse das Interesse.. auf die quantitative Verteilung von Merkmalen richtet.” Laatz (1993), S. 232.Google Scholar
  42. 717.
    Bortz & Döring (1995), S. 304. Im Gegensatz zum manifesten Inhalt lassen sich latente Bedeutungsebnen, d.h. die „verborgenen Gehalte von Kommunikation” (Rust (1981), S.64) nur durch ein «Zwischen-den-Zeilen-lesen» erreichen. Vgl. Rustemeyer (1992), S. 144.Google Scholar
  43. 718.
    Rustemeyer (1992), S. 20.Google Scholar
  44. 719.
    Früh (1981), S. 102.Google Scholar
  45. 720.
    Kromrey (1998), S. 369.Google Scholar
  46. 721.
    RUSTEMEYER gibt als Grund für die Kontroverse an, daß „in der Vergangenheit offenbar die Art des Vorgehens — ob quantitativ oder qualitativ — unzulässigerweise mit der Frage konfundiert worden ist, auf welches Ziel (latente versus manifeste Bedeutungsdimensionen) die Textanalyse gerichtet ist.” Rustemeyer (1992), S. 20.Google Scholar
  47. 722.
    Früh (1981), S. 102.Google Scholar
  48. 723.
    Vgl. Mayring (2000), S. 42 ff.Google Scholar
  49. 724.
    Vgl. zu den Grundformen des Interpretierens Mayring (2000), S. 56 ff.Google Scholar
  50. 725.
    Mayring (2000), S. 58.Google Scholar
  51. 726.
    Vgl. Kromrey (1998), S. 369.Google Scholar
  52. 727.
    Bortz & Döring (1995), S. 141.Google Scholar
  53. 728.
    KRIPPENDORF differenziert zwischen Validitäts-und Reliabilitäts-Kriterien. Zu den Validitätskriterien zählt er: die semantische Gültigkeit, die Stichprobengültigkeit, die korrelative Gültigkeit, die Vorhersagegültigkeit sowie die Konstruktgültigkeit. Unter das Reliabilitäts-Kriterium subsumiert KRIPPENDORFF: Stabilität, Reproduzierbarkeit und Exaktheit. Vgl. Krippendorff (1980), S. 158, Rust (1981), S. 172 ff. und Früh (1991), S. 168 ff.Google Scholar
  54. 729.
    Der Grad der Codiererübereinstimmung ist nicht zuletzt vom Umfang des Kategorien-systems und von den Interpretationsunterschieden der Codierer abhängig. Vgl. zur Kritik der Intercoder-Reliabilität Ritsert (1972), S. 70 und Lisch & Kriz (1978), S. 90.Google Scholar
  55. 730.
    Vgl. Kepper (1994), S. 182 ff. Vgl. ähnlich Bortz & Döring (1995), S. 302.Google Scholar
  56. 731.
    Liebel & Oehmichen (1992), S. 200.Google Scholar
  57. 732.
    Vgl. Dannecker (2000), S. 48.Google Scholar
  58. 733.
    Die Regelung des § 185a RiStBV, wonach bei Befragungen mehrerer Staatsanwaltschaften in einem Bundesland das Einverständnis der übergeordneten Behörde einzuholen ist, trat zum 31.10.2000 außer Kraft.Google Scholar
  59. 734.
    In den Bundesländern bzw. Stadtstaaten mit nur einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft wurde die jeweilige Staatsanwaltschaft angeschrieben.Google Scholar
  60. 735.
    Bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt fanden auf Wunsch der Staatsanwälte zwei getrennte Expertengespräche (Darmstadt (A) und Darmstadt (B)) mit jeweils einem Staatsanwalt statt.Google Scholar
  61. 736.
    An den Gesprächen nahmen insgesamt 45 Experten teil, eine Befragung erfolgte schriftlich.Google Scholar
  62. 737.
    Ein Forscher wird nach HOLM offene Fragen einsetzen müssen, wenn er über den zu erforschenden Gegenstand wenig Wissen hat und nicht alle Antwortmöglichkeiten kennt. Vgl. Holm (1982), S. 55.Google Scholar
  63. 738.
    Dies geschieht implizit durch die Art der Frageformulierung oder explizit, indem eine Vorgabe der Antwortkategorien außerhalb der Fragestellung erfolgt. Vgl. zu Fragearten Friedrichs (1990), S. 198 und Lamnek (1995b), S. 58.Google Scholar
  64. 739.
    Lamnek (1995b), S. 59.Google Scholar
  65. 740.
    Vgl. Friedrichs (1990), S. 197.Google Scholar
  66. 741.
    Vgl. zur Fragebogenkonstruktion Kromrey (1998), S. 359 ff. und Mummendey (1987), S. 89 ff.Google Scholar
  67. 745.
    Bundesregierung (1999), S. 2.Google Scholar
  68. 746.
    Vgl. Becker (1993), S. 49.Google Scholar
  69. 747.
    „Nicht nur Staatslehre und Jurisprudenz, Ethnologie und Psychologie und… Geschichte sind Fächer, mit denen der Nationalökonom viel besser vertraut sein sollte, als es für einen Menschen möglich ist. Vor allem aber berühren sich seine Probleme immer wieder mit jenen der Philosophie.” Von Hayek (1963), S. 22.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Martin Klaffke

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