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Zusammenfassung

Dieses Kapitel — zusammengefügt aus Teilen von Beiträgen in: Heinrich W. Ahlemeyer/Roswita Königswieser (Hrsg.), Komplexität managen. Frankfurt/Wiesbaden, 1998: Frankfurter Allgemeine Zeitung/Gabler, 285–294, und in: Hans-Joachim Giegel/Uwe Schimank (Hrsg.), Beobachter der Moderne — Beiträge zu Niklas Luhmanns „Die Gesellschaft der Gesellschaft“. Frankfurt/M., 2003: Suhrkamp, 261–298 — versteht die Moderne, anknüpfend an Niklas Luhmanns differenzierungstheoretische Perspektive, als Polykontex-turalität ausdifferenzierter Teilsysteme. Die ideengeschichtliche Herkunft dieser Vorstellung wird ebenso skizziert wie die Provokation, die sie nach wie vor darstellt.

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Literatur

  1. 39.
    Luhmann adaptiert hier einen von Gotthard Günther (1971) geprägten Begriff, dem er jedoch eine andere Bedeutung gibt.Google Scholar
  2. 40.
    Richard Münchs (1980) Reformulierung der differenzierungstheoretischen Perspektive von Parsons gibt hingegen diesen Akzent wieder auf, wenn die „Interpenetration“der Teile ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt wird.Google Scholar
  3. 41.
    Zu Dilthey siehe auch Hahn (1999), zu Troeltsch noch Tyrell (1999). Philosophische Inspirationen kamen insbesondere aus der deutschen Frühromantik und von Friedrich Nietzsche. Anknüpfend an Weber und in kritischer Auseinandersetzung mit Luhmann siehe ferner Thomas Schwinns (2001) profunde Studie mit dem bereits im Titel verkündeten Programm, „Differenzierung ohne Gesellschaft“zu denken.Google Scholar
  4. 42.
    So eine typische Formulierung Diltheys, zitiert bei Tyrell (1998: 139, Fußnote 37).Google Scholar
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    Johannes Berger (1987) hat dies schon früh — und kritisch — als „phänomenologische“Wende von Luhmanns Denken charakterisiert.Google Scholar
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    Siehe hierzu im Rahmen einer Betrachtung der anthropologischen Prämissen von Luhmanns Theorie Kapitel 4 sowie Schimank (2003). Mit Alain Touraine (1992) müsste man davon sprechen, dass in Luhmanns Gesellschaft keine „actors“, sondern lediglich „agents“auftreten.Google Scholar
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    Siehe auch Giddens (1990: 28–52) zur Entkopplung von Raum und Zeit und zur Entbettung von Interaktionen in der Moderne.Google Scholar
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    Thomas Schwinn (2001) hält dem systemtheoretischen Denken diese Verdinglichung von Teilsystemen als „selbstaktiven“Einheiten kritisch vor und beharrt auf einer handlungstheoretischen Fundierung. Einerseits stimme ich ihm darin völlig zu; andererseits verkennt er, wie treffsicher im Sinne eines einfühlsamen „Verstehens“(!) der Sichtweise der Gesellschaftsmitglieder die „reifizierende“systemtheoretische Beobachtung bestimmte wichtige Aspekte des gesellschaftlichen Geschehens abbildet.Google Scholar
  9. 48.
    Siehe dazu, mit Bezug auf soziologische Gegenwartsdiagnosen der letzten zwanzig Jahre, Kapitel 14 sowie, speziell auf Luhmann bezogen, Schimank (2000b). Der sozialintegrative Gesichtspunkt darf im Übrigen nicht mit der Frage nach den Folgen gesellschaftlicher Polykontexturalität für die Individuen verwechselt werden. Sozialin-tegrativ geht es darum, welche Folgen diese Folgen wiederum für die Gesellschaft haben.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Uwe Schimank

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