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Die Organisation der Kampagnen von SPD und CDU zur Bundestagswahl 1998

  • Knut Bergmann
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Zusammenfassung

Attestierte im Frühjahr 1997 noch ein Autor der SPD, daß ihre „Parteizentrale [..] lustlos und unmotiviert vor sich hin[dämmert] wie eh und je“446, machte die Partei kurz danach organisatorisch einen Schritt vorwärts. Kernelement des im April von Bundesgeschäftsführer Müntefering der Öffentlichkeit präsentierten sozialdemokratischen Wahlkampf-Konzeptes war der Aufbau einer aus dem Erich-Ollenhauer-Haus ausgelagerten Wahlkampfzentrale, für die auf halben Weg zwischen der ‚Baracke‘ genannten SPD-Parteizentrale und dem Bundeskanzleramt Räumlichkeiten angemietet wurden.447 Mit der Wahlkampfzentrale ‚Kampa‘ — Kurzform für ‚Kampagne ‘98‘ — schuf die SPD ein sichtbares Zeichen mit hohem Symbolwert für ihren Anspruch an Professionalität im Wahlkampf und den Willen der Partei, aus der Bundestagswahl 1998 als Sieger hervorzugehen. Versinnbildlicht wurden diese Ambitionen durch das Wahrzeichen der ‚Kampa‘, eine an der Fassade angebrachte, einem Countdown gleich die Zeit bis zur Schließung der Wahllokale am Tag der Bundestagswahl rückwärts zählende Uhr, unter der der Schriftzug ‚Am 27. September 98 ist Bundestagswahl.‘ prangte. Die Uhr tauchte als Motiv vor allem in TV-Berichten über den Wahlkampf auf, wurde aber auch häufig in Printmedien abgedruckt. Suggeriert wurde, daß die Zeit der Regierung Kohl abgelaufen sei — ein Grundmotiv der sozialdemokratischen Kampagne.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2002

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  • Knut Bergmann

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