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Wilhelm von Humboldts Reform des höheren Bildungswesens und ihre innere Unvollkommenheit

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Part of the Schriften · Ausgabe letzter Hand book series (RKSALH, volume 2)

Zusammenfassung

Als Wilhelm von Humboldt — dessen Name in Verbindung mit der neuzugründenden Universität Berlin zuerst in einem Schreiben F. A. Wolfs an Beyme vom 19. September 1807 aufgetaucht war47 — auf Wunsch Steins an die Spitze der Sektion für öffentlichen Unterricht im Innenministerium berufen wurde, hatte er in Erziehungsfragen nicht viel mehr als eine rein praktische Erfahrung48. Zunächst bewies er auch nur wenig Interesse für das ihm zugedachte Amt, wenn auch sein Sträuben in erster Linie wohl mehr mit seiner Vorliebe für sein bisheriges Wirkungsfeld in Rom und mit seiner Unzufriedenheit über bestimmte Fragen der allgemeinen Verwaltungsorganisation zusammenhängt. Immerhin versuchte er das ihm durch königliches Reskript übertragene Amt abzulehnen (17. Januar 1809), flehte auch den König persönlich an, ihn auf seinen Gesandtenposten bei der päpstlichen Kurie zurückkehren zu lassen. Schließlich gab er jedoch auf das Drängen der Freunde, die im Weigerungsfalle Humboldts den unbeliebten Beyme auf diesen für die Zukunft der Bildungsorganisation so wichtigen Posten kommen sahen, und auf den unnachgiebigen Willen des Königs hin nach49. Als er durch Kabinettsordre vom 20. Februar 1809 in seiner Ernennung zum Chef der Unterrichtssektion bestätigt wurde, war er schon in das Studium der Akten, die ihm seine Vorgänger (vor allem von Massow und Beyme) hinterlassen hatten, vertieft und versuchte ein erstes Bild von seiner Aufgabe zu gewinnen50.

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Notes

  1. 54.
    Spranger: Humboldt und die Humanitätsidee S. 187, 188ff.Google Scholar
  2. 58.
    Humboldt: Gesammelte Schriften (Akademieausgabe) III S. 219/21.Google Scholar
  3. 60.
    Lenz I, S. 179/80, Anmerkung. L. datiert Dezember 1809 bis Mai 1810; Spranger: H. und die Reform S. 207 datiert ähnlich spätestens Anfang Mai 1810; ebenso Gebhardt in Humboldt Wwe. X, S. 250 /51.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

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