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Der niederrheinische Kapitalismus in der Krise: Probleme der Strukturpolitik in Duisburg

  • Jörg Meyer-Stamer
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Zusammenfassung

Als 1989 die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) ihren ersten Projektaufruf veröffentlichte, reichte die Stadt Duisburg unter anderem den Vorschlag ein, auf dem Gelände eines ehemaligen Thyssen-Hüttenwerks im Stadtteil Hamborn ein IBA-Projekt durchzuführen. Die IBA organisierte einen Wettbewerb, aus dem ein Entwurf als Sieger hervorging. Ein Team von Land- schaftsplanern und Architekten schlug vor, wenig zu ändern - das Hüttenwerk sollte als Skulptur stehenbleiben und die umliegenden 200 Hektar in einen Landschaftspark verwandelt werden. Damals stieß dieser Vorschlag nicht auf ungeteilte Begeisterung, und es dauerte einige Zeit, bis sich die Duisburger mit ihrem neuen Schmuckstück anfreundeten. Dies war im Grunde nicht überra-schend: Zu jener Zeit war der Kampf gegen die Schließung des Krupp- Stahlwerks in Rheinhausen noch in frischer Erinnerung, das Trauma der Niederlage prägte das Denken, und man musste schon Außenstehender sein, um in einem Hüttenwerk etwas anderes zu sehen als eine Quelle von wahlweise Arbeit, Gewerbesteuer oder Umweltbelastung.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Jörg Meyer-Stamer

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