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Sozialer Wandel in der westlichen Familie (1956/1974)

  • René König
  • Rosemarie Nave-Herz
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Part of the René König · Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 14)

Zusammenfassung

Die Probleme dieser Sektion1 gehen aus von der Annahme, daß es einen Familientyp gibt, der mehr oder weniger allen westlichen Zivilisationen im Gegensatz zu den asiatischen2, mittelöstlichen, weiß- und schwarzafrikanischen Gesellschaften gemeinsam ist. Selbstverständlich schließt das nicht aus, daß die spezifischen Probleme, denen die Famüie in den einzelnen Ländern begegnet, sehr verschiedenartig sein können. Aber das strukturell-funktionale Modell des modernen Familientyps scheint doch im ganzen Bereich der sogenannten „westlichen Industriezivilisationen“, zu denen natürlich auch die sozialistischen Gesellschaften gehören, relativ einheitlich zu sein. Wir werden uns in dieser „Einleitung“ die Frage zu stellen haben, ob das wirklich der Fall ist, und falls ja, wie weit man dieser allgemeinen Annahme Glauben schenken darf. Bevor wir jedoch diese entscheidende Frage direkt angehen, müssen wir einige mit ihr verbundene Umstände aufgreifen, die auf den ersten Blick von geringerer Bedeutung zu sein scheinen und gerade darum oft übersehen werden, die aber doch recht aufschlußreich sind für einige differenzielle Züge in den westlichen Zivilisationen, die man gemeinhin als eher homogen anzusehen gewohnt ist.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • René König
  • Rosemarie Nave-Herz

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