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Organisation und Gesellschaft — Diversifikation und Respezifikation statt Rationalität

  • Thomas Drepper
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Zusammenfassung

Dieses Kapitel konkretisiert die Frage nach der Korrelation von Gesellschaft und Organisation auf der Basis der in den letzten Kapiteln diskutierten Theoriebestandteile des Luhmannschen Werkes.1 Es wird sich dabei zeigen, dass sich diese Erwägungen zur Relevanz des Systembildungsprinzips Organisation für die moderne Gesellschaft nur begreifen lassen, wenn man die komplexen Analysen zur soziologischen Systemtheorie, deren Anwendungen auf die Theorie des sozialen Systems Gesellschaft sowie des sozialen Systems Organisation, eine Theorie der Differenzierungsformen komplexer Sozialsysteme sowie evolutions-, kommunikations- und medientheoretische Theoriebausteine rückbindet, die wir in den letzten Kapiteln für verschiedene Phasen des Luhmannschen Werkes diskutiert haben. Für das späte Luhmannsche Werk ist der deutliche Versuch zu bemerken, das Verhältnis von Gesellschaft und Organisation stärker zu thematisieren und an neuere Theoriebegriff-lichkeiten anzupassen. In Bezug darauf wird eine These dieses Kapitels sein, dass diese Ansätze ohne viele klassische Positionen kaum verständlich gemacht werden können, dass sich für andere Themen aber auch feststellen lässt, dass das Problemniveau durch die begrifflich renovierte Diskussion an Differenziertheit gewinnt. So kann eine fruchtbare Bereicherung älterer Theorieteile durch neuere und neuerer durch ältere gelingen.

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Literatur

  1. 1.
    Gebündelt seit Luhmann 1994, dann auch in Luhmann 1997a und 2000a, 2000b und 2000c.Google Scholar
  2. 2.
    Adorno 1971 (1954) spricht in Bezug auf dieses Argument von der „Unausweichlichkeitsthese der Organisation“.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Pankoke 1997 und 1999 zur sozial- und kulturgeschichtlichen Reichweite der Figur des Grenzgängers.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Luhmann 1971b, 95. Hier noch ohne einen elaborierten Selbstbeschreibungsbegriff. Vgl. auch Luhmann 2000a, 382.Google Scholar
  5. 5.
    Luhmann 2000a, 382. Die Luhmannsche Kritik an dieser Dominanz des Rationalitätsverständnisses und der unbefragten Plausibilität eines gesellschaftlichen Rationalitätsgewinnes durch Organisation haben wir mit der Studie „Zweckbegriff und Systemrationalität“ im ersten Kapitel besprochen.Google Scholar
  6. 6.
    Luhmann 2000a, 383. Vgl. grundlegend Luhmann 1984a, 647ff zur soziologischen Reichweite dieses erkenntnistheoretischen Programm.Google Scholar
  7. 7.
    Esser 2000, 247 hingegen identifiziert die Struktur funktionaler Differenzierung auf Organisationsebene: „Die funktionale Differenzierung von Gesellschaften ist, so kann man durchaus sagen, das Werk vor allem der Organisationen und korporativen Akteure. Die funktionalen Sphären bestehen praktisch aus nichts anderem.“Google Scholar
  8. 8.
    Luhmann 2000a, 383.Google Scholar
  9. 9.
    Luhmann 1988b, 321f. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  10. 10.
    Luhmann 2000c, 229f.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Luhmann 2000c, 229f.Google Scholar
  12. 12.
    Das ist ein kontinuierliches Luhmannsches Argument. Vgl. etwa Luhmann 1975a.Google Scholar
  13. 13.
    Luhmann 2000c, 231f.Google Scholar
  14. 14.
    Luhmann 1997a, 835.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Luhmann 1997a, 835f. Die in der frühen Neuzeit stilisierten Gegenbegriffe der Korporation und Assoziation reflektieren die Differenz dann noch einmal als Zwangsgemeinschaft vs. Freiwilligenzusammenschluss. Vgl. hierzu Türk et al. 2002, 78ff.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Schimank 2001b, 20ff. Schimank differenziert die kognitive und normative Dimension von Codes und Programmen akteurtheoretisch in Wollens-, Sollens- und Könnensprägungen des Handelns. Der bei Schimank typischen Mischung aus Akteur- und Systemtheorie wollen wir hier aber nicht weiter nachgehen.Google Scholar
  17. 17.
    Schimank diskutiert seit geraumer Zeit (Schimank 1985) die akteurtheoretische Ergänzung der Differenzierungstheorie, durch die Vermittlung von Akteur- und Differenzierungstheorie sowie handlungs- und systemtheoretischer Differenzierungstheorie das „genetische Erklärungsdefizit“ der systemtheoretischen Differenzierungstheorie zu beheben (vgl. grundlegend Schimank 1996, 204ff). Damit schließt Schimank an die wesentliche Hauptkritik von Renate Mayntz an dem „kausalgenetischen Defizit“ und der empirischen Unüberprüfbarkeit systemtheoretischer Erklärungen gesellschaftlicher Strukturen und gesellschaftlichen Wandels an (Mayntz 1988, Knorr-Cetina 1992). In diesen Rahmen gehört auch die Unterscheidung von handlungsfähigen und handlungsprägenden kollektiven und korporativen Einheiten. Formale Organisation sind Schimank zufolge soziale Systeme, die, im Gegensatz zu gesellschaftlichen Teilsystemen, Handlungen nicht nur prägen, sondern selbst handlungsfähig sind (vgl. Schimank 1985, 427ff).Google Scholar
  18. 18.
    Wie Schimank 2001b, 31f. vermutet, bringt die Problemlösung durch Sozial integration aber auch Lösungsprobleme hinsichtlich der Systemintegration hervor. Die sozialintegrativen und sozialisierenden Effekte der organisationalen Verdichtung von Deutungs- zu Erwartungsstrukturen produzieren organisations- und funktionssystemische Persönlichkeitstypen als Systemlogikvertreter, die im Aufeinandertreffen die Konflikte und Spannungen zwischen den Teilsystemen repräsentieren und realisieren. Das ist im Prinzip die akteurtheoretische Vorstellung des clash of function systems. Ein Priester, ein Politiker, ein Wirtschaftler und ein Mediziner treffen sich…, in einer talk show z.B. und diskutieren über Moral und Ethik in der modernen Gesellschaft. Die Ebene von Organisationen eignet sich dann Schimank zufolge aber auch wieder zur Lösung der Systemintegrationsprobleme, etwa durch „teilsystemübergreifende interorganisatorische Netzwerke“ . (ebd., 33) Vgl. auch Lieckweg/Wehrsig 2001, 50f. zu Konflikten zwischen Funktionssystemen, die sich auf der Interaktionsund Organisationsebene ereignen.Google Scholar
  19. 20.
    Luhmann 1997a, 841.Google Scholar
  20. 21.
    Luhmann 1988b, 321. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  21. 22.
    Luhmann 1981d, 392.Google Scholar
  22. 23.
    Anhand der Unterscheidung von originärer und sekundärer Organisationsgenese kann man verschiedene System-zu-System-Beziehungen unterscheiden. Einmal geht es um Organisationen in Bezug auf andere Organisationen in der sozialen Umwelt und einmal um die Beziehung von Organisation zu gesellschaftlichen Teilsystemen. An der Gründung der Laienorganisation donum vitae in der katholischen Kirche, die die Aufgabe der Schwangerenberatung an Stelle der offiziellen Kirche übernommen hat, kann man eine Form reaktiver Organisationsbildung oder auch reaktiver Korporatisierung (Schimank 2000, 321) im Religionssystem mit Konfessions- und Kirchenbezug entstehen sehen. Auch die flächendeckende Entstehung von Unternehmens- und Organisationsberatungen im 20. Jahrhundert kann mit sekundärer Organisationsgenese erklärt werden, vielleicht sogar schon mit tertiärer Organisationsgenese: Organisationsgründungen orientieren sich mehr an artgleichen Organisationen als an komplementären Organisationen. Zum Terminus der reaktiven Organisationsbildung vgl. Mayntz 1963 und Schimank 2001a, 284 zu reaktiver Korporatisierung. Castells 2001, 66ff beschreibt an der Geschichte des Silicon Valley sehr plakativ den fulminanten Prozess und unvergleichlichen Reproduktionsboom sekundärer Organisationsgenese.Google Scholar
  23. 24.
    Luhmann 1981 c, 361. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  24. 25.
    Luhmann 1981c, 361.Google Scholar
  25. 26.
    Assoziieren klingt vielleicht etwas umständlich, soll aber darauf hinweisen, dass das Verhältnis von Funktionssystemen und Organisationen durch eine Raummetapher, die sich durch die Formulierung in unweigerlich einstellt, nur sehr unzureichend begriffen werden kann. Luhmann verfällt des Öfteren selbst auf die Inkorporierungsmetapher, sowohl für die Beteilung von Organisationen an Funktionssystemen als auch für das umgekehrte Verhältnis. Luhmann 2000c, 398: „Offenbar können Funktionssysteme sich gerade dank dieses,loose coupling’ in Organisationssystemen einnisten — und zwar mehrere Funktionssysteme in ein und derselben Organisation. Das Rechtssystem zum Beispiel beteiligt sich an wohl jeder Organisation (…).“ Nur, das Wie der Beteiligung steht zur Debatte.Google Scholar
  26. 27.
    Vgl. Bode/Brose 2001 zur Systematisierung intersystemischer Organisationen als Multireferenten zwischen Funktionssystemen sowie zur Differenz und Koexistenz von funktionssystemtypischen und systemübergreifenden Organisationen in der modernen Gesellschaft. Bode und Brose plädieren für eine Aufwertung der Analyse intersystemischer Organisationen als Möglichkeitsbedingung der Ausdifferenzierung wie Stabilisierung der Form funktionaler Differenzierung.Google Scholar
  27. 28.
    Luhmann 1997a, 841.Google Scholar
  28. 29.
    Luhmann 1991a, 202. Hervorhebungen von mir.Google Scholar
  29. 30.
    Vgl. dazu Luhmann/Schorr 1979, 349ff.Google Scholar
  30. 31.
    Vgl. Wehrsig/Tacke 1992.Google Scholar
  31. 32.
    Lieckweg/Wehrsig 2001, 49.Google Scholar
  32. 33.
    Vgl. Bora 2001, 171ff.Google Scholar
  33. 34.
    Vgl. hierzu ausführlich Tacke 2001b und zu den Beispielen, in denen es zu unklaren Zuordnungen, zur Abweichung vom Normalschema der funktionalen Differenzierung kommt (z.B. Scientology). Und vgl. S. 166 zu einer beobachtungstheoretischen Ergänzung des Begriffs der Multireferentialität.Google Scholar
  34. 35.
    So aber Kneer 2001, 411ff. Ich glaube auch nicht, dass man Mehrsystemzugehörigkeit über den Operationsbegriff zu fassen bekommt. In Organisationen vermischen sich nicht die Operationen verschiedener Funktionssysteme. Eine Organisation zahlt nicht nur einfach — so ist sie eine Adresse in der wirtschaftlichen Kommunikation -, sondern entscheidet zu zahlen. Eine Rechtsabteilung klagt nicht nur einfach im Auftrag der Organisation, sondern nach der Entscheidung zu klagen. Die Entscheidungskommunikation ist in diesen Fällen die organisationstypische Selektivität, die die funktionstypische Kommunikation mediatisiert. Aus der Perspektive der Funktionsorientierung ist es hingegen nur eine weitere Zahlung oder eine weitere Klage, deren Zurechnungsadresse eine Organisation und nicht Oma Krause ist.Google Scholar
  35. 36.
    Ich sehe das hier z.B. anders als Lieckweg/Wehrsig 2001, 42, die Organisationen nicht für SubSubsysteme halten. Organisationen sind ihrer Meinung nach „nicht in die jeweiligen Funktionssysteme eingeschlossen“. Vgl. auch Kneer 2001, 415 dazu, Organisationen nicht für Teilsysteme von Funktionssystemen zu halten: „Entweder bildet ein System ein Teilsystem des anderen Systems oder aber beide Systeme bleiben füreinander Umwelt. Aus dem Gesagten ziehe ich die Schlussfolgerung, das Organisationen nicht innerhalb, sondern außerhalb von Funktionssystemen, also in deren Umwelt operieren“ Mit der Luhmannschen Differenzierungstheorie stellt sich die drinnen/draußen-Frage m.E. so nicht, geht man davon aus, dass Teilsysteme als interne Umwelten umfassenderer Systeme zu begreifen sind. Interne Teilsystemdifferenzierung schafft neue System/Umwelt-Differenzen (Sinngrenzen) als nochmalige Selektivität bestehender System/Umwelt-Differenzen (Sinngrenzen). Teilsysteme sind somit abhängig und unabhängig zugleich. Sie orientieren sich an der Vorselektion der bestehenden System/Umwelt-Differenzierung und sorgen durch eine weitere System/Umwelt-Differenz sowohl für eine Multiplizierung als auch für weitere Selektivitäten. Unternehmen, die eine Marktlücke erschließen und damit gleichzeitig auch schließen, müssen bestimmte vorgängig Differenzierungen des Funktionssystems voraussetzen wie verschiedene Marktsegmente, Zentrum/Peripherie- sowie hierarchische Differenzierungen. So ergibt sich eine Tiefenstaffelung von internen Teilsystemdifferenzierungen, die die Komplexität von gesellschaftlichen Teilsystemen ausmacht und in deren Komplexitätsgefüge m.E. auch Organisationen als Teilsysteme von Teilsystemen eines gesellschaftlichen Subsystems zu begreifen sind. Wir kommen gleich darauf zurück.Google Scholar
  36. 37.
    Vgl. auch Kneer 2001, 416 zur Kritik an der Raummetaphorik des Teilsystemverständnisses. Bei Luhmann fehlt es im obigen Kontext aber häufig selbst an der Deutlichkeit.Google Scholar
  37. 38.
    Was wesentlich mit der Modifizierung von Temporalstrukturen im Umbau zur funktional differenzierten Gesellschaft zusammenhängt. Zwecke tragen das teleologische Versprechen eines definierbaren, und möglichst den Vorstellungen nahe kommenden, erreichbaren Endes in sich. In modernen Organisationen kulminiert das in der Struktur des Projektes als „zeitlimitierender Ordnung“ (Luhmann 1990a, 338 u. 613). Alles kann zum Projekt erklärt werden. Mit Vorliebe auch das eigene Leben. Funktionssysteme agieren dagegen unter der hohen Kontingenzlast der Zukunftsoffenheit. Vgl. Kapitel 1.7 in dieser Arbeit.Google Scholar
  38. 39.
    Luhmann 2000a, 400. Türk 1995, 1997 und 1999 hingegen erhebt deutlich die Forderung, den Herrschaftsaspekt von Funktionssystemen und die Beteiligung von Organisationen daran, deutlicher zu betonen.Google Scholar
  39. 40.
    Luhmann 2000a, 221. Türk geht diesen Schritt explizit nicht mit und fordert gerade für die Relation von Organisation und gesellschaftlichen Teilsystemen die Einbeziehung einer Herrschafts- und Machtperspektive ein. Für Luhmann 2000a, 67 sind Herrschaftsverhältnisse allerdings keine Systeme, sondern Strukturen, die Kommunikationen asymmetrisieren und in unterschiedlichen Sozialsystemen auftreten können, in Familien, Organisationen oder auch in gesellschaftlichen Teilsystemen. So kann die Analyse von Herrschaft nach funktionaler Äquivalenz fragen.Google Scholar
  40. 41.
    Luhmann 2000b, 236f.Google Scholar
  41. 43.
    Luhmann 1997b, 129. Den Aspekt des komplementären Steigerungsverhältnisses zwischen Organisations- und Gesellschaftsebene betonen Lieckweg/Wehrsig 2001, 39ff. in ihrem Aufsatz sehr deutlich. Sie bestimmen dieses rekursive Verhältnis als eines der vertikalen doppelten Kontingenz. Den Begriff der Kontingenz für diese Analyse besser nutzbar zu machen, scheint mir sehr sinnvoll und bislang zu wenig ausprobiert worden zu sein. Lieckweg/Wehrsig 2001, 40 betonen ebenfalls das Argument, dass Organisationen die Sinnstrukturvorgaben und -vorlagen der Teilsysteme nicht einfach nur redundant kopieren, sondern die Funktionssysteme ihrerseits mit mesodiverser Komplexität versorgen. Wir bezeichnen das in dieser Arbeit mit dem Argument der mehrfachen, rekursiven Selektivitätsverstärkung von verschiedenen Systemebenen. Später werden wir hierfür auch den Begriff der downward causation diskutieren.Google Scholar
  42. 44.
    Vgl. Luhmann 1970e, 113ffGoogle Scholar
  43. 45.
    Luhmann 1970e, 117.Google Scholar
  44. 46.
    Luhmann 1970e, 117.Google Scholar
  45. 47.
    Luhmann 1970e, 118.Google Scholar
  46. 48.
    Luhmann 1970e, 118. An diesem Zitat wird zweierlei deutlich. Luhmann erklärt das Bestandsproblem zu einem unter mehreren möglichen Systemproblemen, aber nicht zu dem Problem schlechthin. Und das kann er unter Bezugnahme auf die phänomenologisch gewonnene Unterscheidung der drei Sinndimensionen Sach-, Zeit- und Sozialdimension. Vgl. zur phänomenologischen Abkunft und Konstitutionsanalyse dieser Sinndreiteilung Luhmann 1970e, 133, Fn. 20.Google Scholar
  47. 49.
    Luhmann 1970e, 118.Google Scholar
  48. 50.
    Luhmann 1970e, 118.Google Scholar
  49. 51.
    Luhmann 1970e, 118f.Google Scholar
  50. 52.
    Luhmann 1988a, 98.Google Scholar
  51. 53.
    Der Publikationskontext zum Zusammenhang von Macht und Organisation ist kaum mehr zu überblicken. Deshalb hier Crozier/Friedberg 1993 (1979) und Friedberg 1995 als klassische Referenzen. Neuere, sich postmodern gerierende Ansätze, diskutieren in diesem Feld den Zusammenhang von Diskurs- und Dispositivanalyse und Organisationstheorie. Vgl. McKinlay/Starkey 1998 hierzu.Google Scholar
  52. 54.
    Luhmann 1988a, 98f.Google Scholar
  53. 55.
    Luhmann 1988a, 101.Google Scholar
  54. 56.
    Luhmann 1988a, 102.Google Scholar
  55. 57.
    Das sollte macht die Normativität deutlich. Korruption und Lobbyismus sind dadurch natürlich nicht ausgeschlossen.Google Scholar
  56. 58.
    Luhmann 1988a, 104.Google Scholar
  57. 59.
    Luhmann 1997a, 199.Google Scholar
  58. 60.
    Über Karl Weick wird ebenfalls der relativ späte Luhmannsche Zugang auf die Heidersche Unterscheidung von Medium und Form vermittelt, während die Heidersche Attributionstheorie eine klassische Referenz in der Luhmannschen Sozialtheorie ist. Wie wir schon im zweiten Kapitel gezeigt haben, ist Zurechnung für die Emergenz sozialer Systeme unverzichtbar. Vgl. Luhmann 1984a, 44: „Emergenz ist demnach nicht einfach Akkumulation von Komplexität, sondern Unterbrechung und Neubeginn des Aufbaus von Komplexität. Entsprechend gilt uns die Einheit der Handlung nicht als ein psychologischer, sondern als ein soziologischer Tatbestand; sie kommt nicht durch Dekomposition des Bewußtseins in nicht weiter auflösbare Mindesteinheiten zustande, sondern durch soziale Prozesse der Zurechnung.“Google Scholar
  59. 61.
    Luhmann 1987c, 41.Google Scholar
  60. 62.
    Luhmann 1987c, 41f.Google Scholar
  61. 63.
    Luhmann 1987c, 42.Google Scholar
  62. 64.
    Vgl. Luhmann 1988a, 101 in einem etwas anderen Sinne zur Schwerfälligkeit von Organisationen. Organisationen klassischen Stils, des „old style“, werden im Tempo- und Fusionswahn der sich als globalisiert selbst beschreibenden und selbst antreibenden Wirtschaftskommunikation genau aus diesem Grund als Tempobremsen der Modernisierung begriffen. Sie werden als zu bürokratisch begriffen im Gegensatz zu postbürokratischen Organisationen. Der Prozess „From Bureaucracy to Fluidity“(Clegg/Hardy 1999, 8) drückt sich durch die Reorganisation verschiedener Entscheidungsprämissen aus: flache Hierarchie und Dezentraliserung von Entscheidungen (Kommunikationswege), Flexibiliserung von Zielvereinbarungen (Zweckprogrammierung) und erfolgsabhängige Gratifikationen (Personal), Teamarbeit, Projektorganisation und Outsourcing.Google Scholar
  63. 65.
    Luhmann 1987c, 42.Google Scholar
  64. 66.
    Luhmann 1987c, 42.Google Scholar
  65. 67.
    Zirkulation ist seit Parsons ein wesentliches Kriterium für generalisierte Medien.Google Scholar
  66. 68.
    Luhmann 1987d, 203.Google Scholar
  67. 69.
    Luhmann 1987c, 43f.Google Scholar
  68. 70.
    Vgl. Luhmann 1987c, 45.Google Scholar
  69. 71.
    Luhmann 1987c, 46.Google Scholar
  70. 72.
    Luhmann 1988b, 302.Google Scholar
  71. 73.
    Dieser Mechanismus der Oszillation zwischen Kopplung und Entkopplung, Bindung und Freigeben macht die Zirkularität des Mediums aus. In Luhmann 1989 (1968), 16ff. wird der Steuerungsaspekt von Medien als „Ereignisbeherrschung“bezeichnet.Google Scholar
  72. 74.
    Luhmann 1988b, 302.Google Scholar
  73. 75.
    Vgl. Barnard 1938(1968).Google Scholar
  74. 76.
    Luhmann 1988b, 303.Google Scholar
  75. 77.
    Luhmann 1988b, 304.Google Scholar
  76. 78.
    Luhmann 1988b, 304.Google Scholar
  77. 79.
    Luhmann 1988b, 306f.Google Scholar
  78. 80.
    Das Beispiel der Motivierung zu Lohnarbeit ist natürlich nur ein Beispiel für die Funktion von Medien, unwahrscheinliche Kommunikation und den daran gekoppelten Aufbau von (Erwartungs-) Strukturen zu ermöglichen. Der Problembezug ist hierbei immer die Umstellung von Kommunikationsstrukturen bzw. Erwartungsbildung in Folge der Umstellung der gesellschaftlichen Primärdifferenzierung.Google Scholar
  79. 81.
    Luhmann 2000a, 381.Google Scholar
  80. 82.
    Luhmann 1988b, 308.Google Scholar
  81. 83.
    Die Unterscheidung Innenbedingtheit/Außenbedingtheit geht auf Fritz Heider zurück.Google Scholar
  82. 84.
    Luhmann 1988b, 309.Google Scholar
  83. 85.
    Luhmann 1988b, 310.Google Scholar
  84. 86.
    Luhmann 1988b, 310.Google Scholar
  85. 87.
    Luhmann 1988b, 322f.Google Scholar
  86. 88.
    Vgl. Luhmann 1988b, 320ff. Gegenwärtige Managementmoden und Trends der Organisationsentwicklung wie TQM, lean management, Balanced Scorecard, um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen, konfrontieren fast jegliche gesellschaftliche Organisation von der Unternehmung zur Altenpflegeorganisation zur Kirchengemeinde zur Universität zum Sportverein mit Erwartungen der Durchökonomisierung, Durchrationalisierung und der Effizienz- und Exzellenzsteigerung (!). Der Eindruck des Wirtschaftsprimats und der Diffusion der Wirtschaftsrationalität in die anderen gesellschaftlichen Bereiche wird hier sehr eindrücklich.Google Scholar
  87. 89.
    Vgl. Luhmann/Schorr 1979, 351ff. zum Zusammenhang von funktionaler Differenzierung und der Ausdifferenzierung von Reflexionsstrukturen.Google Scholar
  88. 90.
    Ramsöy 1962, 11.Google Scholar
  89. 91.
    Luhmann 2000c, 244.Google Scholar
  90. 92.
    Luhmann 2000c, 391 spricht vom Staat als „fiktionaler Einheit“, als „Zurechnungstrick, der von Politik und vom Recht in verschiedener Weise benutzt werden kann“. Unter dem Stichwort der strukturellen Kopplung kommen wir darauf zurück.Google Scholar
  91. 93.
    Luhmann 2000c, 244f.Google Scholar
  92. 94.
    Anders als Wimmer 1996, 44, der sowohl die Selektions- als auch die Restabilisierungsfunktion auf Organisationsebene veranschlagt. Selektion wird im Bereich der Peripherie und ReStabilisierung im Bereich des Zentrums des Systems verortet. Variation ereignet sich bei Wimmer dann auf der Ebene massenmedial verbreiteter öffentlicher Meinung. Vgl. umfassend zur Evolution des politischen Systems Wimmer 1996. Kritisch dazu Luhmann 2000c, 294.Google Scholar
  93. 95.
    Luhmann 2000c, 244f.Google Scholar
  94. 96.
    Luhmann 2000c, 249f.Google Scholar
  95. 97.
    Vgl. Hanke 1996 zur Weltbank, ohne allerdings die differenzierungstheoretischen Implikationen zu diskutieren.Google Scholar
  96. 98.
    Luhmann 2000c, 250f. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  97. 99.
    Hier liegt sicherlich ein fundamentaler Unterschied zu der soziokulturellen Verortung dieses Differenzierungsprinzips in Hochkulturen. Die religiös-kosmologische Rückbindung dieser Differenzierungsform bei gleichzeitiger sozialstruktureller Absicherung durch gesellschaftliche Eliten bedeutete hier natürlich eine Präferenz.Google Scholar
  98. 100.
    Hauriou 1965.Google Scholar
  99. 101.
    Im zweiten Kapitel sind wir bereits im Rahmen der Organisationstheorie auf die katalytische Funktion von Paradoxien für soziale Systeme eingegangen. Nun geht es um die Ebene gesellschaftlicher Funktionssysteme.Google Scholar
  100. 102.
    Vgl. Luhmann 1987b, 14.Google Scholar
  101. 103.
    Luhmann 1987b, 19.Google Scholar
  102. 104.
    Luhmann 1987b, 19.Google Scholar
  103. 105.
    Im ersten Kapitel haben wir mit Luhmann vermutet, dass bereits Themen für Interaktionssysteme als Programme und Regelkomplexe fungieren. Dann könnte man annehmen, dass sich dieses allgemeine kommunikationslogische Prinzip der Kombination von binärer Struktur und Konditionierungen (Themen, Personen, Rollen, Programme, Werte als zweiwertige Unterscheidungen) durch alle Typen sozialer Systembildung und Generalisierungsebenen von Sinn hindurch zieht.Google Scholar
  104. 106.
    Luhmann 1987b, 20.Google Scholar
  105. 107.
    Luhmann 1987b, 21.Google Scholar
  106. 108.
    Luhmann 1987b, 22.Google Scholar
  107. 109.
    Luhmann 1987b, 15.Google Scholar
  108. 110.
    Vgl. Luhmann 1987b, 15.Google Scholar
  109. 111.
    Luhmann 1993a, 337.Google Scholar
  110. 112.
    Luhmann 1993a, 310.Google Scholar
  111. 113.
    Luhmann 1993b, 315.Google Scholar
  112. 114.
    Luhmann 1993a, 320.Google Scholar
  113. 115.
    Luhmann 1993a, 320. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  114. 116.
    Luhmann 1993a, 321.Google Scholar
  115. 117.
    Luhmann 1993a, 322.Google Scholar
  116. 118.
    Luhmann 1993a, 322.Google Scholar
  117. 119.
    Luhmann 1993a, 323. In informationstheoretischer Terminologie geht es hier um die Kombination von Redundanz und Varietät, ordnungstheoretisch argumentiert um die Kombination von Routine und Abweichung, sinntheoretisch um die Kombination von Kontingenzreduktion und Kontingenzöffnung und systemtheoretisch um die Verbindung von Komplexitätsreduktion und Komplexitätsermöglichung in einem SystemGoogle Scholar
  118. 120.
    Luhmann 1993a, 329.Google Scholar
  119. 121.
    Luhmann 1993a, 330.Google Scholar
  120. 122.
    Vgl. auch Schimank 2001b, 29f. zur These der funktionalen Äquivalenz von Organisation und Profession.Google Scholar
  121. 123.
    Vgl. in diesem Sinne Luhmann 1993a, 331f.Google Scholar
  122. 124.
    Luhmann 1993a, 332.Google Scholar
  123. 125.
    Auf die Zentrum/Peripherie-Unterscheidung innerhalb des politischen Systems sind wir in diesem Kapitel bereits eingegangen. Das zu bearbeitende Kommunikationsparadox liegt in der Souveränitätsfrage des Kollektiventscheiders.Google Scholar
  124. 126.
    Luhmann 1993a, 335. Vgl. ausführlich Baecker 1991 zu einer Systemtheorie des Bankenwesens.Google Scholar
  125. 127.
    Luhmann 1993a, 335.Google Scholar
  126. 128.
    Luhmann 1988a, 145.Google Scholar
  127. 129.
    Luhmann 1988a, 147.Google Scholar
  128. 130.
    Der auf March und Simon zurückgehende Begriff aus der Organisationstheorie wird bei Luhmann verstärkt auf gesamtgesellschaftliche Fragestellungen bezogen. Der Generalisierung des Begriffes steht Luhmann zufolge nichts im Weg. Vgl. Luhmann 2000c, 41f.Google Scholar
  129. 131.
    Vgl. Fuchs 1992 in diesem Zuschnitt sowie Giesen 1991 und 1999 als Problem- und Kontextreferenzen.Google Scholar
  130. 132.
    In „Ideologie und Utopie“(1929/1969, 68) heißt es in diesem Kontext: „Aber gerade die Expansion der Sicht durch die Tatsache, daß auf die Dauer nicht ein Standort alle übrigen als ideologisch zu enthüllen vermag, ohne daß die übrigen sich auch dieser Methode bedienten, schafft unversehens ein methodisch neues Stadium in unserer gesamten Denkentwicklung.“Mannheims Lösung in diesem Zusammenhang ist bekanntlich,freischwebend“und kann sozialstrukturell aber nicht wirklich überzeugen. Der Großteil der zur Distanzierung fähigen Elite der freischwebenden Intelligenz ist ebenfalls funktionssystemspezifisch und professionstypisch zersplittert.Google Scholar
  131. 133.
    Wir kommen im Kontext von Kausalattribution und Schemabildung darauf zurück. Nur kurz an einem Beispiel gezeigt. Sprecher von Wirtschaftsverbänden sprechen eben nicht für die Gesamtwirtschaft, sondern nur für bestimmte Organisationen und Interessenkonstellationen. Obwohl es gerade für Manager und Politiker immer so verlockend ist, repräsentieren sie niemals die Einheit ihres Funktionssystems. Um in der Systemreferenz zu bleiben: Gegenstatements lassen meist auch nie lange auf sich warten.Google Scholar
  132. 134.
    Gesellschaftsweit ist hier der differenzierungstheoretisch relevante Begriff. Der Kunst kommt hierbei historisch sicherlich eine Vorreiterrolle zu, Komplexität nicht immer nur strukturell zu bearbeiten, sondern die Wirklichkeit im Lichte kontingenter Möglichkeiten zu spiegeln.Google Scholar
  133. 135.
    Luhmann 1988b, 156. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  134. 136.
    Luhmann 1987c, 34f. Es gibt allerdings auch einige Stellen, in denen Luhmann von den „wichtigste) Funktionssystemen der Gesellschaft (wir denken vor allem an Wirtschaft und Politik)“(Luhmann 1997b, 25) spricht. Eine heimliche Vermutung offensiv ausgesprochen.Google Scholar
  135. 137.
    Luhmann 1986, 216fGoogle Scholar
  136. 138.
    Vgl. Luhmann 1986, 227. Vgl. in historischem Kontext Oexle 1988 zur Drei-Stände-Lehre als offizieller Selbstbeschreibung für feudale Gesellschaften.Google Scholar
  137. 139.
    Den organisationstheoretischen Einsatzort des Begriffes haben wir im zweiten Kapitel vorgestellt.Google Scholar
  138. 140.
    Luhmann 1994, 197f.Google Scholar
  139. 141.
    Luhmann 1994, 198. In der Wirtschaft sind es mittlerweile wohl eher Fondsmanager und Börsenanalysten, denen gewisse Sicherheitsgarantien zugerechnet und zugemutet werden. Anders herum gewendet, ist es angesichts der Komplexität bestimmter Probleme oft schon sehr verblüffend, wie viel Hoffnung in Personal und dessen Mobilität investiert wird. Die Parole „Feuert den Trainer“beschränkt sich heute nicht mehr nur auf den Sport.Google Scholar
  140. 142.
    Komplexitätstheoretisch argumentiert, ist Hierarchie zunächst eine Form der konditionierten Relationierung von Elementen, des complexity treatments, und zwar nach der Regel der Ungleichheit bzw. der Differenz von oben/unten. In diesem Sinne ist Hierarchie eine Selektionsanweisung, die für Komplexitätsreduktion sorgt. Vgl. zum Zusammenhang von Komplexität und unterschiedlichen Komplexitätsformen Luhmann 1975d und 1990c. Vgl. als Referenzen hierzu Simon 1990, 144ff. sowie Herbst 1976.Google Scholar
  141. 143.
    Baecker 1999, 202.Google Scholar
  142. 144.
    Vgl. Baecker 1999, 203.Google Scholar
  143. 145.
    Luhmann 1999, 204. Türk et al. 2002, 89f. halten Organisationen aus diesen Gründen auch für den wichtigsten „Modus der Produktion sozialer Ungleichheit“in der modernen Gesellschaft: „Organisationen werden im 19. Jh. zum Generator eines neuen Systems stratifikatorischer Differenzierung.“Google Scholar
  144. 146.
    Konkurrenzsituationen in Bezug auf (private) Mietwohnungen sind ja solche Mischformen, in denen man sowohl zahlungsfähig sein muss als auch dem Vermieter sympathisch. So ergibt sich diese schwierig zu beeinflussende Mischung der Entscheidungsprämissen: Man muss zahlungsfähig sein und gleichzeitig gefallen.Google Scholar
  145. 147.
    Luhmann 2000a, 236.Google Scholar
  146. 148.
    Vgl. Cadwallader 1969, 142ff. zur Analyse des Strukturwandels offener Systeme. Ultrastabile Systeme sind für Cadwallader lernfähige Systeme, die deshalb zur zielgerichteten Problemlösung fähig sind, da sie aus der Vergangenheit lernen und sich auf die Zukunft beziehen können. Sie kombinieren Innovations- und Lernprozesse, wozu sie Informationsinput, Operationsregeln als Verarbeitungsregeln (Programme) und ein Gedächtnis benötigen.Google Scholar
  147. 149.
    Dieser Begriff markiert den Schnittbereich von Kybernetik, allgemeiner Systemtheorie und der Theorie lebender Systeme. Kausalitätstheoretisch geht es um den Übergang von Linearität zu Kreiskausalität. Vgl. ausführlich und gleichzeitig als klassische Referenz zum Begriff der Ultrastabilität Ashby 1960 (1954), 80ff. Bei Luhmann 1966, 42 läuft dieser Kontext auch unter dem Titel „Kybernetische Theorie der Kommunikationssysteme“. Hier schränkt Luhmann die kybernetische Analogisierungseuphorie der Übertragung dieses Modells auf soziale Phänomene im Sinne der äquivalenzfunktional istischen Methode ein und erweitert das Strukturmodell servomechanischer Rückkopplungsmechanismen zu einem Systemmodell. Vgl. etwa Luhmann 1990a, 322f. zur ungebrochenen Aktualität des Begriffes in der neueren Luhmannschen Systemtheorie.Google Scholar
  148. 150.
    Luhmann 1992b, 207.Google Scholar
  149. 151.
    Luhmann 1970a, 123.Google Scholar
  150. 152.
    Vgl. Ashby 1965, 100ff. Der Ashby-Homöostat ist genau das Modell, das diesen Übergang beschreibt: „Halten wir fest, daß der Homöostat zwei Prinzipien miteinander verbindet: das der Rückkopplung, die Stabilität innerhalb gewisser Parameter-Werte ermöglicht, und das der Stufenfunktion, die Stabilität in kritischen Situationen anstrebt, indem sie die Parameter-Werte oder das Feld des Systems ändert.“(Wieser 1959, 56)Google Scholar
  151. 133.
    Vgl. zu „interlacing circuits“ Ashby 1965, 53.Google Scholar
  152. 154.
    Wieser 1959, 54ff.Google Scholar
  153. 155.
    Eine erweiterte Besprechung von Interdependenzunterbrechungen gibt es mit der sich herauskristallisierenden Theorie selbstreferentieller Systeme. Hier werden Interdependenzunterbrechungen als Schutz gegen leerlaufende Selbstreferenz, gegen den internen Zirkel „des Mit-sich-selbstBeschäftigens“ (Luhmann/Schorr 1979, 341) begriffen, gegen die Gefahr selbstreferentieller Systeme, sich nur noch mit sich selbst zu beschäftigen. Als Interdependenzunterbrecher wirken Zeit und Umweltbezug. In diesen Kontext gehören ebenfalls Externalisierungen als Interdependenzunterbrecher. Vgl. hierzu Luhmann 1977a, 28ff. sowie Luhmann 1981k, 33f oder auch Luhmann/Schorr, 1979, 340.Google Scholar
  154. 156.
    Beide Zitate Luhmann 1990a, 673. Viel deutlicher noch rekonstruiert Schluchter 1979, 52ff. die Ebenen der Systembildung unter einem Ordnungsgesichtspunkt als „Dimensionen der Integration in Ordnungskonfigurationen“.Google Scholar
  155. 157.
    Luhmann 1970a, 123.Google Scholar
  156. 158.
    Luhmann 1970a, 124.Google Scholar
  157. 159.
    Luhmann 1970a. 124.Google Scholar
  158. 160.
    Luhmann 1970a, 124.Google Scholar
  159. 161.
    Luhmann 1970c, 144.Google Scholar
  160. 162.
    Luhmann 1994, 194.Google Scholar
  161. 163.
    Luhmann 1994, 194.Google Scholar
  162. 164.
    Luhmann 1994, 195.Google Scholar
  163. 165.
    Vgl. hierzu Easton 1957 und 1965.Google Scholar
  164. 166.
    Bei Gehlen 1956 (1986, 33) heißt es zu Hintergrundserfüllung im Kontext rollendifferenzierter Arbeitsteilung: „Bei dem einfachen Fall einer Gesellschaft, in der einige Spezialisten (Schmiede, Töpfer oder was immer) für alle produzieren, von jenen aber ernährt werden, entsteht, anthropologisch gesehen, der Zustand der gegenseitigen Bedürfnisentlastung. Das Nahrungsbedürfnis der Spezialisten’ rückt in den Zustand der,Hintergrundserfüllung’ der Gewißheit des dauernden virtuellen Erfülltseins. Ebenso bei den anderen die sehr viel indirekteren Bedürfnisse, jene Produkte zu besitzen.“ Die konzeptionellen Unterschiede zwischen Gehlenscher Institutionenlehre und Systemtheorie dürfen natürlich nicht unterschlagen werden. Das grundlegende Argument steht hingegen.Google Scholar
  165. 167.
    Luhmann 2000a, 396.Google Scholar
  166. 168.
    Luhmann 2000a, 397. Vgl. die Passagen zum „Ganzen Haus“ im Differenzierungstheoriekapitel.Google Scholar
  167. 169.
    Luhmann 2000a, 397. Vgl. die Beispiele im letzten Kapitel.Google Scholar
  168. 170.
    Lieckweg 2001 schlägt zur Steigerung der Trennschärfe der Diskussion eine Differenzierung vor. Sie unterscheidet zwischen (1) Organisation als Voraussetzung für strukturelle Kopplung, (2) Organisation als strukturelle Kopplungen und (3) Organisation als Vermittlung zwischen strukturellen Kopplungen.Google Scholar
  169. 171.
    Luhmann 1994, 195.Google Scholar
  170. 172.
    Luhmann 2000a, 398. Vgl. Mutter 1989, 90ff. zu Konversationskreisen als Interaktionssystemen zwischen Personen (individuelle und kollektive) verschiedener Funktionssysteme sowie Teubner 1978 zur Kopplung von Politik und Publikum durch Verbände. Brodocz 1996 diskutiert Verbände als strukturelle Kopplungen zwischen Politik und anderen gesellschaftlichen Teilsystemen.Google Scholar
  171. 173.
    Luhmann 2000a, 398.Google Scholar
  172. 175.
    Luhmann 2000a, 400.Google Scholar
  173. 177.
    Für das Erziehungssystem hat Luhmann die Frage nach der Mediensubstitution durch strukturell äquivalente Möglichkeiten und die Bedeutung von Organisation ausgiebig diskutiert Vgl. nur als ein frühes Beispiel einer Vielzahl von Anschlusspublikationen Luhmann/Schorr 1988 (1979), 55.Google Scholar
  174. 178.
    Vgl. Luhmann 2000c, 396ff.Google Scholar
  175. 179.
    Luhmann 2000c, 398. Luhmann argumentiert in diesen Passagen sehr stark entlang einer Inkorporierungssemantik und spricht vom „Einnisten“ der Funktionssysteme in Organisationen. Vgl. Drepper 2002 zu ontologischen Restbeständen der Luhmannschen Inkorporierungssemantik.Google Scholar
  176. 180.
    Luhmann 1990a, 678.Google Scholar
  177. 181.
    Luhmann 1975g, 160.Google Scholar
  178. 182.
    Vgl. Luhmann 1994, 193.Google Scholar
  179. 183.
    Adorno 1971 (1954), 70.Google Scholar
  180. 184.
    Ahrne 1993, 5ff. Vgl. als inklusionstheoretische Analyse zum Erziehungssystem Drepper 1998 und für das Rechtssystem Ziemann 1998. In beiden Fällen wird die Funktion von Organisationen in Bezug auf die Regelung von Inklusion/Exklusion beleuchtet: einmal Sonderschulen im Vergleich zu Regelschulen, im anderen Fall Gefängnisse. Im Fall des Erziehungssystems ist die Spannung zwischen normativem Integrationsanspruch und organisationaler binnendifferenzierter Selektionswirklichkeit, der Hiatus zwichen talk und action, für Pädagogen nur schwer aushaltbar.Google Scholar
  181. 185.
    Vgl. Luhmann/Schorr 1979, 29ff. Funktionale Differenzierung stabilisiert die Rollenasymmetrien auf einem höheren Komplexitätsniveau von Gesellschaft, während sie aus evolutionärer Perspektive eine Voraussetzung für funktionale Ausdifferenzierung darstellen.Google Scholar
  182. 186.
    Luhmann 2000a, 392. Unbeschadet kann hier nur meinen, im Sinne einer politisch korrekten (ohne Moralbezug), öffentlich kommunizierbaren Laufbahn. Dass heutzutage selbst an höchsten politischen Karrierestellen Ausnahmen möglich sind, zeigen die Erfahrungen mit der Präsidentschaft der Vereinigten Staaten: Schauspieler, Ehebrecher. Aber das sind keine Gegenargumente gegen die or-ganisationale Selektionskraft von Karriereoptionen.Google Scholar
  183. 187.
    Vgl. Luhmann 2000c, 235.Google Scholar
  184. 188.
    Vgl Linton 1979 (1964), 99 zur Unterscheidung von zugeschriebenem (ascribed) und erworbenem (achieved) Status. Systemtheoretisch geht diese Unterscheidung natürlich nicht ganz auf, da ja auch der erworbene Status ein Zuschreibungsschema ist, das eines semantischen Hofes bedarf. Das ist der moderne Individualismus. Die Literaturlandschaft zum Thema Arbeit, Karriere und Biographie ist mittlerweile kaum noch überschaubar. Vgl. etwa Brose et al. 1994. Hier interessiert das systematische Argument.Google Scholar
  185. 189.
    Vgl. Luhmann 2000a, 301. Integration meint bei Luhmann allerdings nicht einfach Einschluss, sondern wechselseitige Einschränkung von Freiheitsgraden und damit wechselseitige Kontingenzbeschränkung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im obigen Falle der Bewerbungszusage schränken sich sowohl Organisation als auch der Bewerber ein. Die freie Stelle ist ab sofort besetzt und wird nun auch durch die persönliche Handschrift mitbestimmt werden. Und der Stelleninhaber wird ab sofort Gehaltszahlungen empfangen.Google Scholar
  186. 190.
    Luhmann 2000a, 101f.Google Scholar
  187. 191.
    Für bestimmte Bereiche der modernen Arbeitswelt wie etwa die Branche der neuen Medien und der IT-Branche wird man diese klassische berufssoziologische Idee überprüfen müssen. So schnell, wie in diesen Bereichen Innovationen und Trends entstehen und wieder vergehen, können Berufsbilder gar nicht mehr für Identifikations- und Identitätspunkte sorgen. Die Selbstbeschreibungsfolien werden generalisiert, weil die Berufsbezeichnungen niemandem außerhalb etwas sagen und für einen selbst meist gar nicht auszusprechen sind. Anstatt des „Ich bin…“ bleibt: „Ich arbeite in der Computerbranche“. Die Karriere- und Berufsbiographieforschung beschreibt den Wandel innerhalb der modernen Beschäftigungsverhältnisse als Verdrängung der strukturierten Laufbahn sowohl durch Bastei- und Spiralkarrieren als auch durch grenzenlose Karrieren. Vgl. Blutner et al., 149ff für das Beispiel der Telekom. Vgl. Arthur et al. 1996 und Arthur/Rousseau 1999 zur boundaryless career von Grenzgängern.Google Scholar
  188. 192.
    Innovationspotentiale und human resource-management sind hier die Stichworte der Wirtschaftssemantik. Die Beratungsliteratur zu den erfolgsversprechendsten Karrierepfaden lässt nicht lange auf sich warten. Vgl. etwa Demmer/Thurn 2001.Google Scholar
  189. 193.
    Corsi 1993, 257.Google Scholar
  190. 194.
    Luhmann 2000a, 106.Google Scholar
  191. 195.
    Ich führe hier den Begriff der extemalen Kommunikation ein, um die Gerichtetheit und den Umweltbezug zu unterstreichen. Der Begriff der externen Kommunikation würde das m.E. nicht deutlich genug ausdrücken.Google Scholar
  192. 196.
    Vanberg 1982, Iff Von dort aus ist man dann auch schnell bei klassischen korporatistischen Problembezügen angelangt.Google Scholar
  193. 197.
    Japp 1986a, 166 weist auf die Unterbewertung des Topos der kollektiven Handlungsfähigkeit und der Figur des Kollektivakteurs bei Luhmann hin.Google Scholar
  194. 198.
    Vgl. Luhmann 1984a, 242ff.Google Scholar
  195. 199.
    Luhmann 1984a, 270. Vgl. hier die Beispiele lebender Systeme. Vgl. Luhmann 1964, 220ff. zu Grenzstellen in formal organisierten Sozialsystemen.Google Scholar
  196. 200.
    Luhmann 1984a, 270. Als soziologische Ansätze zur Funktion kollektiver Handlungsfähigkeit weist Luhmann an genannter Stelle den Parsonsschen Begriff der ‘collectivity’ aus sowie den Colemanschen Begriff des korporativen Akteurs. Wir kommen darauf zurück.Google Scholar
  197. 201.
    Luhmann 1984a, 271.Google Scholar
  198. 202.
    Luhmann 1984a, 272.Google Scholar
  199. 203.
    Luhmann 1984a, 273.Google Scholar
  200. 204.
    Luhmann 1984a, 273.Google Scholar
  201. 205.
    Luhmann 1984a, 274.Google Scholar
  202. 206.
    Luhmann 1984a, 274.Google Scholar
  203. 207.
    Luhmann 1983, 302f.Google Scholar
  204. 208.
    Luhmann 1990a, 672.Google Scholar
  205. 209.
    Vgl. hierzu auch Kneer 2001, 409, der eine theoretische Richtungsänderung und eine Annäherung Luhmanns an den korporatistischen mainstream vermutet.Google Scholar
  206. 210.
    Luhmann 1988b, 49f.Google Scholar
  207. 211.
    Luhmann 1988b, 50.Google Scholar
  208. 212.
    Luhmann 1988b, 50.Google Scholar
  209. 213.
    Luhmann 1984a, 61.Google Scholar
  210. 214.
    Luhmann 1983, 356.Google Scholar
  211. 215.
    Luhmann 1988b, 50f.Google Scholar
  212. 216.
    Luhmann 2000a, 388.Google Scholar
  213. 217.
    Luhmann 2000a, 401fGoogle Scholar
  214. 218.
    Vgl. z.B. Luhmann/Schorr 1988 (1979), 38ff. Die Unterscheidung von Funktion, Leistung und Reflexion gehört zum klassischen Begriffsinstrumentarium der Luhmannschen Gesellschaftstheorie. Mit diesen Begriffen lassen sich die Beziehungen (Erwartungsstrukturen) der Teilsysteme untereinander (Leistungen), zur Gesellschaft (Funktion) und zu sich selbst (Reflexion) bestimmen. Luhmann nimmt in seinem Spätwerk auch an dieser Dreier-Unterscheidung eine beobachtungstheoretische Reformulierung vor. Wie verändern sich die gesellschaftlichen Beobachtungsstrukturen, wenn es zur systeminternen Ausdifferenzierung von Funktionssystemen kommt? Welche Möglichkeiten der wechselseitigen Beobachtung von Systemen ergeben sich, „wenn es zur Bildung von Teilsystemen kommt. Aus rein logischen Gründen sind drei Möglichkeiten gegebenen, nämlich (1) die Beobachtung des Gesamtsystems, dem das Teilsystem angehört, (2) die Beobachtung anderer Teilsysteme in der gesellschaftsinternen (oder auch: anderer Systeme in der externen) Umwelt, und (3) die Beobachtung des Teilsystems durch sich selber (Selbstbeobachtung). Um diese verschiedenen Systemreferenzen unterscheiden zu können, wollen wir die Beobachtung des Gesamtsystems Funktion, die Beobachtung anderer Systeme Leistung und die Beobachtung des eigenen Systems Reflexion nennen.“ (Luhmann 1997a, 757)Google Scholar
  215. 219.
    Luhmann/Schorr 1988 (1979), 39.Google Scholar
  216. 220.
    Luhmann/Schorr 1988 (1979), 41.Google Scholar
  217. 221.
    Luhmann/Schorr 1988 (1979), 43. Diese Überlegungen erinnern uns an die Eingangspassagen dieses Unterkapitels zu den Komplementärrollen. Wir werden auf die Funktion von boundary-roles als „service-receiving roles“ (Luhmann 1997b, 35) an den Rändern von Funktionssystemen noch eingehen.Google Scholar
  218. 222.
    Luhmann 1988b, 133.Google Scholar
  219. 223.
    Luhmann 2000a, 449. Hervorhebung von mir.Google Scholar
  220. 224.
    Organisationen wie Interaktionen sind keine Teilsysteme der Gesellschaft! Darauf weist Luhmann 1975e, 38 ausdrücklich hin.Google Scholar
  221. 225.
    Luhmann 1977b, 36f. Tacke 1998, 64f. arbeitet ebenfalls stark an dem Gedanken, die Leistungsbeziehungen zwischen Teilsystemen auf die Ebene von Organisationen zu beziehen. Nur, die Verengung auf Organisation ist m.E. aus oben genannten Gründen nicht haltbar.Google Scholar
  222. 226.
    Man schaue sich nur die spezifischen Politikfelder (Gesundheitspolitik, Bildungspolitik, Familienpolitik, Finanz- und Wirtschaftspolitik etc.) an, um zu sehen, was leistungserstellende Programmierung bedeutet. Und man sieht dann auch, wo die Einfallstore für Interessenpolitik, Lobbyismus und Korruption sind, die sich als Gefährdungen der Autonomie der Funktionserfüllung auswachsen können, wenn in der Generalisierung von Erwartungen die Fremdreferenz zu stark betont wird. Funktionssysteme riskieren vor allen Dingen in ihren Leistungsbereichen ihre Autonomie.Google Scholar
  223. 227.
    Luhmann 1977b, 31.Google Scholar
  224. 228.
    Vgl. Campbell 1974 zum Begriff der downward causation. Wie diese Arbeit u. a. auch zeigen will, wird die grundsätzliche Idee der kybernetischen Kontrollhierarchie — Strukturen und Prozesse höherer Systemebenen steuern die Prozesse und Strukturen darunterliegender Systeme informationell, während die unteren Systemebenen die oberen materiell-energetisch limitieren — bei Luhmann nicht gänzlich aufgegeben, wohl aber wesentlich vorsichtiger gehandhabt. Der Begriff der Steuerung wird relativiert, da empirische Systeme selbstreferentiell-eigenständige, nicht-triviale Einheiten sind, die nicht einfach von oben zu dirigieren sind. Die Idee des Medienkreislaufes (vgl. Luhmann 1981k, 42ff. für das Medium Macht) ist etwa ein Versuch, das hierarchische Steuerungsmodell in ein zirkuläres zu überführen, das der Beschreibung selbstreferentieller Systeme angemessen ist. Vgl. Drepper 1998 am Beispiel der integrationspädagogischen, organisatorischen und interaktiven Umsetzung der Gleichheitsidee und des verfassungsmäßigen Gleichheitsgrundsatzes im Erziehungssystem. In diesem Fall zeigen sich die Spannungen zwischen Teilsystemen (Erziehung, Recht, Politik), Organisationen (Schulen, Schulamt, Ministerien, Gerichte). Die unterschiedlichen Ansprüche der Erwartungsgeneralisierungen auf der Ebene rechtlicher (Gleichheitsgebot GG, Artikel 3, Absatz 3, Satz 2), bildungspolitischer (KMK-Papiere) und integrationspädagogischer Programmierung sowie der gesellschaftlichen Wertebene geraten mit den Schulwirklichkeiten und Entscheidungsprämissen (Sonderschulen, Normalschulen) in Widerstreit und müssen dort immer wieder auf der Interaktionsebene ausgetragen und ausgehalten werden. Effekt: decoupling!Google Scholar
  225. 229.
    Vgl. Luhmann 1992d, 99. Um ein populäres Beispiel zu nennen, könnte man bei Fernsehsendern als Organisationen im System der Massenmedien sehen, wie aufwendig die Umsetzung bestimmter Programmformate mitunter ist. Nicht jedes neue Format im Set der Programme (Nachrichten, Unterhaltung) ist von jedem Sender gleichsinnig umzusetzen. Manche sind Vorreiter, manche scheitern durch blankes Kopieren. Die Quizshow des einen Senders wird ein Hit und der Moderator zum Trendsetter; auf einem anderen Sender floppt das Format und der Moderator verschwindet von der Bildfläche. Dann beginnt das Rätselraten. Passte das Format nicht in den Kanon der Entscheidungsprämissen? War die besetzte Person des Moderators eine Fehlentscheidung? War die Zielgruppe falsch bestimmt worden oder der Markt bereits übersättigt (Externalisierung)? War über den Sendeplatz falsch entschieden worden oder passt das Format überhaupt nicht zum Image des Senders (der Sender als Adresse und Eigenwert im Gesamtsystem)?Google Scholar
  226. 230.
    Luhmann 1972, 148.Google Scholar
  227. 231.
    Luhmann 1997a, 759f.Google Scholar
  228. 232.
    Die Relation von politischen Programmen (z.B. die demokratische Agenda als universale Symbolstruktur) und Parteien als diese Agenda immer wieder reproduzierende, interpretierende und respezifizierende Organisationen (ausdifferenzierte Sozialstrukturen des politischen Systems) wäre hier ein Beispiel. Historisch-genetisch dreht sich die Korrelation um, und man sieht, wie wesentlich Organisationen in verschiedener Typik (voluntary associations, Vereine, Parteien, Gewerkschaften, Fürsorgeorganisationen) die Ausdifferenzierung der Struktur moderner politischer Systeme prägen.Google Scholar
  229. 233.
    Luhmann 1997a, 835. Das scheint im Übrigen das Simonsche Grundverständnis von Hierarchie als Prinzip der Eigenkomplexitätssteigerung zu sein. Ein hierarchisches System ist ein System mit „klar erkennbarer Struktur aus Teilen-in-Teilen“(Simon 1990, 147). Und ähnlich deutlich Simon 1973, 5: „In application to the architecture of complex systems,,hierarchy’ simply means a set of Chinese boxes usually consists of a box enclosing a second box, which, in turn, encloses a third — the recursion continuing as long as the patience of the craftsman holds out. (…) It is a commonplace observation that nature loves hierarchies. Most of the complex systems that occur in nature find their place in one or more of four intertwined hierarchic sequences.“Vgl. hierzu auch Luhmann 1984a, 38fGoogle Scholar
  230. 234.
    Luhmann 2000c, 241.Google Scholar
  231. 235.
    Luhmann 1971f, 28. Auf die Funktion von boundary roles gehen wir jetzt ein.Google Scholar
  232. 236.
    Luhmann 1997a, 835.Google Scholar
  233. 237.
    Vgl. Luhmann 1964, 108ff. bereits ausführlich zur „Darstellung des Systems für Nichtmitglieder“. Problematisch wird es immer dann, wenn sich auch solche Mitglieder zu Wort melden, die offiziell nicht dazu beauftragt worden sind, im Gegensatz zu offiziellen Stellen (Sprecherrollen), die im Namen der Organisation sprechen dürfen und müssen. Gerade Parteien haben damit Probleme, wenn der Parteisprecher oder der/die Parteivorsitzende nicht die einzigen Stimmen in den Medien bleiben. Aber das ist mittlerweile bereits der mediale Normalfall und journalistischer Sport, möglichst viele konfligierende Meinungen aus einem „Hause“zu Gehör zu bringen. Wie schwierig und anstrengend es aber mitunter auch sein kann, wenn an eine bestimmte Position die Normalerwartung gestellt wird, immer öffentlich Stellung beziehen zu müssen, auch wenn nichts zu sagen ist, kann man an den rhetorischen Eskapaden mancher Trainer im Sport beobachten.Google Scholar
  234. 238.
    Maßgebliche Referenz ist hier Goffmans „The Presentation of Self in Everyday Life“(1959). Vgl. auch Göbel 2000, 43 ff. zur Reichweite dieses zu diesem Zeitpunkt organisationstheoretisch sicherlich ungewohnten Topos für spätere Luhmannsche Begriffe wie Selbstbeschreibung und Paradoxie.Google Scholar
  235. 239.
    Vgl. Luhmann 2000a, 417ff.Google Scholar
  236. 240.
    Vgl. Luhmann 1964, 110. Auf diesen Sachverhalt kann auch die Unterscheidung von Nils Brunsson zwischen talk und action bezogen werden. Differieren talk und action zu deutlich, leidet die credibility, um einen Begriff aus der Semantik der Musikindustrie zu benutzen. Bei Goffman 1998 (1959), 33 stellt sich dieses Problem einem individuellem Akteur stärker als einer Organisation, die zur Lösung des Problems unterschiedliche Stellen ausdifferenzieren kann: „So findet sich der Einzelne häufig im Widerstreit zwischen Ausdruck und Handeln. Gerade diejenigen, die genügend Zeit und Talent haben, eine Aufgabe gut u erfüllen, haben manchmal deswegen weder die Zeit noch das Talent, anderen vorzuführen, wie gut sie sie erfüllen. Man kann sagen, daß einige Betriebsorganisationen dieses Dilemma so lösen, daß sie die dramatische Funktion offizielle einem Spezialisten übertragen, der seine Zeit darauf verwendet, die Bedeutung der Aufgabe auszudrücken, und keine Zeit darauf, sie tatsächlich zu erfüllen.“Google Scholar
  237. 241.
    Luhmann 1964, 111.Google Scholar
  238. 242.
    Luhmann 1964, 111.Google Scholar
  239. 243.
    Vgl. Luhmann 1964, 111.Google Scholar
  240. 244.
    Luhmann 1964, 112.Google Scholar
  241. 245.
    Luhmann 1964, 116.Google Scholar
  242. 246.
    Luhmann 1964, 113.Google Scholar
  243. 247.
    Luhmann 1964, 113.Google Scholar
  244. 248.
    Luhmann 1964, 114f.Google Scholar
  245. 249.
    Luhmann 1964, 122.Google Scholar
  246. 250.
    Luhmann 1964, 122.Google Scholar
  247. 251.
    Luhmann 1964, 220.Google Scholar
  248. 232.
    Luhmann 1964, 221.Google Scholar
  249. 233.
    Luhmann 1964, 221. Hervorhebung von mir. In einem weiteren Kontext verweist Vertretung natürlich wieder auf den Aspekt der Repräsentation einer Einheit.Google Scholar
  250. 254.
    Luhmann 1964, 221.Google Scholar
  251. 255.
    Luhmann 1964, 221.Google Scholar
  252. 256.
    Luhmann 1964, 222.Google Scholar
  253. 257.
    Vgl. Luhmann 1964, 222f. Luhmanns Beispiele sind hier erneut sehr verwaltungsnah gebaut: der „lästige Jurist“oder der „Haushaltsreferent des Fachministeriums“.Google Scholar
  254. 258.
    Luhmann 1964, 223.Google Scholar
  255. 259.
    Luhmann 1964, 223f. Die Aspekte zu Loyalitätskonflikten von Grenzgängern, und die Einrichtungen, die den „Druck der Situation an der Grenze“entschärfen, diskutieren wir hier nicht. Vgl. Luhmann 1964, 229ff.Google Scholar
  256. 260.
    In einer frühen Rezension zu Tönnies’ Einführung in die Soziologie übersetzt Parsons 1991 (1934), 97 collectivities als „Samtschaften“. Spätere Verwendungen zeigen diese Trennschärfe nicht mehr.Google Scholar
  257. 261.
    Brandt 1993, 132.Google Scholar
  258. 262.
    Brandt 1993, 46f.Google Scholar
  259. 263.
    Brandt 1993, 46.Google Scholar
  260. 264.
    Brandt 1993, 46.Google Scholar
  261. 265.
    Brandt 1993, 47. Dieser subjektiv gebundene Zweckbegriff umreißt die Kritikfolie, gegen die sich Luhmann 1968 im Sinne des Einbaus des Zweckbegriffs in eine Systemtheorie wendet. Vgl. Kapitel 1.5 und 1.6Google Scholar
  262. 266.
    Brandt 1993, 132.Google Scholar
  263. 267.
    Das bedeutet bei Parsons aber nicht konsequent unter dem Dach eines Systembegriffes.Google Scholar
  264. 268.
    Folgendes Zitat in Parsons 1951, 39 zur Differenzierung von Institution als generalisiertem Erwartungsmuster normativer Kultur und sozialstrukturellen Komponenten wie Rollen und Kollektiven macht das deutlich: „A collectivity is a system of concretely interactive specific roles. An institution on the other hand is a complex of patterned elements in role-expectations which may apply to an indefinite number of collectivities.“Google Scholar
  265. 269.
    Vgl. Parsons 1961, 44f. Soziologische Theorie hat es Parsons 1961, 30 zufolge immer mit komplexen Systemen zu tun: „It will further be held that most empirically significant sociological theory must be concerned with complex systems, that is, systems composed of many subsystems. Hence the primary empirical type-reference has been the society, which, in nature of the case, is highly complex.“Google Scholar
  266. 270.
    Vgl. Parsons 1960c sehr ausführlich zu diesem Zusammenhang.Google Scholar
  267. 271.
    Vgl. Parsons 1966, 18.Google Scholar
  268. 272.
    Parsons 1961, 42.Google Scholar
  269. 273.
    Parsons 1951, 97. Vgl. ebenfalls zur Definition von collectivities mit Bezug auf den Begriff der Solidarität Parsons 1951, 41.Google Scholar
  270. 274.
    Parsons 1961, 42.Google Scholar
  271. 275.
    Brandt 1993, 152. Und Parsons 1961, 42f. hierzu im Originalton: „In line with the conception of the structure of social systems as consisting in the normative culture institutionalised in the system, we have so far presented a classification of its components organized with reference to the hierarchical order of the organization of the system. Structurally speaking, then, the role component is the normative component which governs the participation of individual persons in given collectivities. The collectivity component is the normative culture which defines the values, norms, goal-orientations, and ordering of roles for a concrete system of interaction of specifiable persons; the component of norms is the set of universalistic rules or norms which define expectations for the performance of classes of differentiated units within the system — collectivities, or roles, as the case may be; and values are the normative patterns defining, in universalistic terms, the pattern of desirable orientation for the system as a whole, independent of the specification of situation or of differentiated function within the system. “Google Scholar
  272. 276.
    Das arbeitet Brandt 1993, 144ff. deutlich heraus.Google Scholar
  273. 277.
    Parsons 1966, 19.Google Scholar
  274. 278.
    Parsons 1976, 187.Google Scholar
  275. 279.
    Parsons 1961, 45.Google Scholar
  276. 280.
    Parsons 1960c, 124.Google Scholar
  277. 281.
    Parsons 1961, 42.Google Scholar
  278. 282.
    Parsons 1961, 44.Google Scholar
  279. 283.
    Parsons 1951, 97 bezieht sich auf Sumners mores und Durkheims moral constraints.Google Scholar
  280. 284.
    Parsons 1951, 99.Google Scholar
  281. 285.
    Parsons 1951, 100. Den Assoziationsbegriff entleiht Parsons Max Weber.Google Scholar
  282. 286.
    Parsons 1951, 100.Google Scholar
  283. 287.
    Parsons 1972, 15.Google Scholar
  284. 288.
    Vgl. Brandt 1993, 89ff. Brandt meint damit die grundbegrifflich wenig integrierte Relation von funktionalen Subsystemen, Institution und formaler Organisation. Auf die Relation der Begriffe Sozialsystem, Gesellschaft und collectivity scheint mir das aber erweiterbar zu sein.Google Scholar
  285. 289.
    Die ganze Bandbreite Parsonsscher Definitionen hier vorzuführen, würde zu weit führen. Eine weitere Kompaktdefinition sei aber noch erlaubt und findet sich in Parsons 1966, 10: „The core of a society, as a system, is the patterned normative order through which the life is collectively organized. As an order, it contains values and differentiated and particularized norms and rules, all of which require cultural references in order to be meaningful and legitimate. As a collectivity, it displays a patterned conception of membership which distinguishes between those individuals who do and do not belong.“Google Scholar
  286. 290.
    Parsons 1951, 101.Google Scholar
  287. 291.
    Parsons 1961, 46.Google Scholar
  288. 292.
    Vgl. Hills 1976, um Trennschärfe bemüht. Eine mögliche Erklärung liegt sicherlich darin, dass diese Begriffsschärfung überhaupt nicht Parsons Hauptproblem darstellt, sondern es Parsons vielmehr darum geht, die Bindungs- und Integrationswirkung der normativen Kultur einer Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen der Sozialstruktur zu begründen.Google Scholar
  289. 293.
    Parsons 1972, 29ff.Google Scholar
  290. 294.
    Parsons 1972, 37.Google Scholar
  291. 295.
    Wir erinnern daran, dass Luhmann 1964 auch noch dominant von der Organisation als Struktur eines sozialen Systems gesprochen hat.Google Scholar
  292. 296.
    Parsons 1972, 37.Google Scholar
  293. 297.
    Parsons 1972, 39.Google Scholar
  294. 298.
    Vgl. Parsons 1972, 40.Google Scholar
  295. 299.
    Parsons 1964, 347.Google Scholar
  296. 300.
    Parsons 1969, 63.Google Scholar
  297. 301.
    Vgl. Parsons 1969, 63.Google Scholar
  298. 302.
    Parsons 1964, 347.Google Scholar
  299. 303.
    Markus Göbel 2001, 95 stellt zum dominanten Macht- und Herrschaftsaspekt des Parsonianischen Organisationsverständnisses fest: „Parsons dominanter Bezugspunkt der Organisationsforschung bleibt dabei eine am Begriff der Macht/Herrschaft orientierte Hierarchisierung von primären Teilzielen innerhalb der Organisation, die ihrereseits einen spezifischen Beitrag zur Funktionserfüllung (AGIL) übergeordneter Teilsysteme des allgemeinen Handlungssystems respektive des Sozialsystems leisten. Mit der Fokussierung auf Prozesse der Zielverwirklichung wird eine enge Kopplung zwischen dem Phänomen der Organisation und der Mobilisierung von Macht konstatiert.“Google Scholar
  300. 304.
    Parsons et al. 1961, 579ff Die Auswahl der klassischen Autoren zu dem Feld „Some Patterns Of Political Organization and Authority“ist aufschlussreich und bemerkenswert: Otto von Gierke, Max Weber und Chester I. Barnard.Google Scholar
  301. 305.
    Gabriel 1979b, 321.Google Scholar
  302. 306.
    Luhmann 1984a, 31 plakativ gegen den analytischen Realismus von Parsons profiliert: „Es gibt selbstreferentielle Systeme.“Und bereits 1971g, 155 zur Voraussetzung des selbstreferentiellen Aspektes der Systemkonstitution: „Von einem sozialen System kann man nur sprechen, wenn und soweit das System sich von seiner Umwelt unterscheiden läßt; und zwar muß es für die Handelnden selbst, nicht nur für die Wissenschaft, in seinen Grenzen erkennbar sein.“Google Scholar
  303. 307.
    Ich bin allerdings skeptisch, ob es Luhmann selbst immer gelingt, die Behälter- und Containermetaphorik z.B. in der Relation von Funktionssystemen und Organisationen konsequent zu vermeiden. Ein Hauch ontologischen Rückstandes bleibt, wenn Luhmann von Organisationen in Funktionssystemen spricht. Diese Skepsis habe ich im Rahmen eines Vortrages mit dem Titel „On systemizing the correlation between society and organization — a blind spot in Luhmann’s system theory or just a missing link between his theory of society and his organization theory?“auf dem „International Symposium on,Niklas Luhmann and Organization Theory“, (München 05/06/2002) diskutiert.Google Scholar
  304. 308.
    Luhmann 1978, 29.Google Scholar
  305. 309.
    Das sind auch noch in Luhmann 1997a, 24ff. wesentliche Kontrastfolien zur Profilierung eines systemtheoretischen Gesellschaftsbegriffes.Google Scholar
  306. 310.
    Luhmann 1983, 337.Google Scholar
  307. 311.
    Vgl. etwa das Kapitel „Grenzen der Steuerung“in Luhmann 1988b, 324ff. Natürlich geht es hier auch um eine Gegenposition zu Renate Mayntz und deren Verbindung von Differenzierungstheorie und Steuerungstheorie.Google Scholar
  308. 312.
    Bei Schimank 1987, 45 liest man: „Formale Organisationen lassen sich — neben Professionen — als Träger der je spezifischen Eigenlogiken funktional spezialisierter Teilsysteme ansehen“. Unbestreitbar sind Organisationen und Professionen wesentliche strukturtragende Sozialsysteme bzw. Sozialstrukturen der modernen Gesellschaft, da in ihnen Rollen und Programme zur Anwendung kommen, verändert und stabilisiert werden. Nur macht sie das noch nicht zu den maßgeblichen (Kollektiv-) Akteuren und Handlungsträgern von Funktionssystemen. Aus theoretischer Sicht ist die Personalisierung von Funktionssystemen innerhalb von Systemen eine semantische Strategie der Komplexitätsreduktion. Davon muss die theoretische Analyse sich aber unterscheiden.Google Scholar
  309. 313.
    Luhmann 1988b, 335.Google Scholar
  310. 314.
    Luhmann 1988b, 336f.Google Scholar
  311. 315.
    Vgl. Hutter 1989, 92 zu Personen der Wirtschaft, des Rechts und der Politik.Google Scholar
  312. 316.
    Den Zusammenhang von Rationalitätssemantik und Akteurskonstitution stellen etwa Meyer/Boli/Thomas 1987 oder auch bei Friedl and/Alford 1991 heraus. Den Zusammenhang von Rationalitätsmythen und der Legitimitätsbeschaffung formaler Organisationen analysieren Meyer/Rowan 1991 (1977). Den gesellschaftstheoretischen Rahmen anvisieren die Begriffe societal sectors (Scott/Meyer 1991, 117f.) und organizational fields (DiMaggio/Powell 1991b, 64f).Google Scholar
  313. 317.
    Vgl. Luhmann 1971e, 62f. sowie sehr ausführlich Luhmann 1984a, 148ff.Google Scholar
  314. 318.
    Luhmann 1995a, 148.Google Scholar
  315. 319.
    Vgl. zum Begriff der Adresse auch Fuchs 1997a und Stichweh 2000, 220ffGoogle Scholar
  316. 320.
    Luhmann 1995a, 152.Google Scholar
  317. 321.
    Luhmann 1993b, 254.Google Scholar
  318. 322.
    Luhmann 1993b, 254.Google Scholar
  319. 323.
    Seit Durkheim — darauf hat Luhmann immer wieder hingewiesen — muss das Verhältnis von sozialer Differenzierung und Individualisierung als ein Steigerungsverhältnis gedacht werden. Vgl. Luhmann 1992c.Google Scholar
  320. 324.
    Vgl. Luhmann 1984a, 434f. Und Luhmann 1970e, 122: „Sinnstrukturen mit größerem Potential für Komplexität, nämlich Rollen und Programme, bilden dann die Sinnebene, auf der die Gesellschaft sich ausdifferenziert, bilden die eigentlich strukturtragende Schicht, bezüglich der dann Personen mobilisiert und Werte ideologisiert werden.“Google Scholar
  321. 325.
    Vgl. Rheinfelder 1928 und Fuhrmann 1979. Rheinfelder 1928, 152 zeigt, wie der Begriff im römischen Recht an rechtliche Erwartungen geknüpft wurde, also bereits der Codierung und Programmierung unterlag. Das Wort persona wurde „für jede Person gebraucht (…), für Hohe und Niedere, für Freie und Sklaven. Persona ist im Codex der,Mensch’, soweit man ihn gegenüber den Gesetzen braucht. Die Ausdrücke sind Umschreibungen der betreffenden Personen zum Zwecke der Abstrahierung und Objektivierung. Ein,Füllwort’ möchte ich auch hier persona niemals nennen. Man könnten es als ein,Ständerwort’ bezeichnen, indem es sozusagen der Ständer, die,Puppe’ ist, auf der die einzelnen Menschen dem Gesetzgeber vorgeführt werden, wie die Kleider in der Auslage eines Konfektionsgeschäftes dem Publikum.“Google Scholar
  322. 326.
    Vgl. hierzu Luhmann 1993b und 1995b.Google Scholar
  323. 327.
    Luhmann 1996b, 66f.Google Scholar
  324. 328.
    Hutter/Teubner 1994, 112. Ähnliches liest man im Neoinstitutionalismus zum Konstitutionsprozeß und Konstruktionscharakter individueller und kollektiver Akteure: „A central concern of our analysis is the way in which the institutional structure of society creates and legitimates the social entities that are seen as ‚actors’“. (Meyer/Boli/Thomas 1987, 12 und neuerdings Meyer/Jepperson 2000) Nur muss hier der etwas diffuse Kompaktbegriff der Institution auffangen, was systemtheoretisch mit der Mehrebenenanalyse von Erwartungsgeneralisierungen differenzierbar ist. Man kann dann die Relation der verschiedenen Ebenen der Erwartungsbildung miteinander korrelieren, z.B. Personen mit Rollen, Rollen mit Programmen, Programme mit Codes etc. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man eine Systemreferenz angeben kann.Google Scholar
  325. 329.
    Luhmann 1984a, 228. Die These, dass Handlungen „in sozialen Systemen über Kommunikation und Attribution konstituiert werden“ (Luhmann 1984a, 191) zur Selbstbeschreibung und Selbstsimplifikation von Kommunikationssystemen, ist eine der umstrittensten Theorieüberlegungen Luhmanns. Die Bedeutung des Attributionsbegriffes wurde bereits in den Überlegungen zur Relation von Handlung und Entscheidung deutlich.Google Scholar
  326. 330.
    Luhmann 1984a, 232. Dass man auch symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien als solche Abkürzungsregeln begreifen kann, sehen wir später.Google Scholar
  327. 331.
    Luhmann 1984a, 240.Google Scholar
  328. 332.
    Vgl. Luhmann 1984a, 377f.Google Scholar
  329. 333.
    Luhmann 1984a, 415.Google Scholar
  330. 334.
    Hutter/Teubner 1994, 117. Selbst in Familien, wo die gesamte Person „Höchstrelevanz“(Tyrell) erfährt, positiv oder negativ, werden Personenkenntnis und Rollenkenntnis miteinander verwoben. Die Mutter ist die Mutter, der Vater der Vater, selbst wenn man sich einigt — in guter laissez faire-Manier -, sich nur beim Vornamen anzusprechen.Google Scholar
  331. 333.
    Hutter/Teubner 1994, 118. Hutter und Teubner gehen soweit, jedem Teilsystem der Gesellschaft die Produktion einer Sozialpsychologie zu bescheinigen, in der die Erwartungen an Personen wie deren standardisierte Verhaltensweisen formuliert werden.Google Scholar
  332. 336.
    Luhmann 1997a, 185.Google Scholar
  333. 337.
    Weber war das der Hinweis auf den Einzug der Rationalisierung in fast alle Wertsphären der Gesellschaft. Vgl. die Vorbemerkungen und die Zwischenbetrachtung in Weber 1920.Google Scholar
  334. 338.
    Luhmann 2000a, 445 ff.Google Scholar
  335. 339.
    Bardmann 1994 hat das in seiner Formel der organisierten Produktion von Abfall pointiert.Google Scholar
  336. 340.
    Bei Meyer/Boli/Thomas 1987, 23 u. 24ff. steht das unter der Formel der „Emergence of Social Entities in the Process of Rationalization“.Google Scholar
  337. 341.
    Luhmann 1995b, 254.Google Scholar
  338. 342.
    Luhmann 1991a, 130.Google Scholar
  339. 343.
    Luhmann 1992b, 203.Google Scholar
  340. 344.
    Luhmann 1991a, 126.Google Scholar
  341. 345.
    Fragt man Börsenspezialisten nach Handlungsstrategien an schwarzen Börsentagen hört man meist: „Schlechter kann es eigentlich nicht mehr werden, oder?“Google Scholar
  342. 346.
    Luhmann 1991a, 128.Google Scholar
  343. 347.
    Luhmann 1991a, 75.Google Scholar
  344. 348.
    Luhmann 1995e, 108.Google Scholar
  345. 349.
    Luhmann 1995e, 108f.Google Scholar
  346. 350.
    Vgl. etwa Fritz Heider 1977, 194ff. Vgl. als Überblicke Meyer/Försterling 1993, 178ff. sowie Eimer 1987, 116ff. Eimer 1987, 120ff. arbeitet deutlicher als Heider selbst die Unterscheidung von einfachen E ige nschaftszuschreibungen von Dingen und Objekten in der Umwelt (Weltbeobachtung) und Kausalattributionen von Ursache/Wirkungsrelationen auf Personen (Beobachterbeobachtung!) heraus. Interpersonale Kausalzuschreibungen sind solche Kausalattributionen, in denen auf Latenzen (Motive, Einstellungen, Wünsche, Intentionen, Triebe) des Gegenübers geschlossen und zugerechnet wird. Bei Heider selbst, so Eimer, wird die Unterscheidung von einfacher Eigenschafts- und „echter“Kausalattribution nicht konsequent entwickelt.Google Scholar
  347. 351.
    Luhmann 1982b, 43.Google Scholar
  348. 352.
    Luhmann 2000a, 455.Google Scholar
  349. 353.
    Kelley 1972, 151.Google Scholar
  350. 354.
    Vgl. Luhmann 1995e, 111. Für Luhmann 1991a, 34f. verweist die attributionstheoretische Unterscheidung interner und externer Zurechnungsmodi auf die Ebene einer Theorie der Beobachtung zweiter Ordnung, von der aus sich beobachten lässt, „wie ein anderer Beobachter zurechnet, zum Beispiel internal oder external bei sich selbst und bei anderen und ob auf konstante oder auf variable Faktoren, auf Strukturen oder auf Ereignisse, auf Systeme oder auf Situationen. In dieser Forschungstradition wird also die Zurechnungsweise selbst als kontingent angesehen, und man versucht dann die Faktoren ausfindig zu machen, mit denen Zurechnungsweisen korrelieren (Personenmerkmale, Schichtung, Situationsmerkmale, Rollenkonstellationen wie Lehrer/Schüler usw.).“Google Scholar
  351. 355.
    Vgl. Arbib/Hesse 1986 zur Schema-Theorie zwischen Kognitionstheorie und Wissenssoziologie. Vgl. als Luhmannsche Referenz darauf Luhmann/Schorr 1988 (1979), 373, Fußnote 18.Google Scholar
  352. 356.
    Luhmann 1996b, 194. Schema und Skript unterscheiden sich Luhmann zufolge nach Graden der Komplexitätserfassung. Skripts sind Schemata, die die Sinndimensionen bereits stark integrieren, d.h. Freiheitsgrade einschränken. Programme in Organisationen sind solche Skripts, da sie einen zeitlichen Ablauf festlegen, einen Sachbezug (Aufgabe) definieren und Personen in Rollen (Ämter, Stellen) daran binden.Google Scholar
  353. 357.
    Luhmann 1996c, 318.Google Scholar
  354. 338.
    Luhmann diskutiert die Schema-Theorie in engem Zusammenhang mit dem Gedächtnisbegriff. Dem können wir hier nicht nachgehen.Google Scholar
  355. 359.
    Luhmann 1996b, 139f.Google Scholar
  356. 360.
    Luhmann 1982b, 46.Google Scholar
  357. 361.
    Luhmann 2000a, 456.Google Scholar
  358. 362.
    Luhmann 1995e, 115f.Google Scholar
  359. 363.
    Vgl. hierzu die bekannte Erleben/Handeln — Ego/Alter-Korrelationstabelle in Luhmann 1975, 175 und Luhmann 1997a, 336. Zu weit für diese Arbeit würde die Beschäftigung mit dem theorieimmanent hochinteressanten Versuch Luhmanns führen, die Erleben/Handeln-Unterscheidung auf den dreistelligen Kommunikationsbegriff zu projizieren. Handeln bezeichnet dabei den Mitteilungsaspekt, Erleben den Informationsaspekt von Kommunikation. Ob, und wie das zu integrieren ist, scheint mir wenig reflektiert bislang.Google Scholar
  360. 364.
    Luhmann 1997a, 335f.Google Scholar
  361. 363.
    Vgl. Luhmann 1997a, 337f. Zu weit würde es ebenfalls führen, an dieser Stelle die phänomenologischen Grundaussagen zur „Typengebundenheit allen Erlebens und Handelns“einzugehen, die Luhmann 1984a, 122f. in diesem Zusammenhang bespricht. An anderer Stelle in dieser Arbeit haben wir bereits auf die Nähe zum sozialphänomenologischen Typisierungsbegriff von Schütz hingewiesen.Google Scholar
  362. 366.
    Luhmann 1984a, 126. Vgl. auch Luhmann 19811 ausführlich zur Funktion von Attribution und Schematismen im Kommunikationsprozess.Google Scholar
  363. 367.
    Coleman 1979, 4ff.Google Scholar
  364. 368.
    Bei dieser Zuteilung der Strukturen sozialer Systeme auf die Sinndimensionen bin ich mir nicht ganz sicher. Es gibt Stellen bei Luhmann, die eine solche Typisierung nahe legen. Codes z.B. tragen ja den Zeitindex „dauerhaft“, wobei Codes kognitiv (informationsselegierend) und Werte eher normativ (geltungsorientiert) orientiert sind. Programme sind als Welt- und Sachbezug relevante Kriterien der Systemoperationen und änderbar. Während Personen als Erwartungsstrukturen noch gut als soziale Typisierungen durchgehen, haben Rollen von allem etwas.Google Scholar
  365. 369.
    Luhmann 1984a, 127.Google Scholar
  366. 370.
    Hutter/Teubner 1994, 131. Geser 1990 vergleicht aus einer handlungstheoretischen Perspektive die Eigenschaften von „Organisationen analog zu Individuen als soziale Akteure sui generis“(402), und es macht fast den Eindruck, als seien Organisationen als sekundäre Handlungssubjekte irgendwie die „besseren“und rationaleren Akteure.Google Scholar
  367. 371.
    Vanberg 1982, 1ff.Google Scholar
  368. 372.
    Vgl. Dan-Cohen 1986.Google Scholar
  369. 373.
    Vollmer 1997, 171. Wie umstritten selbst die Idee des autonomen, interessengeleitet und rational handelnden Individuums in der Sozialtheorie ist, braucht kaum betont werden. Auf diese Selbstverständlichkeit kann sich der „Kollektivakteur“nicht verlassen. Vgl. Schimank 2000, 37–171 zur ausgiebigen Diskussion von Akteurmodellen.Google Scholar
  370. 374.
    Hauriou 1965, 45ff. diskutiert zum Vergleich von natürlicher und juristischer Person noch eine „Psychologie der Persönlichkeit“und eine „Psychologie des Verbandes“. Vgl. insgesamt auch Türk et al. 2002, 25ff. Hierzu auch Schimank 2000, 308 der die Unterscheidung zwischen korporativem und kollektivem Akteur im Grad und der Verbindlichkeit der Formalisierung sieht. Während als kollektive Akteure zu bezeichnende Einheiten eher selbstläufig entstehen (z.B. soziale Bewegungen), gründen als korporative zu bezeichnende — im Schimankschen Verständnis- überindividuelle Akteure wie z.B. formal organisierte Arbeitsorganisationen auf bindenden Vereinbarungen. Zur näheren Bestimmung der Prozesse der Akteurskonstitution unterscheidet Schimank dann noch zwischen der Konstitution „von unten“(bottom-up) und der Konstitution „von oben“(top-down). Paradigmatisch für die bottom-up-Konstitution sind Interessenorganisationen und für die top-down-Variante Arbeitsorganisationen. Vgl. Schimank 2000, 309ff. und 2001a, 285.Google Scholar
  371. 375.
    Vgl. hierzu noch einmal Meyer/Boli/Thomas 1987 und als Kompaktreferenz hierzu Scott 1995.Google Scholar
  372. 376.
    Vollmer 1996, 174.Google Scholar
  373. 377.
    Vollmer 1996, 174.Google Scholar
  374. 378.
    Vgl. ausführlich zu Neuen Sozialen Bewegungen Japp 1986b und Hellmann 1996.Google Scholar
  375. 379.
    Vollmer 1996, 176.Google Scholar
  376. 380.
    Vollmer 1996, 178.Google Scholar
  377. 381.
    Vollmer 1996, 179.Google Scholar
  378. 382.
    Vollmer 1996, 188.Google Scholar
  379. 383.
    Luhmann greift die in kognitions-, erkenntnistheoretischen und sozialpsychologischen Kontexten üblichen Begriffe des scripts, der frames und der schemes auf und diskutiert sie in Richtung auf das Gedächtnis sozialer Systeme. Die Nähe zum Struktur- und Programmbegriff ist fast zwingend, versteht man unter Schemata „Regeln für die Wiederholung von (dann wieder konkreten) Operationen“(Luhmann 1996b, 194).Google Scholar
  380. 384.
    Gierke 1902, 2.Google Scholar
  381. 385.
    Vgl. Rittner 1973, 189ff.Google Scholar
  382. 386.
    Vgl. Gierke 1902, 11ff.Google Scholar
  383. 387.
    Die Webersche Ablehnung gegen die Handlungsfähigkeit von Kollektiven bzw. Verbänden braucht kaum hervorgehoben zu werden. Vgl. Weber 1922, 6f. und 25ff. Für Weber gibt es keine handelnde Kollektivpersönlichkeit, und deren Realität erschöpft sich als Gedankengebilde mit normativem Geltungsanspruch. Auch die Verbandshandlung ist immer ein Handeln angebbarer Personen bzw. eines Personenstabes. In diesem grundbegrifflichen Diktum und im Programm des methodologischen Individualismus kommt die gesamte Webersche Ablehnung gegen jegliche organologischen und funktionalistischen Reifikationen zum Ausdruck.Google Scholar
  384. 388.
    Vgl. als Kurzüberblick hierzu Rittner 1973, 180ff.Google Scholar
  385. 389.
    Gierke 1902, 4.Google Scholar
  386. 390.
    Gierke 1902, 10.Google Scholar
  387. 391.
    Gierke 1902, 12. Hervorhebung von mir. Im Folgenden präzisiert Gierke dann seine Renovierung des Ganzes/Teil-Schemas und seinen kritisch-reflektierten Gebrauch der Organismusmetapher für Sozialphänomene und das „Reich der Geisteswissenschaft“. Gierkes starke rechtsphilosophische Grundierung und mitunter deutlichen lebensphilosophischen Einflüsse werden immer wieder als Indiz für seine rechtswissenschaftlichen Grenzüberschreitungen gewertet, die rechtstheoretisch umstritten, eher Einsichten über Mitgliedschaftsverhältnisse, das Organhandeln und kollektive bzw. korporative Willensbildung entwickelten. Vgl. Gurvitch 1923 und Rittner 1973, 183f.Google Scholar
  388. 392.
    Vgl. Rittner 1973, 185.Google Scholar
  389. 393.
    Gierke 1902, 3.Google Scholar
  390. 394.
    Gierke 1902, 3.Google Scholar
  391. 395.
    Teubner 1987, 64.Google Scholar
  392. 396.
    Teubner 1987, 67.Google Scholar
  393. 397.
    Vgl. Damman/Grunow/Japp 1994, 230.Google Scholar
  394. 398.
    Teubner 1987, 68.Google Scholar
  395. 399.
    Teubner 1987, 69.Google Scholar
  396. 400.
    Teubner 1987, 69.Google Scholar
  397. 401.
    Vgl. Göbel 2000, 274ff. ausführlich zur Geschichte des Selbstbeschreibungsbegriffes in der Luhmannschen Theorie.Google Scholar
  398. 402.
    Vgl. hierzu die Ausführungen zur Außendarstellung in diesem Kapitel.Google Scholar
  399. 403.
    Teubnerl987, 70.Google Scholar
  400. 404.
    Teubnerl987, 71.Google Scholar
  401. 405.
    Vgl. Luhmann 1993a, 535ff. und Luhmann 1981a, 360ff Vgl. auch Coing 1950 und Rittner 1973, 151ff. zur Rechtsperson als Zentralbegriff des modernen Rechtssystems.Google Scholar
  402. 406.
    Teubner 1987, 75.Google Scholar
  403. 407.
    Auch Gottheiten, Heilige, Bäume, Tempel, Grundstücke könnten als rechtsfähige Subjekte betrachtet werden. Die sozialstrukturelle Plausibilität würde in der modernen Gesellschaft aber weitgehend fehlen. Natur wird allerdings im Umweltschutzrecht zu einer Adresse.Google Scholar
  404. 408.
    Für Juristen ist das der Aspekt der Organschaft, des Organhandelns. Wie Teubner 1987, 81 formuliert, bezieht sich die juristische Person nicht auf das gesamte Organisationssystem, sondern nur auf „den partiellen Handlungskomplex des, Kollektivs ‘, also nur solches Handeln, das von den Zurechnungsmechanismen der Organschaft, der Stellvertretung und des arbeitsrechtlichen Direktionsrechts erfaßt wird. (…) Nicht Mitgliedschaft, sondern Organschaft entscheidet, welche Handlungen dem Unternehmenskollektiv zugehörig sind.“(Hervorhebung im Original)Google Scholar
  405. 409.
    Luhmann 1975e, 33.Google Scholar
  406. 410.
    Teubner 1987, 74.Google Scholar
  407. 411.
    Luhmann 1998, 346.Google Scholar
  408. 412.
    Luhmann 1990b, 201.Google Scholar
  409. 413.
    Blicke in die einschlägigen privatrechtlichen Gesetzestexte des BGB § 21 ff. sowie des HGB, des GmbHG etc. machen das deutlich. Rechtssoziologisch das Recht beobachtet, geht es hier um das Problem der „Rechtstypologie der besonderen Gruppierungen“(Gurvitch 1960, 156ff).Google Scholar
  410. 414.
    Teubner 1987, 74.Google Scholar
  411. 415.
    Teubner 1987, 75.Google Scholar
  412. 416.
    Teubner 1992, 199.Google Scholar
  413. 417.
    Teubner 1992, 206f.Google Scholar
  414. 418.
    Teubner 1992, 207f. Vgl. Wolff 1933, Bd. 1, 1–87 zur Geschichte der Lehren der Juristischen Person und dem darin bearbeiteten Problem der Verbandspersönlichkeit mit all ihren Begründungsschwierigkeiten.Google Scholar
  415. 419.
    Teubner 1992, 208. Vgl. die einschlägigen Passagen von Kantorowicz hierzu in Kapitel 1.1 dieser Arbeit.Google Scholar
  416. 420.
    Hutter/Teubner 1994, 110. Hutter und Teubner diskutieren dies für die Akteursfiktionen des rational agierenden homo juridicus und homo oeconomicus im Rahmen von Rechts- und Wirtschaftssemantiken.Google Scholar
  417. 421.
    Vgl. Hutter/Teubner 1994, 132.Google Scholar
  418. 422.
    Deutlich wurde dies in extrem gesteigerter Form am Beispiel der amerikanischen Präsidentenwahlen 2000. Letztlich wurde vom supreme court die rechtliche Entscheidung (!) der (politischen) Wahlen erwartet, eine rechtsstaatlich höchst brisante Zuspitzung, die als Verfassungskrise traktiert wurde.Google Scholar
  419. 423.
    Ich schließe mich dem Vorbehalt von Markus Göbel 2001, 105 an, der davon ausgeht, dass es sich bei dem Verhältnis von Organisation und Semantik um ein bei Luhmann unterrepräsentiertes Feld handelt: Es „fehlt der Einbezug von Organisationen im Hinblick auf die Korrelationsthese von gesellschaftlicher Struktur und semantischer Tradition.“ Für das organisationsinterne Verhältnis von Semantik/Kultur und Struktur stellt Wil Martens 2001, 358 ebenfalls „das Fehlen des Versuches einer systematischen Zusammenführung der semantischen Muster einerseits und der sozialen Strukturen moderner Organisationen andererseits“ fest.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Thomas Drepper

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