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Der mangelnde Akteurbezug systemtheoretischer Erklärungen gesellschaftlicher Differenzierung

  • Uwe Schimank

Zusammenfassung

Dieses Kapitel — ursprünglich erschienen in: Zeitschrift für Soziologie 14/1985, 421–434 — widmet sich der umgekehrten Fragerichtung wie das vorhergehende Kapitel. Gesellschaftliche Differenzierungsstrukturen werden als Erklärungsgegenstand in den Blick genommen: Wie gehen sie aus dem handelnden Zusammenwirken von Akteuren hervor? Die hier gegebene Antwort greift begrifflich zunächst noch stark auf den systemtheoretischen Duktus zurück, ist aber akteurtheoretisch gedacht.

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Literatur

  1. 96.
    Neben den hier thematisierten Analysen gesellschaftlicher Differenzierung, die mit dem Instrumentarium der soziologischen Systemtheorie arbeiten, gibt es historisch-soziologische Arbeiten, die sich gerade auf die genetischen Ursachen von Differenzierungsvorgängen konzentrieren — z. B. Norbert Elias’ (1939) Untersuchung der Ausdifferenzierung eines Zentralstaates, Joseph Ben-Davids (1971) historische Studien zur Ausdifferenzierung von Wissenschaft oder Reinhard Bendix (1978) Analyse der Ausdifferenzierung einer demokratischen Politik. Auch Max Webers universalgeschichtliche Forschungen verfolgen vergleichbare Fragestellungen (Schluchter 1978). Aus dieser Art von Forschungen ist jedoch bislang keine hinreichend explizierte verallgemeinerte theoretische Erklärungsstrategie hervorgegangen, so dass es sich dabei strenggenommen nicht um hier zum Gegenstand gemachte Ansätze von Gesellschaftstheorie, sondern um Teilsystemanalysen — auf zweifellos hohem Niveau — handelt. Ob sich daraus ein ähnlich wie das systemtheoretische Modell generalisiertes Erklächst den Vertretern dieser Forschungsrichtung überlassen werdern.Google Scholar
  2. 98.
    Siehe weiterhin auch Mouzelis (1974). System- und Sozial integration werden an dieser Stelle, abweichend vom sonst in diesem Band gewählten Sprachgebrauch, als Analyseperspektiven und nicht als Bezugsprobleme verstanden.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Uwe Schimank

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