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Deutsch-Französische Beziehungen seit 1990: Bilanz und Perspektiven in einer erweiterten Europäischen Union

  • Wichard Woyke
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Part of the Grundlagen für Europa book series (GRUNDE, volume 5)

Zusammenfassung

Seit der deutschen Vereinigung haben sich die deutsch-französischen Beziehungen verändert. Das vereinte Deutschland ist strukturell — demographisch und ökonomisch — der größte Staat der EU, der fast ein Viertel zum Sozialprodukt der Union beiträgt. Mit dem Inkrafttreten des Zwei-Plus-Vier- Vertrags 1991 sind alle rechtlichen Souveränitätsbeschränkungen entfallen, so dass Deutschland ab diesem Zeitpunkt auch formal zu einem gleichberechtigten Akteur in der internationalen Politik geworden ist. Mit der Vereinigung hat sich auch die Machtkonstellation zwischen Frankreich und Deutschland verändert, so dass die alte Gleichung — Frankreichs Status fußt auf der Nuklearwaffe, der deutsche Status baut weitgehend auf der DM auf — nun nicht mehr aufging. Es musste nach einem Weg gesucht werden, wie das vereinte Deutschland eingehegt werden konnte, die deutsch-französischen Beziehungen aufrechterhalten bzw. fortentwickelt werden konnten und das französische Selbstverständnis nicht all zu sehr beeinträchtigt werden sollte. Als Methode bot sich erneut die Europapolitik an, die nach Ende des Ost- West-Konflikts nachdrücklich durch die gemeinsamen Aktionen Deutschlands und Frankreichs geprägt wurde. Zunächst war es das Tandem Kohl/ Mitterrand, das mit Hilfe zahlreicher Initiativen den europäischen Integrationsprozess beschleunigte. So ist das Entstehen des Maastrichter Vertrags eindeutig auf die deutsch-französischen Initiativen zurückzuführen.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Wichard Woyke

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