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50 Jahre Reproduktionsarbeit — 50 Jahre Frauenleben in der Bundesrepublik Deutschland: Skizze eines Wandels

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Part of the Forschung Pädagogik book series (FORSCHPÄD)

Zusammenfassung

Die Verrichtung von Reproduktionsarbeit und ihr Wandel in den letzten fünf Jahrzehnten sind auf das Engste mit den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen in der Bundesrepublik und damit mit den alltäglichen Lebensverhältnissen von Frauen (und deren Familien) verknüpft. Die Frauen dieser Studie sind zwischen 1925 und 1935 geboren, haben zwischen 1950 und 1969 ihre Kinder geboren und waren zum Befragungszeitpunkt zwischen 63 und 72 Jahre alt. Während ihres Erwachsenenlebens haben sie sowohl auf der Basis ihrer unmittelbaren Lebensbedingungen als auch auf der Ebene der gesellschaftlichen Normierung weiblichen Lebens starke Veränderungen miterlebt, von denen nicht nur ihre Erwerbstätigkeiten und Familienläufe, ihre Werthaltungen und Interpretationen beeinflusst sind, sondern von denen auch die Verrichtung der Reproduktionsarbeit nicht unberührt geblieben ist. Für das Verständnis der Untersuchungsergebnisse sind deshalb Hinweise auf den gesellschaftlichen Wandel und die Einbettung in den zeitgeschichtlichen Kontext unerlässlich. Dabei ist es unmöglich, sämtliche Veränderungen und Neuerungen der betreffenden fünf Jahrzehnte darzustellen, durch die die Verrichtung der Reproduktionsarbeit und damit die Alltagswirklichkeit von Frauen beeinflusst wurde. Im Folgenden werden deshalb einige Neuerungen und Veränderungen exemplarisch skizziert, die als besonders relevante, zum Teil miteinander verzahnte Einflussfaktoren angesehen werden können.

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Literatur

  1. 22.
    Einen knappen Überblick über die gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage der 50er Jahre gewährt das Heft: Informationen zur politischen Bildung: Deutschland in den fünfziger Jahre. Nr. 256, 3. Quartal 1997Google Scholar
  2. 23.
    Rerrich, Maria S. & Wex, Thomas (1993): Veränderungen der westdeutschen Gesellschaft seit Gründung der Bundesrepublik — eine zeitgeschichtliche Skizze. In: Jurczyk, Karin & Rerrich, Maria S. (1993): Die Arbeit des Alltags. Freiburg im Breisgau: Lambertus, S. 48Google Scholar
  3. 24a.
    Vgl. hierzu auch Überblicksveröffentlichungen wie z. B.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und, Jugend (1998): Frauen in der Bundesrepublik Deutschland. Bonn.Google Scholar
  4. 24b.
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  5. 25.
    Von den 65 Delegierten des Parlamentarischen Rates waren nur vier Frauen: Friederike Naumann (SPD), Elisabeth Selters (SPD), Helene Weber (CDU) und Helene Wessel (Zentrum). Die Durchsetzung von Artikel 3 Abs. 2 des Grundgesetzes war in der Öffentlichkeit und unter den Mitgliedern des Rates lange umstritten und ist letztlich auf die Mobilisierung von Gewerkschaften, Frauengremien und Landtagsabgeordneten vor allem durch Elisabeth Selters zurückzuführen. Epkenhans, Michael u. a. (2001): Geschichte & Geschehen exempla. Leipzig et al.: Ernst Klett, S. 267Google Scholar
  6. 26.
    Vgl. auch BGBl 1950, S. 208. Berghahn, Sabine (1993) a. a. O., S. 81Google Scholar
  7. 27.
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  8. 28.
    Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Nr. 220, 25. November 1969, S. 2136Google Scholar
  9. 29.
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 193Google Scholar
  10. 30.
    Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts vom 18. Juli 1958, BGBl, S. 609Google Scholar
  11. 31.
    BVerfGe 1959, Bd. 10, S. 59 ff.Google Scholar
  12. 32.
    Das Drei-Phasen-Modell ist eine Familienzyklustheorie, nach der die Vereinbarung von elterlichen und beruflichen Arbeiten sich im weiblichen Lebenslauf in folgender Weise verknüpft: 1. Kurze Erwerbsarbeitsphase vor der Familiengründung, 2. Berufsausstieg nach der Geburt des ersten Kindes, 3. Rückkehr in die Arbeitswelt, nachdem die Kinder das Elternhaus verlassen haben (empty-nest-Phase). Myrdal, Alva & Klein, Viola (1960): Die Doppelrolle der Frau in Familie und Beruf. Köln/Berlin: Kiepenheuer & WitschGoogle Scholar
  13. 33.
    Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1966): Bericht der Bundesregierung über die Situation der Frau in Beruf, Familie und Gesellschaft, Bonn: Bonner Universitätsbibliothek, Bundestagsdruckschrift V/909Google Scholar
  14. 34.
    Ebenda, S. 10Google Scholar
  15. 35.
    Siehe z. B. Speck, Otto (1956): Kinder erwerbstätiger Mütter. Ein soziologisch-pädagogisches Gegenwartsproblem. Stuttgart: F. Enke. Pfeil, Elisabeth (1961): Die Berufstätigkeit von Müttern. Eine empirisch-soziologische Erhebung an 900 Müttern aus vollständigen Familien. Tübingen: MohrGoogle Scholar
  16. 36.
    Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1966): a. a. O., S. 78Google Scholar
  17. 37.
    Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1966): a. a. O., S. 12–13Google Scholar
  18. 38.
    Siehe hierzu auch: Helwig, Gisela (1993): a. a. O., S. 13Google Scholar
  19. 39.
    Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 194Google Scholar
  20. 40.
    Vgl. z. B. Born, Claudia; Krüger, Helga; Lorenz-Meyer, Dagmar (1996): Der unentdeckte Wandel. Annäherung an das Verhältnis von Struktur und Norm im weiblichen Lebensverlauf. Berlin: Ed. Sigma, S. 74Google Scholar
  21. 41.
    „Das“ Buch zum Drei-Phasen-Modell von Myrdal, Alva & Klein, Viola (1960): „Die Doppelrolle der Frau in Familie und Beruf“ erschien 1956 in englischer Fassung und wurde 1960 erstmals ins Deutsche übersetzt.Google Scholar
  22. 42.
    Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 194. Berghahn, Sabine (1993) a. a. O., S. 85Google Scholar
  23. 43.
    Z. B. wird im Dez. 1972 im Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit ein Referat „Politik für Frauen“ eingerichtet. Der Deutsche Bundestag setzt 1973 mit den Stimmen aller Fraktionen die Enquete-Kommission „Frau und Gesellschaft“ ein. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 197Google Scholar
  24. 44.
    Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 195–199Google Scholar
  25. 45.
    Bis 1977 galt nach § 1356 BGB Abs. 1 noch folgende Gesetzeslage: „Die Frau führt den Haushalt in eigener Verantwortung. Sie ist berechtigt, erwerbstätig zu sein, soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.“ Bürgerliches Gesetzbuch (1974) München: Wilhelm Goldbach, S. 237Google Scholar
  26. 46.
    BGBl I, 1976, S. 1421Google Scholar
  27. 47.
    Vgl. BGBl I, 1976, S. 1422 f. Berghahn, Sabine (1993): a. a. O., S. 85Google Scholar
  28. 48.
    Vgl. BGBl I, 1979, S. 797 ff.Google Scholar
  29. 49.
    Vgl. Stichworte zur Familienpolitik. Ein Vergleich der Wahlkampfaussagen von SPD, FDP und CDU/CSU. In: Sozialdemokratischer Informationsdienst, September 1980Google Scholar
  30. 50.
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 204–209Google Scholar
  31. l51a.
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 204Google Scholar
  32. 51b.
  33. 52.
    Helwig, Gisela (1993): a. a. O., S. 19Google Scholar
  34. 53.
    Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (1994): Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit (Pflege-Versicherungsgesetz). Bonn; Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Soziales Nr. 79 (1997): Konsequenzen der Pflegeversicherung für die Pflegeberufe. Bonn, S.16 und 39Google Scholar
  35. 54.
    Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Soziales Nr. 79 (1997): a. a. O., S. 16Google Scholar
  36. 55.
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (1998): a. a. O., S. 211Google Scholar
  37. 56.
    Vgl. z. B.: Tabelle über Löhne und Gehälter von 1950–1989. In: Maier, Friederike (1993): Zwischen Arbeitsmarkt und Familie. Frauenarbeit in den alten Bundesländern. In: Helwig, Gisela & Nickel, Hildegard Maria (Hg) (1993): Frauen in Deutschland 1945–1992. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, S. 272Google Scholar
  38. 57a.
    Das Nettogeidvermögen stieg in der BRD in der Zeit von 1960 bis 1990 um das 11,5 Fache an, ist allerdings sehr unterschiedlich auf die Bevölkerungsschichten verteilt. Vgl.: Geißler, Rainer: Materielle Lebensbedingungen. In: Informationen zur politischen Bildung: Sozialer Wandel in Deutschland. Nr. 269, 4. Quartal 2000, S. 9.Google Scholar
  39. 57b.
  40. 58.
    Wobei diese Entwicklung im internationalen Vergleich in der westlichen Welt nicht außergewöhnlich ist. „Die deutsche Besonderheit besteht eher in der spezifischen Ausgangslage der Deutschen. Für die Kriegsgeneration war der schnelle und steile Aufstieg aus den Verwüstungen des Krieges und dem Elend der Nachkriegszeit besonders dramatisch und nahm für sie Züge eines Wunders an. “ Geißler, Rainer (2000): a. a. O., S. 9Google Scholar
  41. 59.
    Einen detaillierten Überblick hierzu gibt Rainer Geißler (2000a) in seinem Artikel: Armut in der Wohlstandgesellschaft. In: Informationen zur politischen Bildung: Sozialer Wandel in Deutschland. Nr. 269, 4. Quartal 2000, S. 24–29Google Scholar
  42. 60.
    Ende 1998 nahmen in den alten Bundesländern 2,5 Mill. Menschen, d. h. 3,7% der Gesamtbevölkerung Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) in Anspruch; Schätzungen differieren und besagen, dass zwischen 6,5% und 10.2% (Schildt, Axel (2001)) der Bevölkerung an oder unter der offiziellen Armutsgrenze leben. Geißler, Rainer (2000a): ebenda, S. 25 f.Google Scholar
  43. 61.
    Mooser, Josef (1983): Auflösung proletarischer Milieus. Klassenbindung und Individualisierung in der Arbeiterschaft vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik Deutschland. In: Soziale Welt (1983), Nr. 37, S. 286Google Scholar
  44. 62.
    Meinhard Miegel (1983) Die verkannte Revolution. Einkommen und Vermögen der privaten Haushalte. Stuttgart: Bonn aktuellGoogle Scholar
  45. 63.
    Geißler, Rainer (2000): a. a. O., S. 9Google Scholar
  46. 64.
    Statistisches Bundesamt (Hg.) (1992): Datenreport 1992. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland. Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 309, Bonn 1992Google Scholar
  47. 65.
    Schildt, Axel (1997): Gesellschaftliche Entwicklung. In: Informationen zur politischen Bildung: Deutschland in den fünfziger Jahren. Nr. 256, 3. Quartal 1997, S. 8Google Scholar
  48. 66.
    Zur Verdeutlichung der materiellen Situation der privaten Haushalte in den 50er Jahren vergleiche eine Tabelle bezüglich der Relation von Kaufkraft und Arbeitszeit von Dieter Franck (Hg.)(1981): Die fünfziger Jahre. Als das Leben wieder anfing. München: Piper, S. 56 f. zitiert nach Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 9Google Scholar
  49. 67.
    Ein Vier-Personen-Haushalt von Angestellten und Arbeitern mit mittlerem Einkommen muss 1950 noch 46% für Nahrungsmittel ausgeben. 1960 sind es noch 36% und 1990 beträgt der entsprechende Anteil noch 24%. Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 8 und Statistisches Bundesamt (Hg.) (1992): a. a. O., S.123Google Scholar
  50. 68.
    Rerrich, Maria S. & Wex, Thomas (1993): a. a. O., S. 54Google Scholar
  51. 69.
    „Von 1950 auf 1990 sank der Verbrauch von Getreide und Kartoffeln drastisch, dagegen nahm der Verbrauch von Obst und Gemüse, Fleisch und Milchprodukten deutlich zu. Daß auch hier die Wohlstandssteigerung nicht nur uneingeschränkt positiv zu beurteilen ist, ist an einem weiteren Indiz zu sehen; auch der Verbrauch von Zigaretten, Bier und Wein wuchs in diesem Zeitraum erheblich. Der Weinverbrauch stieg beispielweise vom Wirtschaftjahr 1950/1951 von 6 Litern pro Jahr je Einwohner bis 1989/90 auf mehr als das Vierfache, auf 26 Liter pro Jahr.“ Statistisches Bundesamt (1992): a. a. O., S. 125 zitiert nach Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 54Google Scholar
  52. 70.
    Nach Berechnungen des Bundesamtes für Statistik müssen 1962/63 noch ca. 58% des Einkommens für Nahrung, Kleidung und Wohnung, d.h. für unmittelbar Lebensnotwendiges verwendet werden. 1973 sind es noch 44% und seit 1978 liegt der Wert bis zum Ende der 90er Jahre konstant bei ca. 42%. Schildt, Axel (2001): Gesellschaft, Alltag, Kultur in der Bundesrepublik. In: Informationen zur politischen Bildung: Deutschland in den 70er/80er Jahren. Nr. 270, 1. Quartal 2001, S. 35Google Scholar
  53. 71.
    Siehe hierzu: Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 62 ff; Schildt, Axel (2001): a. a. O., S. 36 und Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 9 f.Google Scholar
  54. 72.
    Zur Ausstattung mit hochwertigen Konsumgütern und technischen Geräten vgl. z. B. Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 59. Zu den Folgen der Technisierung des Alltags beachte auch die Arbeiten in der Techniksoziologie wie z. B. Braun, Ingo (1993): Technikspiralen. Zur Entwicklungsdynamik von Technik im Alltag. In: Meyer, Sybille & Schulze, Eva (Hg.) (1993): Technisiertes Familienleben. Blick zurück und nach vorn. Berlin: Ed. Sigma Bohn, S. 77–96Google Scholar
  55. 73.
    Nave-Herz, Rosemarie (1984): Familiäre Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland seit 1950 — eine empirische Studie. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, S. 53Google Scholar
  56. 74.
    Geißler, Reiner (2000): a. a. O., S. 9 sowie Statistisches Bundesamt (1992): a. a. O., S. 147Google Scholar
  57. 75.
    Zur Bedeutung des Wohnraumes für das Familienleben vgl. Nave-Herz, Rosemarie (1994): a. a. O., S. 52 ff.Google Scholar
  58. 76.
    Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 8Google Scholar
  59. 77.
    Statistisches Bundesamt (1992): a. a. O., S.139Google Scholar
  60. 78.
    Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 7Google Scholar
  61. 79.
    Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 58Google Scholar
  62. 80.
    Ebenda, S. 57Google Scholar
  63. 81.
    Rerrich, Maria S. (1983): Veränderte Elternschaft. Entwicklungen in der familialen Arbeit mit Kindern seit 1950 In: Soziale Welt, Nr. 4, S. 428Google Scholar
  64. 82.
    Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 8Google Scholar
  65. 83.
    „Nachdem sich ihre Zahl bereits in den sechziger Jahren verdreifacht hat, verdoppelt sie sich nochmals von 13,9 (1970) auf 30,7 Millionen (1990; alte Bundesländer). Ein PKW ist 1969 in 44 Prozent, 1978 in 62% und 1988 in 68 Prozent aller Haushalte vorhanden; die Bundesrepublik wird also in den siebziger und achtziger Jahren zu einer weitgehend automobilisierten Gesellschaft.“ Schildt, Axel (2001): a. a. O., S. 35Google Scholar
  66. 84.
    Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 60Google Scholar
  67. 85.
    1990 z. B. wurden im Straßenverkehr der BRD (gesamt) 11 046 Menschen getötet und 510931 verletzt!85 Rerrich & Wex (1993): a. a. O., S. 61Google Scholar
  68. 86a.
    Vgl.: Weyrather, Irmgard (1990): „Erfreuliche Bilder deutschen Neuaufbaus“ — Frauenarbeit in „Männerberufen“ nach 1945. In: Leviathan, Sonderheft 11/1990.Google Scholar
  69. 86b.
    Maier, Friederike (1993): Zwischen Arbeitsmarkt und Familie — Frauenarbeit in den alten Bundesländern. In: Helwig, Gisela & Nickel, Hildegard Maria (1993): a. a. O., S. 258 Zu den rechtlichen Gesichtspunkten: Pfarr, Heide M. & Bertelsmann, Klaus (1989): Diskriminierung im Erwerbsleben. Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland. Verlagsgesellschaft Baden- Baden: NomosGoogle Scholar
  70. 87.
    Müller, Walter; Wulms, Angelika; Handl, Johann (1983): Strukturwandel der Frauenarbeit 1880–1980. Frankfurt a. M. /New York: Campus, S. 35Google Scholar
  71. 88.
    In ihrer Studie zur Erwerbsbeteiligung von Frauen stellt Angelika Wulms fest, dass in der Zeit von 1880–1980 — mit Ausnahme der 50er Jahre — die Erwerbsquote der Frauen im erwerbsfähigen Alter mit durchschnittlich knapp 50% erstaunlich konstant geblieben ist. Allerdings ist bis 1950 mehr als jede dritte erwerbstätige Frau eine mithelfende Familienangehörige, und damit auch in ihrer beruflichen Tätigkeit unmittelbar in die Familie eingebunden. 1980 ist das dagegen nur noch jede 11. abhängig beschäftigte Frau. Müller, Walter; Wulms, Angelika; Handl, Johann (1983): a. a. O., S. 35Google Scholar
  72. 89.
    Vgl. z. B. Born, Claudia; Krüger, Helga; Lorenz-Meyer, Dagmar (1996): a. a. O., S. 67 ff.Google Scholar
  73. 90.
    Born, Krüger, Lorenz (1996) beschreiben den normativen Druck wie folgt: „In den 50er Jahren (...) war die Familiengründung mit ‚klassisch‘ familialer Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern als kulturelle Selbstverständlichkeit (erneut) durchgesetzt.“ Born, Claudia; Krüger, Helga; Lorenz-Meyer, Dagmar (1996): a. a. O., S. 68Google Scholar
  74. 91a.
    Der gut zwei Jahrzehnte dauernde Boom verbunden mit hohen Wachstumsraten wird lediglich durch die Rezession von 1966/67 kurz unterbrochen. Vgl. Bührer, Werner (2001): Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik. In: Informationen zur politischen Bildung. Deutschland in der 70er/80er Jahren. Nr. 270, 1/2001, S. 14–19.Google Scholar
  75. 91b.
    Bührer, Werner (1997): Wirtschaft in beiden deutschen Staaten. Ökonomische Entwicklung der Bundesrepublik 1945 bis 1961. In: Informationen zur politischen Bildung: Deutschland in den fünfziger Jahren. Nr. 256, 3. Quartal 1997, S. 34Google Scholar
  76. 92.
    Müller, Walter; Wulms, Angelika; Handl, Johann (1983): a. a. O., S. 35Google Scholar
  77. 93.
    Maier, Friederike (1993): a. a. O., S. 258Google Scholar
  78. 94.
    Siehe hierzu: Maier, Friederike (1993): a. a. O., S. 271Google Scholar
  79. 95.
    Quack, Sigrid (1993): Dynamik der Teilzeitarbeit. Implikationen für die soziale Sicherung von Frauen. Berlin: Edition Sigma, S. 76 ff.Google Scholar
  80. 96.
    Schneider, Michael (2000/2): Kleine Geschichte der Gewerkschaften. Ihre Entwicklung in Deutschland von den Anfängen bis heute. Bonn: Dietz, S. 595–596Google Scholar
  81. 97.
    Statistisches Bundesamt, Statistische Jahrbücher zitiert nach Maier, Friederike (1993): a. a. O., S. 259Google Scholar
  82. 98.
    Tölke, Angelika (1989): Lebensverläufe von Frauen. Familiäre Ereignisse, Ausbildung und Erwerbsverhalten. Weinheim & München: Juventa, S. 139Google Scholar
  83. 99.
    Paetzold, Bettina (1996): „Eines ist zu wenig, beides macht zufrieden“. Bielefeld: Kleine, S. 140Google Scholar
  84. 100.
    Einen Überblick über Frauenteilzeitarbeit und den damit verbundenen Nachteilen und Problemen gibt z. B. Paetzold, Bettina (1996): a. a. O., S. 139 ff.Google Scholar
  85. 101a.
    Vgl. z. B. Friedan, Betty (1982): Der Weiblichkeitswahn. Reinbek b. Hamburg 1982 (englisch zuerst 1962): Rowohlt. Millett, Kate (1985): Sexus und Herrschaft. Von der Tyrannei des Mannes in der Gesellschaft. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt.Google Scholar
  86. 101b.
    Colette Dowling (1982): Der Cinderella Komplex. Die heimliche Angst der Frauen vor der Unabhängigkeit. Frankfurt a. M.: S. Fischer/GovertsGoogle Scholar
  87. 102.
    Müller, Walter; Wulms, Angelika; Handl, Johann (1983): a. a. O., S. 107 ff.Google Scholar
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    Einen Überblick über den Abbau der geschlechtspezifischen Differenzierungen im Bildungssystem gibt u. a. Geißler, Rainer (1996/2): Die Sozialstruktur Deutschlands. Zur gesellschaftlichen Entwicklung mit einer Zwischenbilanz zur Vereinigung. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 276 ff.Google Scholar
  89. 103b.
    Vgl. auch: Faulstich-Wieland, Hannelore; Horstkemper Marianne; Tillmann, Klaus-Jürgen; Weißenbach, Barbara (1984): Erfolgreich in der Schule, diskriminiert im Beruf. In: Rolff, Hans-Günter u. a. (Hg.): Jahrbuch der Schulentwicklung. Bd. 3, Weinheim et al.: Juventa, S. 117–143Google Scholar
  90. 104.
    Vgl. z. B.: Faulstich-Wieland, Hannelore u. a. (1984): a. a. O., S. 135 f. In Anlehnung an Norbert Schneider sollen unter Lebensentwurf die „Abbildungen der subjektiv optimierten Modelle zur Vereinbarung beider Lebensbereiche im Kontext der wahrgenommenen strukturellen Rahmenbedingungen“ verstanden werden. Schneider, Norbert F. (1994): Familiale und private Lebensführung in West- und Ostdeutschland. Eine vergleichende Analyse des Familienlebens 1970–1997. Stuttgart: F. Enke, S. 274Google Scholar
  91. 105.
    Vgl. z. B. Faulstich-Wieland, Hannelore u. a. (1984): ebenda, S. 123 ff. Allmendinger, Jutta (1990): Gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gleiche Pflichten in der Familie. Berufsverlauf und Familienentwicklung von Frauen. Max-Planck-Gesellschaft (MPG-Spiegel) Nr. 3, S. 21 ff.Google Scholar
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    Geißler, Rainer (1996/2): a. a. O., S. 283Google Scholar
  93. 107.
    „Es gibt viele Industriezweige und Berufsfelder, die ganz oder überwiegend mit Männern besetzt sind, und andere, wo vor allem Frauen arbeiten. Zwischen ihnen besteht ein erhebliches Hierarchie- und Einkommensgefälle: Vergleicht man Frauen- und Männerberufe der gleichen Qualifikationsstufe, so sind Frauenberufe typischerweise schlechter ausgestattet in bezug auf Einkommen, Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen.“ Beck-Gernsheim, Elisabeth (1984): Frauen zurück in die Familie? In: WSI-Mitteilungen 37, S. 26Google Scholar
  94. 108.
    Kruse, Lenelis; Niederfranke, Annette; Hartmann, Ute (1991): Diskussionspapiere der Enquete-Kommission „Zukünftige Bildungspolitik — Bildung 2000“ des 11. Deutschen Bundestages. Frauen in Führungspositionen. Bonn: Deutscher BundestagGoogle Scholar
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    Geißler, Rainer (1996/2): a. a. O., S. 284Google Scholar
  96. 110.
    Vgl. z. B. Faulstich-Wieland, Hannelore u. a. (1984): a. a. O., S. 138 f. Schneider, Norbert F. (1994): a. a. O., S. 275. Allerbeck, Klaus; Hoag, Wendy (1985): Jugend ohne Zukunft? Einstellungen, Umwelt, Lebensperspektiven. München: R. PieperGoogle Scholar
  97. 111.
    Nach einer EU-Studie bevorzugen jedoch auch Anfang der 90er Jahre noch 58% der deutschen Männer die traditionelle Hausfrauenehe. Damit sind sie im europäischen Vergleich die Konservativsten, denn in allen anderen Ländern (mit Ausnahme der Niederlande, wo die Meinungen geteilt waren) favorisiert die Mehrheit die Ehe mit einer erwerbstätigen Frau. Hettlage, Robert (1992): Familienreport. Eine Lebensform in Umbruch. München: CH Beck, S. 104Google Scholar
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    Informationen für die Frau, 1990, S. 2, zitiert nach Rerrich, Maria S. (1991): Familie heute: Kontinuität oder Veränderung? In: Jurczyk, Karin & Rerrich, Maria S. (1993): Die Arbeit des Alltags. Freiburg im Breisgau: Lambertus, S. 112–132Google Scholar
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    Mitte der 90er Jahre sind knapp 40% aller Frauen in Teilzeit beschäftigt. Geißler, Rainer (1996/2): a. a. O., S.281Google Scholar
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    Vgl. Findl, Peter (1985) & Goldberg, Christine (1990) zitiert nach Höllinger, Franz (1991): Frauenerwerbstätigkeit und Wandel der Geschlechtsrollen im internationalen Vergleich. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 43, 4, S. 753–771Google Scholar
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    Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) (1992): Unterbrochene Erwerbsverläufe von Frauen mit Kindern. Wochenbericht 19/1992, Berlin, 05, 1992Google Scholar
  102. 116.
    Friederike Maier (1993) formuliert: „Im Gegensatz zu den fünfziger und sechziger Jahren hat die Orientierung auf ein Hausfrauendasein an Bedeutung verloren, mehr Frauen als früher versuchen heute, Beruf und Familie im zeitlichen Nacheinander bzw. im zeitlichen Nebeneinander zu verbinden. Viele wechseln kurzfristig zwischen Erwerbstätigkeit und Nicht-Erwerbstätigkeit, und viele zwischen Vollzeit, Teilzeit und geringfügiger Arbeitszeit, zwischen Arbeitsplätzen mit ungünstigeren Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und solchen mit günstigeren Bedingungen. Ein entscheidender Unterschied zu den sechziger Jahren dürfte darin liegen, daß die Lebensorientierung junger Frauen heute nicht mehr durch die Frage ‚entweder Berufstätigkeit oder Familienarbeit‘ geprägt ist, sondern durch einen doppelten Lebensentwurf, der die herkömmliche Einseitigkeit der strikten Trennung von Erwerbs- und Familienarbeit in Frage stellt. Es ist typisch für weibliche Erwerbsverläufe, daß sie instabil und diskontinuierlich sind, daß sie gekennzeichnet sind durch einen Wechsel zwischen den Sphären Familie und außerhäusliche Tätigkeit, daß Frauen nur partiell in den Arbeitsmarkt integriert sind.“ Maier, Friederike (1993): a. a. O., S. 260Google Scholar
  103. 117.
    Schneider, Norbert F. weist 1994 darauf hin, dass nur 5% der Frauen nach Ablauf des Erziehungsurlaubs die Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung wünschen. Schneider, Norbert F. (1994): a.a. O., S. 275Google Scholar
  104. 118.
    Vgl. Scarr, Sandra (1988/2): Wenn Mütter arbeiten. Wie Kinder und Beruf sich verbinden lassen. München: BeckGoogle Scholar
  105. 119.
    Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 6Google Scholar
  106. 120.
    Ebenda, S. 6Google Scholar
  107. 121.
    Vgl. Nave-Herz, Rosemarie (1984): Familiale Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland seit 1950. In: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, S. 53Google Scholar
  108. 122.
    Ebenda, S. 46Google Scholar
  109. 123.
    Ebenda, S. 46Google Scholar
  110. 124.
    Die Familiensoziologin Rosemarie Nave-Herz differenziert die Entwicklung in den bundesrepublikanischen Familien in drei Phasen: 1. Die Zeit kurz nach dem Krieg bis Anfang der 50er Jahre, in der die Kriegs- und Nachkriegsfolgen die familiäre Situation dominieren. 2. Die Zeit Anfang der 50er bis Mitte der 60er Jahre, die sie als „besonders familienbetonte Phase“ bezeichnet, und 3. eine Mitte der 60er Jahre beginnende „Tendenzwende“, die sich in höheren Scheidungsziffern, geringeren Eheschließungen und weniger Mehrkindfamilien bemerkbar macht. Ebenda, S. 46Google Scholar
  111. 125.
    Helmut Schelsky (1953) stellt in seiner umfassenden Strukturanalyse der deutschen Nachkriegsfamilie fest, dass auf die starke Bedrohung der familialen Stabilität durch Krieg und Kriegsfolgen wie Vertreibung, Abwesenheit der Männer durch Gefangenschaft, Existenz- und Statusverlust etc. mit einem verstärkten familiären Zusammenhalt reagiert wurde. Die häufig getätigte Aussage: „nur noch für die Familie leben“ spiegelt die Bewusstseinslage derjenigen, die „in einer Welt des Verlustes der Familie den Wert des einzigen und aus eigener Kraft geretteten und gewonnenen Gutes“ beimessen (Schelsky 1960/4, 96). Emotionale Aspekte des Familienlebens — so Schelsky — treten aufgrund der existentiellen materiellen Notlagen in den Hintergrund. Die Solidaritätsfunktion (Leistung- und Verzichtsbereitschaft) der einzelnen Familienmitglieder tritt in den Vordergrund; verglichen mit der Vorkriegszeit kommt es zu einer „Entinnerlichung der Familie“ (Schelsky 1960/4, S. 225 ff). Schelsky, Helmut (1969/4): Wandlungen der Deutschen Familie in der Gegenwart. (1. Auflage 1953) Stuttgart: F. EnkeGoogle Scholar
  112. 126.
    Kaufmann, Franz-Xaver (1988): Familie und Modernität. In: Lüscher, Kurt; Schultheiß, Franz; Wehrspann, Michael (Hg.) (1988): Die ‚postmoderne Familie‘. Konstanz: UVK, Uni-Verlag, S. 402Google Scholar
  113. 127.
    Meyer, Thomas (1996/2): Familienformen im Wandel. In: Geißler, Rainer (1996/2): Die Sozialstruktur Deutschlands. Zur gesellschaftlichen Entwicklung mit einer Zwischenbilanz zur Vereinigung. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 311Google Scholar
  114. 128.
    Tyrell 1979, zitiert nach Meyer, Thomas (1996): ebenda, S. 311.Google Scholar
  115. 129.
    Pross, Helge (1971): Die Ehe ist stabiler als ihr Ruf In: Evangelische Kommentare, S. 502Google Scholar
  116. 130.
    Kaufmann (1975), zitiert nach Geißler, Rainer (1996): a. a. O., S. 311Google Scholar
  117. 131.
    Nave-Herz, Rosemarie (1984): a. a. O., S. 46Google Scholar
  118. 132.
    Ebenda, S. 46Google Scholar
  119. 133.
    Ebenda, S. 55Google Scholar
  120. 134.
    Z. B. ergibt sich bei einer im Jahre 1954 durchgeführten repräsentativen Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie (noch) keine Mehrheit für die Meinung, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte und Pflichten in der Ehe haben sollten, und beide Geschlechter vertreten einhellig die Meinung, dass es nicht zur Aufgabe des Mannes gehöre, sich im Haushalt an der Hausarbeit zu beteiligen. Schildt, Axel (1997): a. a. O., S. 6Google Scholar
  121. 135.
    Die Geburtenentwicklung lässt sich — statistisch vereinfacht ausgedrückt — in zwei Kennziffern darstellen. 1. Mit der absoluten Geburtenzahl; die die Anzahl der Lebendgeborenen (per Anno) in einer Region/einem Land wiedergibt. 2. Mit der sog. Fruchtbarkeitsrate; diese Kennziffer drückt aus, wie viele Kinder von einer Frau im statistischen Durchschnitt geboren werden. Die Geburtenziffer der Bundesrepublik Deutschland steigt von 2,09 im Jahr 1950 auf 2,5 im Jahr 1965 und sinkt anschließend auf 1,45 im Jahr 1975 und 1,2 im Jahr 1985 ab. Geißler, Rainer & Meyer, Thomas (1996/2): Struktur und Entwicklung der Bevölkerung. In: Geißler, Rainer (1996/2): a. a. O., S. 336Google Scholar
  122. 136.
    Ebenda, S. 337Google Scholar
  123. 137.
    Vgl. z. B. Dahrendorf, Rolf (1965): Bildung ist Bürgerrecht. Osnabrück: NannenGoogle Scholar
  124. 138a.
    Von Anfang der 50er bis Mitte der 80er verdreifacht sich die Zahl der Mädchen knapp, die eine höhere Schule (Gymnasium, Gesamtschule, Realschule) besuchen. Schließen 1952 ca. 81% der Mädchen und 78% der Jungen ihren Schulbesuch mit einem Volksschulabschluss ab, sind es 1981 nur noch 35% der Mädchen und 42% der Jungen. Meyer, Sybille & Schulze, Eva (1993): Frauen in der Modernisierungsfalle — Wandel von Ehe, Familie und Partnerschaft in der Bundesrepublik Deutschland. In: Helwig, Gisela & Nickel, Hildegard Maria (Hg.) (1993): Frauen in Deutschland 1945–1992. Bundeszentrale für politische Bildung. Bonn, S. 167Google Scholar
  125. 138b.
  126. 139.
    Vgl. Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 206Google Scholar
  127. 140a.
    Jeschek, Wolfgang (1988): Bildungsbeteiligung stieg weiter. Tendenz zur Stabilisierung auf hohem Niveau? In: DIW-Wochenbericht, 55; 45, S. 609–614;Google Scholar
  128. 140b.
    Jeschek, Wolfgang (1989): Schulische Bildung und berufliche Qualifikation von Frauen und Männern. In: DIW-Wochenbericht, 56, 9/10, S. 106–112Google Scholar
  129. 141.
    Zu den theoretischen Erklärungsversuchen der Privatheitsdynamik schreibt Thomas Meyer (1996): „Der (...) Strukturwandel der Familie ist als Resultat komplexer gesellschaftlicher Veränderungsprozesse zu begreifen und läßt sich kaum einer schlüssigen theoretischen Erklärung zuführen, auch wenn unumstritten zu sein scheint, daß die Loslösung von religiösen Normen (Säkularisierung), die veränderte Rolle der Frau, die Bildungsexpansion, die gestiegenen gesellschaftlichen Mobilitätserwartungen und die verstärkt individualistischen Werthaltungen als zentrale Ursachenkomplexe anzusehen sind. Die größte Aufmerksamkeit zur theoretischen Erklärung des Wandels der privaten Lebensformen kommt der Individualisierungstheorie zu. Im Zusammenhang mit den einschneidenden gesellschaftlichen Modernisierungsschüben der letzten Jahrzehnte (...) repräsentiert nach dieser Sicht die Privatheitsentwicklung eine Optionserweiterung, d. h. eine Ausdehnung der Spielräume privat-familialen Wahlhandelns.“ Meyer, Thomas (1996/2): a. a. O., S. 328 und 329Google Scholar
  130. 142.
    Nave-Herz, Rosemarie (1984a): Familiäre Veränderungen seit 1950. Eine empirische Studie. Projektabschlußbericht Teil 1, Oldenburg, S. 125 f.Google Scholar
  131. 143.
    Nave-Herz, Rosemarie (1994): Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und die Folgen für die Erziehung. Darmstadt: Primus-Verlag, S. 84 ff.Google Scholar
  132. 144.
    Klein, Thomas (1989): Divergierende Familiengrößen und „Neue Kinderlosigkeit“. In: Zeitschrift für Familienforschung 1, S. 11Google Scholar
  133. 145a.
    Dorbritz, Jürgen (1993/94): Bericht 1994 über die demographische Lage in Deutschland. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft. 19, S. 422.Google Scholar
  134. 145b.
    Schwarz, Karl (1988): Familienpolitik und demographische Entwicklung in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Materialien zur Bevölkerungswissenschaft. 59, zitiert nach Meyer, Sybille & Schulze, Eva (1993): a. a. O., S. 171 und 186Google Scholar
  135. 146.
    Meyer, Sybille & Schulze, Eva (1993): a. a. O., S. 170Google Scholar
  136. 147.
    Mayer, Karl Ulrich (1991): Soziale Ungleichheiten und die Differenzierung von Lebensläufen. In: Zapf, Wolfgang (Hg.): Die Modernisierung moderner Gesellschaften. Verhandlungen des 35. Deutschen Soziologentages in Frankfurt 1990. Frankfurt a. M.: Campus, S. 679Google Scholar
  137. 148.
    Meyer, Sybille & Schulze, Eva (1993): a. a. O., S. 172Google Scholar
  138. 149.
    Dorbritz, Jürgen & Gärtner, Karla (1995): Bericht 1995 über die demographische Lage in Deutschland. In: Zeitschrift tür Bevölkerungswissenschaft. 20, S. 345Google Scholar
  139. 150.
    Bertram, Hans (1991): Soziale Ungleichheit, soziale Räume und sozialer Wandel. In: Zapf, Wolfgang (Hg.): a. a. O., S. 647Google Scholar
  140. 151.
    Allmendinger, Jutta & Huinink, Johannes (1991): Familienentwicklung in der Bundesrepublik. In: Mayer, Karl Ulrich (Hg.)(1991): Vom Regen in die Traufe. Frauen zwischen Beruf und Familie, Frankfurt a. M. et al.: CampusGoogle Scholar
  141. 152.
    Meyer, Thomas (1996/2): a. a. O., S. 314Google Scholar
  142. 153.
    Dorbritz, Jürgen & Gärtner, Karla (1995): a. a. O., S. 355Google Scholar
  143. 154.
    Peuckert, Rüdiger (1996/2): Familienformen im sozialen Wandel. Opladen: Leske + Budrich, S. 144Google Scholar
  144. 155.
    Meyer, Thomas (1996/2): a. a. O., S. 314Google Scholar
  145. 156.
    Ebenda, S 313Google Scholar
  146. 157.
    Schattner, Heinz & Schumann, Marianne, (1988): Meine Kinder — deine Kinder — unsere Kinder — Stieffamilien. In: Deutsches Jugendinstitut (Hg.): Wie geht’s der Familie? München, Kösel, S. 77–85Google Scholar
  147. 158.
    Meyer, Thomas (1996/2): a. a. O., S. 307Google Scholar
  148. 159.
    Meyer, Thomas, (1993): Der Monopolverlust der Familie. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 45, S. 23–40Google Scholar
  149. 160.
    Köcher, R. (1985): Einstellung zu Ehe und Familie im Wandel der Zeit, Stuttgart, S. 134. Zitiert nach Meyer, Thomas (1996/2): a. a. O., S. 320Google Scholar
  150. 161.
    Vgl. Feldmann-Neubert, Christiane (1991): Frauenleitbild im Wandel. Zitiert nach Cornelissen, Waltraud (1991): Traditionelle Rollenmuster — Frauen und Männerbilder in den westdeutschen Medien. In: Helwig, Gisela & Nickel, Hildegard Maria (Hg.) (1993): Frauen in Deutschland 1945–1992. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, S. 53–69Google Scholar
  151. 162.
    Die langfristige Vorratshaltung und Haltbarmachung von Lebensmitteln in den privaten Haushalten erfährt in den vergangenen Jahrzehnten einen deutlich rückläufigen Trend [vgl. hierzu auch den Überblicksartikel zu den haushaltswissenschaftlichen Arbeiten zum Thema: „Vorratshaltung“ in Privathaushalten von Rosemarie Zacharias und Antal Bognár (1996): Die Vorratshaltung im privaten Haushalt. In: Oltersdorf, Ulrich & Preuß, Thomas (Hg.)(1996): Haushalte an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend. Aspekte haushaltswissenschaftlicher Forschung — gestern, heute, morgen. Frankfurt et al.: Campus, S. 280–313]. Die Bevorratung von Lebensmitteln, d. h. die Konservierung von Obst, Gemüse und Fleischprodukten, sowie die Lagerung von Lebensmitteln ist in den 50er Jahren selbstverständliche Alltagspraxis in den bundesdeutschen Haushalten. Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung kellern 1957 durchschnittlich 77% aller städtischen Haushalte Kartoffeln ein, 65% legen einen Jahresvorrat an Obstkonserven an und 49% bevorraten Marmelade. Dabei werden über 80% der Vorrate selbst eingekocht. Es gibt eine deutliche Differenz zwischen städtischen und ländlichen Haushalten; der Anteil der ländlichen Haushalte, die Obst und Gemüse selbst konservieren, liegt durchschnittlich noch einmal ca. 20% höher. Ab den 70er Jahren wird Vorratshaltung durch die Einführung von Gefriergeräten zwar modifiziert und damit erleichtert, sie nimmt aber bis in die 90er Jahre kontinuierlich ab. Ursache hierfür ist das veränderte Angebot an Lebensmitteln im Handel in den vergangenen Jahrzehnten. Das ganze Jahr über sind frisches Obst und Gemüse preisgünstig einzukaufen. Eine langfristige Vorratshaltung wird damit überflüssig. Zacharias, Rosemarie & Bognár, Antal (1996): ebenda, S. 283 ff.Google Scholar
  152. 163.
    Ein Text in der Illustrierten „Quick“ aus dem Jahr 1963 verdeutlicht die hohen Sauberkeitsnormen der 50er und 60er Jahre: „Es klingelt an Ihrer Wohnungstür. Sie machen auf. Ihre Nachbarin kommt herein, bittet Sie um eine kleine Gefälligkeit und schaut sich dabei in Ihrer Wohnung um. Wohin blickt sie zuerst: Auf den Fußboden. Weil sie sehen will, ob er glänzt. Ob er gut gepflegt ist. Das ist bei allen Frauen eine Gewohnheit. Denn der Fußboden gilt nach wie vor als Visitenkarte der Hausfrau! Wenn Sie Ihren Boden mit Glänzer pflegen, kann die Nachbarin sich ruhig umschauen.“ Zitiert nach Kramer, Gisela (1996): Schmutz — endlos gegen das Böse ankämpfen. Frankfurter Rundschau, 4. Mai 1966, Nr. 104, S. ZB5Google Scholar
  153. 164a.
    Meyer, Sibylle & Schulze, Eva (1994): Alles automatisch. Technikfolgen für Familien. Längsschnittanalysen und zukünftige Entwicklung. Berlin: Ed. Sigma, S. 41Google Scholar
  154. 164b.
    Statistik der laufenden Wirtschaftsrechnung des Statistischen Bundesamtes, zitiert nach Meyer, Sybille & Schulze, Eva (1994): ebenda, S. 41Google Scholar
  155. 165.
    Rerrich, Maria S. (1988): a. a. O., S. 91Google Scholar
  156. 166.
    Vgl. z. B. Si Iberzahn-Jandt, Gudrun (1991): Waschmaschine. Zum Wandel von Frauenarbeit im Haushalt. Marburg: JonasGoogle Scholar
  157. 167a.
    Bartsch, Ellen (1954): Der Arbeitsaufwand im städtischen Haushalt. In: Hauswirtschaft und Wissenschaft, 2, 1954, Heft 1, S. 18–23Google Scholar
  158. 167b.
    sowie Schweitzer, Rosemarie von & Pross, Helge (1976): Die Familienhaushalte im wirtschaftlichen und sozialen Wandel. Rationalverhalten, Technisierung, Funktionswandel der Privathaushalte und das Freizeitbudget der Frau. Schriften der Kommission für wirtschaftlichen und sozialen Wandel Nr. 98, Göttingen: Schwartz, S. 420Google Scholar
  159. 168.
    Silberzahn-Jandt, Gudrun (1991): a. a. O., S. 65Google Scholar
  160. 169.
    Vgl. z. B.: Beck-Gernsheim, Elisabeth (1980): Das halbierte Leben. Männerwelt Beruf — Frauenwelt Familie. Frankfurt a. M.: FischerGoogle Scholar
  161. 170.
    Die innerfamiliäre Arbeitsteilung hat in den letzen 30 Jahren in der Wissenschaft so viel Aufmerksamkeit erhalten, dass mit Elisabeth Beck-Gernsheim und Rosemaie Nave-Herz festgestellt werden muss: „Es gibt in der neueren Familienforschung kaum einen Bereich, der so oft untersucht wurde, zu dem so viele detaillierte empirische Daten vorliegen, wie zur häuslichen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern.“ Aber „alle Erhebungen zeigen das gleiche Ergebnis trotz der Unterschiede im Untersuchungsziel, in der Wahl des theoretischen Ansatzes, in der Erhebungsmethode und im Sample: Die unterschiedliche Belastung der Ehepartner mit hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ist geblieben. In der Realität sind weiterhin fast ausschließlich die Frauen für die Haushaltsführung und damit für die Haushaltstätigkeiten zuständig, gleichgültig, ob sie erwerbstätig sind oder nicht. Zeitvergleichende Studien zeigen nur geringfügige Veränderungen.“ Nave-Herz, Rosemarie (2002/2): a. a. O., S: 51Google Scholar
  162. 171.
    Bartsch, Ellen (1954): a. a. O.Google Scholar
  163. 172.
    Bartsch subsumiert unter Hausarbeit folgende Arbeiten: Öfen heizen, Mahlzeiten zubereiten, Backen, Abwaschen, Wohnung reinigen, Hausputz, Waschen, Plätten, Einkaufen, Nähen (Ausbessern und Neuherstellung), sonstige Arbeiten. Bartsch, Ellen, ebendaGoogle Scholar
  164. 173.
    Zum Eltern-Kind-Verhältnis zur Zeit der Gründung der BRD vgl. auch die folgenden familiensoziologischen Studien aus den 50er Jahren: Wurzbacher, Gerhard (1958/3): Leitbilder gegenwärtigen deutschen Familienlebens. Stuttgart: F. Enke (1. Auflage 1952) Die Arbeit legt dasselbe Datenmaterial zu Grunde wie Schelskys Untersuchung „Wandlungen der deutschen Familie.“ A. a. O. Wurzbacher, Gerhard (1961/2): Das Dorf im Spannungsfeld industrieller Entwicklung. Stuttgart: F. Enke (1. Auflage 1954). Baumert, Gerhard unter Mitwirkung von Edith Hunninger (1954): Deutsche Familie nach dem Kriege. Darmstadt: RoetherGoogle Scholar
  165. 174.
    Wurzbacher, Gerhard (1961/2): a. a. O., S. 84Google Scholar
  166. 175.
    Vgl. z. B. Zinnecker, Jürgen (1985): Kindheit. Erziehung. Familie. In: Jugendwerk der Deutschen Shell. Band 3, Jugend der fünfziger Jahre — heute. Leverkusen: Leske + Budrich, S. 97–292Google Scholar
  167. 176.
    Nave-Herz, Rosemarie (2002/2): Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung. Darmstadt: Primus, S. 75Google Scholar
  168. 177.
    Schütze, Yvonne & Geulen, Dieter (1983): Die Nachkriegskinder und die Konsumkinder: Kindheitsverläufe zweier Generationen. In: Preuss-Lausitz, Ulf u. a. (1983): Kriegskinder, Konsumkinder, Krisenkinder. Zur Sozialisationsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg. Weinheim et al.: Beltz, S. 33Google Scholar
  169. 178.
    Ebenda, S. 34Google Scholar
  170. 179.
    Ebenda, S. 36Google Scholar
  171. 180.
    Beispielhaft sei hier der Kinderarzt und -analytiker Bowbly zitiert: „Es ist für die seelische Gesundheit des Kindes überaus wichtig, in den ersten Lebensjahren eine warme intensive und beständige Beziehung zu seiner Mutter zu erleben (oder auch zu einer Mutter-Ersatzfigur), in der beide Partner Befriedigung und Genuß finden (...). Ebenso wie der Säugling das Gefühl braucht, zu seiner Mutter zu gehören, braucht die Mutter das Gefühl, zu ihrem Kind zu gehören. Und nur wenn sie die aus diesem Gefühl entstehenden Befriedigung erlebt, ist es für sie leicht, sich ihrem Kind ganz zu widmen. Eine solche ständige Bereitschaft, Tag und Nacht, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr, ist einer Frau nur dann möglich, wenn sie dadurch eine tiefe Befriedigung gewinnt.“ Bowly, 1953, deutsche Ausgabe 1972, S. 69 f., zitiert nach Schütze, Yvonne (1991): Das Deutungsmuster „Mutterliebe“ im historischen Wandel. In: Meuser, Michael & Sackmann, Reinhold (1991): Analyse sozialer Deutungsmuster. Beiträge zur empirischen Wissenssoziologie. Pfaffenweiler: Centaurus, S.44Google Scholar
  172. 181.
    Kontos, Silvia & Walser, Karin (1979): ...weil nur zählt, was Geld einbringt. Gelnhausen: Burckhardthaus-Laetare Verlag, S. 124Google Scholar
  173. 182a.
    Ein Indiz für die Verunsicherung und das sprunghaft angestiegene Verlangen nach pädagogischem und psychologischem Wissen ist die Verbreitung der Elternratgeberliteratur. 1976 notiert „Das Börsenblatt“ nur auf dem Buchsektor ca. 10000 Elternratgeber. Die jährliche Zuwachsrate beträgt etwa 2000 Titel. Wenzel R. „Elternratgeber“, S. 49. In: Bauer, K.W. & Hengst, H. (Hg.): Kritische Stichwörter zur Kinderkultur. München, 1978;Google Scholar
  174. 182b.
    zitiert nach Rerrich, Maria S. (1983): Veränderte Elternschaft. Entwicklungen in der familialen Arbeit mit Kindern seit 1950. In: Soziale Welt, 4, S. 433Google Scholar
  175. 183a.
    Klages, Helmut (1984): Wertorientierungen im Wandel — Rückblick, Gegenwartsanalyse, Prognosen. Frankfurt a. M.: Campus. Preuss-Lausitz, Ulf; Rülcker, Tobias; Zeiher, Helga (Hg.) (1990): Selbständigkeit für Kinder — die große Freiheit? Weinheim et al.: Beltz, S. 11.Google Scholar
  176. 183b.
    Hofer, Manfred (1992): Die Familie mit einem Kind. In: Hofer, Manfred; Klein-Allermann, Elke; Noack, Peter (Hg.)(1984): Familienbeziehungen — Eltern und Kinder in der Entwicklung, Göttingen: Hogrefe, S. 144Google Scholar
  177. 184.
    Nave-Herz (2002/2): a. a. O., S. 68Google Scholar
  178. 185a.
    Engfer, Anette; Schneewind, Klaus A.; Beckmann, Michael (1983): Eltern und Kinder. Stuttgart: F. Enke.Google Scholar
  179. 185b.
    Engfer, Anette (1991): Zeit für Kinder. Kinder in Familie und Gesellschaft. Weinheim: BeltzGoogle Scholar
  180. 186.
    Büchner, Peter; Fuhs, Burkhard; Krüger, Heinz-Hermann (Hg.)(1996): Vom Teddybär zum ersten Kuß. Opladen: Leske + Budrich, S. 226Google Scholar
  181. 187a.
    Schütze, Yvonne (1988): Zur Veränderung im Eltern-Kind-Verhältnis seit der Nachkriegszeit. In: Nave-Herz, Rosemarie (Hg.)(1988): Wandel und Kontinuität der Familie in der Bundesrepublik Deutschland, Stuttgart: F. Enke, S. 95–114Google Scholar
  182. 187a.
  183. 188.
    Teichert, Volker (1990): Familien und Gesellschaftsstrukturen. In: Teichert, Volker (Hg.)(1990): Junge Familien in der Bundesrepublik. Opladen: Leske + Budrich, S. 18Google Scholar
  184. 189a.
    So heißt es z. B. in der Kapitelüberschrift eines auflagenstarken populärwissenschaftlichen Werkes „Es begann in der Kinderstube — was Flugzeugentführer und Triebverbrecher, Mörder und Rocker miteinander gemeinsam haben.“ Mit „brillanter Eingleisigkeit“ werden „alle erdenklichen Misstände“ „auf Mutterentbehrung in der frühen Kindheit zurückverfolgt.“ Kapitelüberschrift von Lausch, E. (1974): Mutter — wo bist Du? HamburgGoogle Scholar
  185. 189b.
    zitiert nach Urdze, Andrejs & Rerrich, Maria S. (1981): Frauenalltag und Kinderwunsch. Motive von Müttern für oder gegen ein zweites Kind. Frankfurt a. M. et al.: Campus, S. 55Google Scholar
  186. 190.
    Das Fehlen von SpielgefährtInnen im eigenen Haushalt oder in der unmittelbaren Nachbarschaft führt dazu, dass eine stärkere Beschäftigung der Eltern mit den Kindern notwendig wird oder/und Eltern die Organisation der kindlichen Freizeit mit übernehmen müssen. Nave-Herz, Rosemarie (2002/2): a. a. O., S. 72Google Scholar
  187. 191.
    Vgl. Meyer, Sibylle & Schulze, Eva (1993): a. a. O., S. 180Google Scholar
  188. 192.
    Vgl. Urdze, Andrejs & Rerrich, Maria S. (1981): a. a. O., S. 56Google Scholar
  189. 193.
    Vgl. Rerrich, Maria, S. (1983): a. a. O., S. 429 ff.Google Scholar
  190. 194.
    Vgl. ebenda, S. 427 In den 50er und 60er Jahren ist es noch möglich, Kinder unbeaufsichtigt draußen auf Bolzplätzen, Straßen und Höfen spielen zu lassen. Seit den 70er und 80er Jahren führt die wachsende Gefährdung vor allem durch den Autoverkehr dazu, dass Kinder immer seltener draußen allein und unbeaufsichtigt spielen können, was zu deren stärkeren Verhäuslichung und damit zu einer verstärkten Betreuungsarbeit der Eltern/ der Mutter beiträgt.Google Scholar
  191. 195.
    Beispielhaft sei hier der Bericht einer Mutter zitiert: „Rückblickend stelle ich fest, daß weit mehr als die Hälfte meines gesamten ‚erzieherischen‘ Einsatzes dem Ziele diente, die negativen Auswirkungen unserer miserablen Wohnsituation zu mildern. Pausenlos war ich damit beschäftigt, mir etwas Interessantes einfallen zu lassen, damit die Kinder, die sich draußen nicht ausgetobt hatten, in der hellhörigen Wohnung nicht zu laut wurden. Statt an meinem Schreibtisch zu arbeiten, während die Kinder draußen im Matsch Staudämme konstruierten, saß ich auf irgendeiner Bank in irgendeinem per Auto erreichten Freizeitgelände und blätterte eine Illustrierte durch. Statt mich selbst über Mittag hinzulegen, setzte ich mich mit den Kindern an ein Puzzle, damit sie auch ja nicht herumliefen während der Mittagsruhe. Dessai, E. (1975): Kinderfreundliche Erziehung in der Stadtwohnung, Frankfurt, S. 63, zitiert nach Rerrich, Maria S. (1983): a. a. O., S. 429Google Scholar
  192. 196.
    Seit Mitte der 70er Jahre ist die Bildungsaspiration bei allen Eltern angestiegen, unabhängig von der sozialen Schicht. Sie akzeptieren eine Verantwortung der Familie für den Schulerfolg und unterstützen bei den Hausaufgaben. Eine Arbeit, die fast ausschließlich von den Müttern übernommen wird, unabhängig davon, ob sie berufstätig sind oder als Hausfrau arbeiten. Oswald et al. (1988) berichten, dass noch 53% aller 15-jährigen Schulkinder von ihren Müttern bei den Hausaufgaben unterstützt werden, wobei das Hauslehrerinnen-Engagement der Mütter für Mutter und Kind häufig mit erheblichen psychischen Belastungen verbunden ist und die Eltern-Kind-Beziehung emotional belastet. Vgl. Nave-Herz, Rosemarie (2002/2): a. a. O., S. 78Google Scholar
  193. 197.
    Vgl. auch Nave-Herz, Rosemarie (2002/2): a. a. O., S. 81f.Google Scholar
  194. 198.
    Lediglich 1,3% aller Väter nehmen Anfang der 90er Jahre Erziehungsurlaub in Anspruch, und 0,2% aller Elternpaare wechseln sich ab. Dabei sind Väter während dieser Erziehungszeit eher in Teilzeit beschäftigt als Mütter (8,3% vs. 2,5%). Richter, Gudrun & Stackelbeck, Martina (1992): Beruf und Familie: Arbeitszeitpolitik für Eltern kleiner Kinder. Köln: Bund, S. 35Google Scholar
  195. 199.
    Mütter erhalten bei der Kinderbetreuung vor allem regelmäßige Entlastung durch ihre eigene Mutter. 23% der 45–60 jährigen Frauen betreuen nach einer Repräsentativbefragung aus dem Jahr 1980 regelmäßig ihre Enkelkinder. Besonders ausgeprägt ist die Unterstützung der Großeltern bei erwerbstätigen Müttern, die mütterliche Erwerbstätigkeit wird häufig erst durch die Betreuung der Großeltern ermöglicht. Bundesministerium für Jugend, Frauen, Familie und Gesundheit (Hg.)(1986): Vierter Familienbericht: Die Situation der älteren Menschen in der Familie, Bonn, S. 84Google Scholar
  196. 200.
    Z. B. sind 1978 in Bayern erst bei 33% aller nichtoperativen Entbindungen die Väter anwesend, 1982, nur vier Jahre später, sind es bereits 67%. Rerrich spricht in diesem Zusammenhang von der „Etablierung einer neuen allgemeinen Norm“. Rerrich, Maria S. (1988): Balanceakt Familie. Zwischen alten Leitbildern und neuen Lebensformen. Freiburg i. Breisgau: Lambertus, S. 158Google Scholar
  197. 201.
    Ebenda, S. 160Google Scholar
  198. 202.
    Ebenda, S. 163Google Scholar
  199. 203.
    Ebenda, S. 170Google Scholar

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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