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Die Autonomen — Profile einer Bewegung

  • Sebastian Haunss
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 19)

Zusammenfassung

Die Autonomen stellen in vielerlei Hinsicht eine für das Bewegungsspektrum der Bundesrepublik untypische soziale Bewegung dar. Im Unterschied beispielsweise zur Anti-AKW-Bewegung oder der Frauenbewegung ist es trotz ihres inzwischen über 20jährigen Bestehens nicht möglich, ein eindeutiges politisches oder gesellschaftliches Projekt mit den Autonomen verbinden. Das Themenspektrum autonomer Mobilisierungen ist breit gefächert, ohne kontingent zu sein. Einzelne Elemente — Atomkraft, Antifa, Stadtteilpolitik, Internationalismus — tauchen immer wieder auf, ohne allerdings eine stabile Grundlage der autonomen Bewegung zu bilden. Einzelne Projekte — Zentren, Zeitschriften, regelmäßige Treffen oder Aktionen — bilden kontinuierliche Kristallisationspunkte der Bewegung, ohne allerdings zu organisatorischen Kernen der Bewegung zu werden. Seit über 20 Jahren hängt den Autonomen zudem das Label einer Jugendbewegung an. Und auch hier präsentieren sie sich als widersprüchlicher, als es beim ersten Blick erscheint: Die kurze Verweildauer vieler jugendlicher Aktivistinnen steht neben lange bestehenden »autonomen Gruppen« und Mobilisierungsnetzwerken im Umfeld der Bewegungsorganisationen und in der Diffusität der autonomen Szene.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Sebastian Haunss

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