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Grundrisse der Mesopolitik in Nordrhein-Westfalen

  • Jörg Meyer-Stamer
  • Claudio Maggi
Chapter

Zusammenfassung

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist ein Land, in dem es viele Regionen gibt, deren Industrialisierungsgeschichte mehr als 150 Jahre zurückreicht. Nicht nur das Ruhrgebiet, in dem 1834 mit dem Durchstoßen der Mergelschicht die technologischen Voraussetzungen für den Tiefenabbau von Kohle gelegt und damit ein unerhört dynamischer industrieller Entwicklungsprozess in Gang gesetzt wurde, sondern auch Gegenden wie das Bergische Land und die Textilcluster im Rhein-land und in Westfalen gehören zu den ältesten Industrieregionen Deutschlands. Heute sind all diese Gegenden altindustrielle Regionen, die einem tiefgreifenden Strukturwandel unterworfen sind, der konkret Schrumpfung von Industrien, Schließung von Unternehmen und Betrieben und Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet. Während dieser Prozess in jenen Regionen, in denen die Privatwirtschaft eher mittelständisch strukturiert ist, vergleichsweise geräuschlos abgelaufen ist, war er dort, wo Großunternehmen mit starker politischer Artikulationsfähigkeit und hohem gewerkschaftlichen Organisationsgrad das Bild prägen, nicht zu ü- berhören. Dies gilt insbesondere für das Ruhrgebiet. In dem Maße, in dem der Kohleabbau in immer größere Tiefen vordringen musste, stiegen die Produktionskosten und sank die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Nur durch Kartelle, Subventionen und die Verpflichtung der Stahlunternehmen, Ruhrkohle zu verwenden, konnte seit den 50er Jahren ein rascher Zusammenbruch des Steinkohlenbergbaus in einen langsamen Schrumpfungsprozess verwandelt werden.1

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Jörg Meyer-Stamer
  • Claudio Maggi

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