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Zusammenfassung: Nutzung, Wahrnehmung und Wirkung der TV-Duelle im Bundestagswahlkampf 2002

  • Marcus Maurer
  • Carsten Reinemann

Zusammenfassung

Am 25. August und am 8. September 2002 wurden erstmals in einem deutschen Bundestagswahlkampf zwei Fernsehdebatten ausgetragen, an denen nur die beiden Kanzlerkandidaten von CDU/CSU (Edmund Stoiber) und SPD (Gerhard Schröder) teilnahmen. Anders als in den so genannten „Elefantenrunden“ vor den Bundestagswahlen 1969 bis 1987 wurden die kleineren Bundestagsparteien von der Debatte ausgeschlossen. Dies führte zu heftigen Protesten vor allem der FDP, die letztlich aber vor Gericht unterlag. Herausforderer Stoiber hatte die Duelle unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Kandidatur im Januar gefordert, Amtsinhaber Schröder hatte rasch zugestimmt. Nach längeren Verhandlungen einigten sich die Vertreter der Parteien mit den Vertretern der übertragenden Sender RTL und SAT 1 (erstes Duell) sowie ARD und ZDF (zweites Duell) Ende April auf die Termine, die Moderatoren und die Regeln. Vorbild waren die Fernsehdebatten in amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen, in denen die Kandidaten abwechselnd von einem oder mehreren Moderatoren befragt werden. Diskussionen zwischen den Kandidaten sollte es nicht geben. Die beiden TV-Duelle wurden von jeweils rund 15 Millionen Zuschauern gesehen. Unmittelbar nach den Duellen wurden Diskussionssendungen ausgestrahlt, die teilweise noch höhere Einschaltquoten hatten.

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© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Marcus Maurer
  • Carsten Reinemann

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