Advertisement

Oppositionszeiten als Motor der Parteireform? Die CDU nach 1969 und 1998 im Vergleich

Chapter

Zusammenfassung

Oppositionszeiten gelten als Phasen der Parteireform. Das zeigte sich schon frühzeitig bei den unterschiedlichsten Parteien. So legte die CSU während ihres kurzzeitigen Regierungsverlustes zwischen 1954 und 1957 den Grundstein für eine Parteimodernisierung, von der sie noch lange zehren sollte (Mintzel 1975: 285–300). Ebenso nahmen die Sozialdemokraten die wiederholten Niederlagen in den fünfziger Jahren zum Anlass, ihre überkommene Parteiorganisation und -programmatik zu erneuern (Lösche/Walter 1992: 110–112, 146–148). Für die Liberalen sollte die Zeit der Großen Koalition einen ähnlichen Effekt haben. Und der CDU bescherte schließlich der Machtwechsel von 1969 eine Ära, in der sie ihre Parteistruktur grundlegend reformierte (Bösch 2002: 73–155).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bösch, Frank (2001a): Die Adenauer-CDU. Aufstieg, Gründung und Krise einer Erfolgspartei. Stuttgart/MünchenGoogle Scholar
  2. Bösch, Frank (2001b): Die Entstehung des CDU-Spendensystems und die Konsolidierung der deutschen Parteienlandschaft. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 49.8. 2001. 695–711Google Scholar
  3. Bösch, Frank (2002): Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU. Stuttgart/MünchenGoogle Scholar
  4. Bösch, Frank (2003): Angepasste Pragmatiker? Die Jugendorganisationen der Parteien. In: Dettling/von Bismarck (2003): 73–86Google Scholar
  5. Bürklin, Wilhelm P. u.a. (1997): Die Mitglieder der CDU. Interne Studie Nr. 148.1997 der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sankt AugustinGoogle Scholar
  6. Dettling, Daniel/von Bismarck, Max (Hrsg.) (2003): Marke D. Das Projekt der nächsten Generation. OpladenGoogle Scholar
  7. Dürr, Tobias/Soldt, Rüdiger (Hrsg.) (1998): Die CDU nach Kohl. FrankfurtGoogle Scholar
  8. Ebbighausen, Rolf u.a. (1996): Die Kosten der Parteiendemokratie. Studien und Materialien zu einer Bilanz staatlicher Parteifinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland. OpladenGoogle Scholar
  9. Grafe, Peter J. (1986): Schwarze Visionen. Die Modernisierung der CDU. Reinbek bei HamburgGoogle Scholar
  10. Haungs, Peter (1983): Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) und die Christlich-Soziale Union in Bayern. In: Veen (1983): 9–194Google Scholar
  11. Katz, Richard S./Mair, Peter (1995): Changing Models of Party Organization and Party Democracy. The Emergence of the Cartell Party. In: Party Politics 1. 1995. 5–28Google Scholar
  12. Kießling, Andreas (2001): Politische Kultur und Parteien in Deutschland. Sind die Parteien reformierbar? In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 10. 2001. 29–37Google Scholar
  13. Körte., Karl-Rudolf (1998): Deutschlandpolitik in Helmut Kohls Kanzlerschaft. Regierungsstil und Entscheidungen 1982–1989. StuttgartGoogle Scholar
  14. Landfried, Christine (1990): Parteifinanzen und politische Macht. Eine vergleichende Studie zur Bundesrepublik, Italien und den USA. Baden-BadenGoogle Scholar
  15. Lange, Hans-Jürgen (1994): Responsivität und Organisation. Eine Studie über die Modernisierung der CDU von 1973–1989. MarburgGoogle Scholar
  16. Lösche, Peter/Walter, Franz (1992): Die SPD. Klassenpartei, Volkspartei, Quotenpartei. Zur Entwicklung der Sozialdemokratie von Weimar bis zur deutschen Vereinigung. DarmstadtGoogle Scholar
  17. Mintzel, Alf (1975): Die CSU. Anatomie einer konservativen Partei 1945–1972. OpladenGoogle Scholar
  18. Schmid, Josef (1990): Die CDU. Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im Föderalismus. OpladenGoogle Scholar
  19. Schönbohm, Wulf (1985): Die CDU wird moderne Volkspartei. Selbstverständnis, Mitglieder, Organisation und Apparat 1950–1980. StuttgartGoogle Scholar
  20. Schroeder, Wolfgang (1998): Das katholische Milieu auf dem Rückzug. Der Arbeitnehmerflügel der CDU nach der Ära Kohl. In: Dürr/Soldt (1998): 175–191Google Scholar
  21. Veen, Hans-Joachim (Hrsg.) (1983): Christlich-demokratische und konservative Parteien in Westeuropa, Bd. 1. PaderbornGoogle Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations