Advertisement

Subjektives Wohlbefinden nach Trennung und Scheidung

  • Hans-Jürgen Andreß
  • Barbara Borgloh
  • Miriam Güllner
  • Katja Wilking

Zusammenfassung

Die Ergebnisse der vorherigen Kapitel haben gezeigt, dass die wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung für bestimmte Personengruppen gravierend sein können. Betrachtet man die finanziellen Verluste, die sich aufgrund einer Trennung ergeben, dann fragt man sich, warum sich Ehepaare überhaupt scheiden lassen. Dennoch steigt die Zahl der Scheidungen in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin an (Emmerling 2002: 1057). Erstaunlich ist vor allem, dass bei ca 60% aller Scheidungsfälle die Frau die Scheidung beantragt (Emmerling 2002: 1058), obwohl diese nach der Trennung eindeutig die höheren finanziellen Einbußen hinzunehmen hat.1 Aus Sicht der Frauen muss es demnach entscheidende Vorteile geben, die trotz der damit zusammenhängenden Kosten für eine Scheidung sprechen. Die Person, die die Scheidung einreicht, erhofft sich dadurch meistens eine Steigerung des subjektiven Wohlbefindens. Mit der Scheidung sollen sich emotionale Missstände auflösen und ein neues, glücklicheres Leben soll aufgebaut werden. Zu vermuten ist daher, dass sich das subjektive Wohlbefinden mit der Scheidung verbessert und dass der Entschluss zur Scheidung weitestgehend ungeachtet der antizipierten finanziellen Veränderungen gefällt wird.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Andreß
  • Barbara Borgloh
  • Miriam Güllner
  • Katja Wilking

There are no affiliations available

Personalised recommendations