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Die Wirkungen des zweiten TV-Duells

  • Marcus Maurer
  • Carsten Reinemann

Zusammenfassung

Wer „Gewinner“ und „Verlierer“ eines TV-Duells ist, hat für Medien, Kandidaten und Parteien eine besondere Bedeutung. Denn die Beantwortung dieser Frage erleichtert die Interpretation des Ereignisses, dessen Verlauf höchst komplex und dessen Auswirkungen zunächst völlig offen sind. Mit der Entscheidung über den Sieger erhält das Ereignis eine klare Deutung, die dessen Folgewirkungen maßgeblich bestimmt. Meinungsforschungsinstitute fragen die Wähler dabei z.B. danach, wer im Duell insgesamt „besser abgeschnitten“ hat oder wer das Duell „für sich entscheiden konnte“. Obwohl man mit Recht argumentieren kann, dass der so ermittelte Ausgang die vielfältigen Facetten eines TV-Duells nur sehr oberflächlich wiedergibt und nur sehr wenig über die Qualität der Argumente oder die politischen Kompetenzen der Kandidaten aussagt, ist die Frage von Sieger und Verlierer aus kommunikations- und politikwissenschaftlicher Perspektive dennoch von hoher Relevanz. Denn in der Regel kann nur der Kandidat auch in Form von Wählerstimmen von einem Duell profitieren, der als Sieger aus ihm hervorgeht. Gerade die Wähler, die ein Duell nicht selbst gesehen haben, können sich anhand dieser einfachen, reduzierten Botschaft schnell ein Bild vom Ausgang des Duells machen (vgl. Kapitel 3).

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© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Marcus Maurer
  • Carsten Reinemann

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