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Die Kooperation nach der Vereinigung — Europapolitische Konzeptionen und Maßnahmen

  • Wichard Woyke
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Part of the Grundlagen für Europa book series (GRUNDE, volume 5)

Zusammenfassung

1990 war ein Schicksalsjahr für die französische Europapolitik. Sollte Frankreich trotz der Veränderung der politischen Parameter zu seinen Lasten zwecks einer noch stärkeren Integration des vereinten Deutschlands den europäischen Einigungsprozess intensivieren, gleichzeitig dabei aber das Risiko eingehen, dass das vereinte Deutschland von seiner wirtschaftlichen und politischen Macht in den europäischen Organisationen zunehmend Gebrauch machen würde? Oder sollte Frankreich das gaullistische Konzept des „Europas der Staaten“ verfolgen, wobei hier die Gefahr bestand, dass auch in einer solchen Konzeption das vereinte Deutschland erst recht seine politische und ökonomische Macht anwenden könnte. Die deutsche Wiedervereinigung war für Frankreich die große Herausforderung, der am besten durch eine weitere Vertiefung der europäischen Gemeinschaften und damit einer neuen Einbindungsoffensive begegnet werden konnte. Theoretisch hätte Frankreich auch die Einbindungsstrategie aufgeben und zu einer Strategie der Gegenmachtbildung zurückkehren können, wodurch das deutsche Machtpotential durch eine Koalition mit anderen Staaten hätte ausbalanciert werden müssen. Frankreich entschied sich für eine noch stärkere Einbindung Deutschlands in den europäischen Integrationsprozess.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Wichard Woyke

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