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Ergebnisse und Diskussion

  • Michael Kolkmann
Part of the Forschung Politik book series (FPOLIT)

Zusammenfassung

Die PNTR-Debatte im amerikanischen Kongress im Jahr 2000 liefert ein anschauliches Fallbeispiel für den Politikprozess im politischen System der Vereinigten Staaten. Bei dem der PNTR-Entscheidung zugrunde liegenden Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und China lagen nahezu alle Vorteile auf der amerikanischen Seite: die Volksrepublik gewährte ausländischen Unternehmen durch umfassende Zollsenkungen und die Aufhebung substanzieller, nicht-tarifärer Handelsschranken einen weitreichenden Marktzugang. Im Gegenzug sagte die amerikanische Seite der chinesischen Seite Unterstützung auf dem Weg zu einem WTO-Beitritt sowie die dauerhafte Normalisierung der bilateralen Handelsbeziehungen zu. Aufgrund dieser einseitigen Vorteile hätte die PNTR-Vorlage in beiden Kammern des amerikanischen Kongresses mit großen Mehrheiten verabschiedet werden müssen.

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Literatur

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    in der New York Times beläuft sich die Schätzung auf 20 Abgeordnete: Eric Schmitt/Joseph Kahn: „House, By Wide Margin, Grants Normal Trade Rights to China“, in: The New York Times, 25. Mai 2000; der Leiter des War Rooms, Wirtschaftsminister Daley, benennt Levin als den Hauptverantwortlichen für den Erfolg der PNTR-Vorlage: „He’s been unbelievable, that guy. He said at the beginning you can’t just muscle this through as a straight trade vote. If it wasn’t for him, we wouldn’t be in this“, zitiert nach James Cox: „China trade progress makes Daley’s day“, in: USA Today, 19. Mai 2000.Google Scholar
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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Michael Kolkmann

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