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Einleitung

  • Sebastian Haunss
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 19)

Zusammenfassung

Setzt kollektives Handeln kollektive Identität voraus? Würde man einen baskischen Nationalisten nach der Motivation seines Handelns fragen, würde dieser wahrscheinlich antworten, er sei als Baske benachteiligt und unterdrückt und er würde für das Wohl und die Freiheit der Basken kämpfen. Ähnliches würde man auch von VertreterInnen der meisten anderen nationalistischen Bewegungen zu hören bekommen, die jeweils auf eine nationale Identität rekurrieren würden, die zugleich Grund und Ziel ihres politischen Handelns ist. Es sind aber nicht nur die nationalistischen Bewegungen, die ungeachtet der fiktionalen Grundlage nationaler Kollektive die kollektive Identität dieser Gemeinschaften zum Ausgangspunkt ihres Handelns machen. Auch andere Bewegungen gehen davon aus, dass die Identität derjenigen, in deren Namen sie handeln, leicht zu bestimmen sei. Bewegungen, die sich die Befreiung der Frauen, der Schwulen, der Lesben oder der Schwarzen auf ihre Fahnen geschrieben hatten und zum Teil bis heute in dieser singulären Form weiterhin haben, gingen davon aus, dass sich diese Gruppen durch eine Reihe eindeutig zu bestimmender Merkmale von anderen unterscheiden ließen, und deren Identitäten so zum Ansatzpunkt politischer Kämpfe werden könnten.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Sebastian Haunss

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