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Multikulturelle Gesellschaften und interkulturelle Bildung und Erziehung — Plädoyer für einen Perspektivenwechsel

  • Hendrik Otten
Part of the Schriften des Instituts für angewandte Kommunikationsforschung book series (INSTAK, volume 6)

Zusammenfassung

Seit rund dreißig Jahren gibt es in europäischen Ländern in unterschiedlicher Intensität und mit unterschiedlichen pädagogischen Intentionen und gesellschaftspolitischen Orientierungen Erfahrungen mit Bildungs- und Erziehungsbemühungen, die einerseits versuchen, auf die durch zunehmende „Europäisierung“ bedingten Veränderungen im privaten wie öffentlichen Bereich vorzubereiten und andererseits — zumindest partiell — auf die sich verändernden gesellschaftlichen Strukturen hin zu multikulturellen Lebens- und Arbeitsformen zu reagieren. Auch wenn diese Thematik, vornehmlich in der Vorschul-, Grundschul- und Modellschulerziehung, Eingang in die curriculare Gestaltung formaler Bildungssituationen gefunden hat, dominieren in der Praxis internationaler Jugendarbeit immer noch eher nicht-formale und informelle Bildungssituationen, in der Bundesrepublik eindeutig die außerschulische Jugendarbeit, die sich mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen befassen. Seit der sogenannten Breitenbach-Studie1, 1975 zum ersten Mal theoretisch aufbereitet und praxisrelevant operationalisiert, steht der Begriff des Interkulturellen Lernens im Mittelpunkt und hat sehr viele verschiedene, teils auch widersprüchliche Definitionen und Interpretationen erfahren. Geopolitische und demographische Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass die Notwendigkeit, sich über den gesellschaftlichen Umgang von Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen Gedanken machen zu müssen, nicht mehr ernsthaft ignoriert werden kann — die fortschreitende Globalisierung von Kommunikation und ihrer medialen Vermittlung verstärkt diesen Prozess einer Bewusstseinsveränderung.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Hendrik Otten

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