Advertisement

Die „Erfindung“ der Differenz

  • Marion Müller
Chapter
  • 73 Downloads
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS)

Zusammenfassung

Im ersten Teil geht es um eine historische Analyse der veränderten Anschauungen über die Differenz zwischen den Geschlechtern und zwischen den Ethnien. Es soll gezeigt werden, wie sich Geschlecht und Ethnie bzw. „Rasse“ im Verlauf des 18. Jahrhunderts zu zentralen Teilungsdimensionen entwickelten und wie diese Differenzen mittels der in dieser Zeit neu entstehenden (Natur-)Wissenschaften konstruiert wurden, um schließlich die sozialen Folgen der Geschlechterhierarchie und der ethnischen Ordnung zu legitimieren. Dabei geht es also nicht nur um die unterschiedliche Einteilung und Kategorisierung der Menschen in Männer, Frauen, Schwarze und Weiße, sondern auch um die i.d.R. damit verknüpften sozialen Ungleichheiten. Der geographische Geltungsbereich dieser Entwicklung lässt sich nur schlecht genau abgrenzen. Ausgangspunkt dieser sozio-kulturellen Veränderungen waren Europa und Nordamerika, aber sie wurden durch den neuzeitlichen Kolonialismus auch in andere Länder der Welt importiert. Der Wandel der Deutungsstrukturen von Geschlecht und Ethnie im Zuge der Aufklärung zeigt dabei überraschend viele Parallelen und Überschneidungen, die wichtige Hinweise über mögliche Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Teilungsdimensionen geben könnten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Marion Müller

There are no affiliations available

Personalised recommendations