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Die Schwulenbewegung

  • Sebastian Haunss
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 19)

Zusammenfassung

Die neue oder zweite Schwulenbewegung70 ist in der Bundesrepublik Deutschland eng mit der 1968er-Bewegung verknüpft. Ihr entscheidendes Gründungsereignis ist zwar nicht unmittelbar mit den studentischen Protesten verbunden, fällt aber dennoch in die von der Studentenbewegung bestimmte Periode gesellschaftlicher Liberalisierung. Den Startschuss für die neue Schwulenbewegung gab die Liberalisierung des § 175 StGB. Bis 1969 galt in der Bundesrepublik der im NS verschärfte § 175 StGB, der gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen zwischen Männern gleich welchen Alters unter Strafe stellte. Die am 1.9.1969 in Kraft getretene Liberalisierung tolerierte nun schwule Sexualität, soweit die Beteiligten über 21 Jahre alt waren, 1973 sank diese Altersgrenze mit der allgemeinen Absenkung der Volljährigkeitsgrenze auf 18 Jahre. Ab 1969 war es also erstmals einer großen Gruppe homosexueller Männer möglich, ihr sexuelles Begehren ohne permanente Strafdrohimg auszuleben (Salmen und Eckert 1989, Holy 1991, Kraushaar 1997, Herrn 1999).

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Sebastian Haunss

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