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Was ist Konstruktivismus?

  • Jensen Stefan

Übersicht

Natürlich kennt der gebildete Leser den Konstruktivismus — oder hat zumindest „davon gehört“.122 Das ist aber möglicherweise ein Hindernis, denn vielleicht hat er es anders gehört oder verstanden als der Autor. Der Bericht beginnt daher mit einigen Erinnerungshilfen. Zunächst wird der Unterschied zwischen dem ‘älteren’ Konstruktivismus (in Kunst und Wissenschaft) und dem ‘neuen’ Konstruktivismus (Theorie der wissenschaftlichen Beobachtung) erklärt. Es folgen einige Hinweise zu den Quellen des Konstruktivismus. Sie zeigen den Zusammenhang des (älteren) konstruktivistischen Ansatzes mit dem Problem der Begründung. Im ‘neuen’ Konstruktivismus geht es um das Verhältnis von Wissen und Wirklichkeit. Dabei wird vor allem die Frage untersucht, wie wissenschaftliches Wissen zustande kommt. Ausgangspunkt war die Forschung Jean Piagets über die frühkindliche Sozialisation.123 Die weitere Entwicklung führte in zwei parallele Richtungen: einerseits zur Forschung über Kognition als biologisches und psychologisches Phänomen in Einzelwesen einer Art,124 andererseits zum epistemischen Konstruktivismus, der sich mit dem Verhältnis von gesellschaftlichem Erkenntniswissen zur darin vorausgesetzten Wirklichkeit beschäftigt. In diesem Bericht wird die erste Richtung als Kognitivismus bezeichnet; der Begriff Konstruktivismus bleibt für den zweiten, gesellschaftlichen Ansatz reserviert. Konstruktivismus in diesem Sinne ist eine Theorie der Realität, die in der Beobachtung erscheint. Beobachtungen sind hier immer Beobachtungen der Wissenschaft. Der Bericht wird aber auch in den Bereich der Kunst und die Auslegung von Texten abschweifen.

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Literatur

  1. 122.
    „Was wir über die Stratosphäre wissen, gleicht dem, was Platon über Atlantis weiß: Man hat davon gehört. Oder wie Horatio es ausdrückt: So I have heard, and do in part believe itLuhmann, Realität Massen-Medien, 2 1996: 9.Google Scholar
  2. 123.
    Siehe dazu Rusch/Schmidt Piaget und der Radikale Konstruktivismus, 1994.Google Scholar
  3. 124.
    Kognition ist, vereinfacht gesagt, die Umrechnung von Sinnesdaten auf Umwelt. Diese ‘Umrechnung’ vollzieht sich im Gehirn. Das Gehirn erzeugt aus sensorischen Daten eine interne Außenweltvorstellung, die eigene Realität des Einzelwesens. Grundlage für die Operationen des Gehirn sind biologische Programme. Diese werden beim Menschen (generell bei höher entwickelten Lebewesen) von erlernten Strukturen überlagert.Google Scholar
  4. 125.
    Heinz Von Foerster, Ernst Von Glasersfeld, Paul Watzlawick. Als erste Einführung gut geeignet Gumin/Meier 1992.Google Scholar
  5. 126.
    Diese Aussagen gelten nur für eine bestimmte Version des Konstruktivismus: für Tatlin und seine Anhänger. Dem stehenden andere, stark symbolisch orientierte Strömungen gegenüber, als deren Repräsentant vor allem Malevich gilt. Dessen Kunst ist in hohem Maße symbolisch; jedes seiner Elemente weist auf eine metaphysische Dimension. Die Besonderheit des Konstruktivismus liegt darin, daß er der Gestaltung der Formensprache so große Aufmerksamkeit zuwendet. Formen und Symbole erzeugen ihre eigene Wirklichkeit, und folglich entscheidet ihre Gestaltung (mit) darüber, welche Art von Wirklichkeit entsteht.Google Scholar
  6. 127.
    Die Wahl der Raumecke hat eine tiefere Bedeutung. Sie ist der Ort, an dem in den russischen Bauernhäusem die Ikone aufgestellt wurde — quer über der östlichen Ecke. Der Konstruktivismus ist nicht nur Kunst, sondern in ihrem Ursprung auch Teil der ideologischen Auseinandersetzung mit der ‘Kiewer Kunst’, die von den reichen (adligen) Schichten aus Westeuropa importiert wurde, und der altrussischen ‘bäuerischen’ Kunst der Ikone. Kazimir Malevich bekannte sich ausdrücklich zur bäuerlichen Kunst und zur Ikonenmalerei.Google Scholar
  7. 128.
    Der Graffiti-Künsder Keith Haring hat Passanten, die ihn beim Ausmalen der New Yorker Metro danach fragen, was seine Gebilde bedeuten sollten, geantwortet: „Bedeutung ist Ihre Sache, ich mache nur die Zeichnung.“Germano Celant (Hg.): Keith Haring, 1992. Die Anekdote illustriert, wie sich der Künsder als Teil eines interaktiven Zusammenhanges fühlt, der konstruktiv aus wechselseitig verschränkten Beobachtungen entsteht. Er ist Medium und Macher in der urbanen Öffentlichkeit, aus der er Signale empfängt und in die er neue Botschaften einspeist. Kunst ist ein komplexes System, nicht etwas, das der Künstler ‘allein’ erzeugen könnte. Gilt das nicht auch für die Wissenschaft?Google Scholar
  8. 129.
    Vgl. dazu Weiss 1991 oder lexikalische Hinweise auf Dingler, etwa in der Brockhaus Enzyklopädie, 19. Auflage, Bd. 5 (Mannheim 1988) 513: Dingler, Hugo, Philosoph und Wissenschaftstheoretiker, 1881–1954; war 1920 Professor in München, 1932–34 in Darmstadt. Gegenstand des wissenschaftstheoretischen Werks D.s ist eine methodische Begründung der exakten Wissenschaft (Mathematik Physik). Diese wird nicht mehr in axiomatischen, sondern in konstruktiven Theorien gesucht, in deren Rahmen Gegenstände materiell erzeugt, nicht nur formal beschrieben werden. Mit diesem Ansatz wird D. zum eigentlichen Begründer des Operationalismus, der Vermittlung von Theorie und Empirie in einer durch ideale Forderungen bestimmten Praxis. Zentraler Bestandteil einer methodischen Grundlegung der Physik ist eine nichtempirische Theorie der Messung.« Siehe auch Stichwort »Konstruktivismus, Konstruktivität« in Google Scholar
  9. Physik). Diese wird nicht mehr in axiomatischen, sondern in konstruktiven Theorien gesucht, in deren Rahmen Gegenstände materiell erzeugt, nicht nur formal beschrieben werden. Mit diesem Ansatz wird D. zum eigentlichen Begründer des Operationalismus, der Vermittlung von Theorie und Empirie in einer durch ideale Forderungen bestimmten Praxis. Zentraler Bestandteil einer methodischen Grundlegung der Physik ist eine nichtempirische Theorie der Messung.» Siehe auch Stichwort »Konstruktivismus, Konstruktivität« in Mittelstraß (Hg.): Enzyklopädie Philosophie/Wissenschaftstheorie, Bd 2 (1980) 447–453.Google Scholar
  10. 130.
    Zur Erklärung und Begriffsgeschichte siehe beispielsweise Sandkühler (Hg.): Europ. Enzyklopädie Philosophie/ Wissenschaften, Stichwort «Begründung», Bd. 1 (1990) 364–369 mit weiteren Nachweisen oder auch Köhler/Kuhlmann/Rohs (Hg.): Philosophie und Begründung, 1987.Google Scholar
  11. 131.
    Dazu H. Glockner (Hg.): G. W. Leibniz — Monadologie, 1954. Die Idee des „zureichenden Grundes“erörtert Leibniz 1714 im Zusammenhang mit dem Vernunftgebrauch. „Dieser Vernunftgebrauch gründet sich auf zwei große Prinzipien. Erstens auf das Prinzip des Widerspruchs... Zweitens auf das Prinzip des zureichenden Grundes, kraft dessen wir erwägen, daß keine Tatsache wahr seiend oder existierend, keine Aussage wahrhaftig befunden werden kann, ohne daß ein zureichender Grund sei, warum es so und nichts anders ist -, obwohl uns diese Gründe in den meisten Fällen ganz und gar unbekannt sein mögen.“Quelle Glockner 1954: 19. Diese Schrift erschien erstmals 1720 (also nach dem Tode Leibniz’), herausgegeben von Heinrich Köhler. Der Text war ursprünglich auf Französisch geschrieben als Einführung und Ergänzung des 1710 erschienen Essais de théodizée sur la bonté de Dieu, la liberté de l’homme et l’origine du mal Google Scholar
  12. 132.
    „Nach den philosophischen Vorbereitungen durch Leibniz und Kant und verschiedenen Kritiken der klassischen Analysis durch Kronecker, Poincaré, Borel und andere schien die klassische Mathematik nicht mehr haltbar, als Russell in der von Frege logisch präzisierten Fassung Antinomien ableiten konnte und damit eine Grundlagenkrise der Mathematik auslöste.“Quelle Ritter/Gründer (Hg.): Hist. Wb. Philos. 4 (1976) 1019, Stichwort »Konstruktivismus«.Google Scholar
  13. 133.
    So hat Einstein gegen die statistische Deutung des Quantenbereichs argumentiert: wahraber unvollständig. Siehe Pais 1982: 449 „He had recognized it to be part of the truth, but was and forever remained deeply concerned that is was not the whole truthGoogle Scholar
  14. 134.
    Zur Erklärung siehe Ritter/Gründer (Hg.): Hist. Wb. Philos., Stichwort »Konstruktivismus«, Bd. 4 (1976) 1019 sowie »Operation/Operationalismus/Operativismus« in 6 (1984) 1208–1223, oder Mittelstraß (Hg.): Enzyklopädie Philosophie/Wissenschaftstheorie 3 (1995), oder Seiffert/Radnitzki (Hg.): Handlexikon zur Wissenschaftstheorie, (1992) 236 – 239. Der Begriff »Operationalismus« führt zu Bridgman, gemeint als »Operationale Analyse«, mit der alle physikalischen Begriffe durch Meßoperationen definiert werden sollten. Die von Dingler begründete Richtung wird zur Unterscheidung als »Operativismus« bezeichnet; gemeint ist das System der Operationen, mit denen die exakten Naturwissenschaften begründet werden sollen.Google Scholar
  15. 135.
    Vgl. »Konstruktivismus«, in Mittelstraß, Jürgen (Hg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Bd. 2 (1978) 447–453. P. Janich Die methodische Ordnung von Konstruktionen. Der Radikale Konstruktivismus aus der Sicht des Erlanger Konstruktivismus. In S. J. Schmidt (1992) 24–41. Ausführlicher Janich 1992.Google Scholar
  16. 136.
    In Deutschland ist diese Linie vor allem mit dem Namen Knorr-Cetina verbunden. Aus Sicht des hier vorgestellten erkenntnistheoretischen Konstruktivismus handelt es sich jedoch eher um eine Seitenlinie, auf die der Bericht nicht eingehen wird; siehe dazu Bardmann (Hg.) 1997, der Knorr-Cetina vorstellt und ausführlich zu Wort kommen läßt.Google Scholar
  17. 137.
    „Vor gut zwanzig Jahren verfaßten Charles Smock und ich unseren Forschungsbericht über Erkenntnistheorie und Erziehung. Als Untertitel formulierten wir: «Die Konsequenz des Radikalen Konstruktivismus für den Wissenserwerb» (Smock/Glasersfeld 1974). Es war das erste Mal, daß das Wort «radikal» mit der genetischen Erkenntnistheorie Piagets verknüpft wurde...“berichtet Ernst von Glasersfeld 1996:17.Google Scholar
  18. 138.
    Später wird für diesen Ansatz noch eine Reihe zusätzlicher Kennzeichnungen eingeführt, wie kognitiver Konstruktivismus, epistemischer Konstruktivismus oder systemischer Konstruktivismus, je nachdem, welcher Aspekt des Konstruktivismus im Vordergrund steht.Google Scholar
  19. 139.
    Der ‘neue’ basiert auf dem ‘radikalen’ Konstruktivismus, den Ernst Von Glasersfeld begründet hat, ist aber nicht identisch mit ihm, denn wie viele erfolgreiche Konzepte wurde er in der folgenden Diskussion in alle möglichen Richtungen ausgeweitet. Als Einführung in den Radikalen Konstruktivismus sei das Buch Ernst Von Glasersfelds 1996 (mit diesem Titel) empfohlen sowie ein Aufsatz über Die Radikal-Konstruktivistische Wissenstheorie in EuS 9(1998): 1–9. Darin wird seine ontologische Stellungnahme und die Herleitung der konstruktivistischen Wissenstheorie aus ihren Quellen (Skeptizismus, der Genetischen Epistemologie, Kybernetik und Kommunikationsanalyse) noch einmal kurz zusammengefaßt.Google Scholar
  20. 140.
    Eudoxos (408–355 in Athen) beschäftige sich vor allem mit Proportionen und der Berechnung von Flächen- und Rauminhalten. Er galt zugleich als bedeutender Astronom des Altertums, allerdings vertrat er die (damals schon wieder rückschrittliche) These, daß die Erde stillstehe und die Kugelsphäre des Himmels sich um sie drehe. Um die komplizierten Gestimsbahnen zu berücksichtigen, mußten allerdings immer weitere zusätzlichen Sphären eingeführt werden; Eudoxos verwendete 27, ein Schüler bereits 34 Sphären. Das war der Beginn der komplizierten Sphärenmechanik, die erst durch Kopernikus überwunden wurde. Quelle Störig, Bd 1 (1970) 87, 93; zur Sphärenberechnung siehe auch Hirschberger, Bd. I (14 /1991) 215f.Google Scholar
  21. 141.
    Die mittelalterliche Diskussion bezog sich auf das sogenannte Universalienproblem. Mit Universalien sind abstrakte Entitäten (wie beispielsweise der Glaube oder das Recht oder auch das Rote) gemeint. Haben diese Entitäten eine eigenständige Existenz oder kommen sie nur (unselbständig) ‘an den Dingen’ vor. Das Universalienproblem ist ein ontologisches Problem — es geht um die Existenz (das zeitlose Sein) von abstrakten Entitäten — und nur diesen wird in der essentialistischen Deutung das ‘eigentliche Sein’ zugesprochen.Google Scholar
  22. 142.
    „Triplex constructio est; Geometrica, id est imaginaria, sed exacta; Mechanica, id est realis, sed non exacta; et Physica, id est realis et exacta“; Leibniz, Brief an Thomasius, 1670; Quelle Ritter/Gründer (Hg.): Hist.. Wb. Philos. 4 (1976) 1010.Google Scholar
  23. 143.
    In diesen geistigen Zusammenhang gehören auch die Ideen Schellings. Als Einführung siehe W. Szilasi 1961: 52ff, 76ff oder Sandkühler (Hg.) 1984.Google Scholar
  24. 144.
    Giovanni Battista Vico (1668–1744), italienischer Geschichts- und Rechtsphilosoph, geboren als Sohn eines Buchhändlers in Neapel, Studium der Rechte an der Universität von Neapel. Nach dem Studium war er dort von 1699 bis 1741 Professor für Rhetorik. 1735 wurde er von Karl VII. (dem späteren Karl III. von Spanien) zum Hofhistoriographen ernannt. Vicos berühmteste Schrift sind die Principi di scienza nuova d’intorno alla comune natura delle nazioni, 1725 (Grundzüge einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker), bekannter unter dem Kurztitel Scienza nuova. Darin entwickelte Vico eine zyklische Geschichtstheorie, der zufolge sich die menschlichen Gesellschaften in verschiedenen Stufen von der Barbarei zur Zivilisation fortentwickeln und dann in die Barbarei zurückfallen. Im ersten, dem Zeitalter der Götter, entstehen die Religion, die Familie und andere grundlegende Institutionen. Im folgenden Zeitalter der Heroen werden die gewöhnlichen Menschen von der herrschenden adligen Kaste unterworfen. In der letzten Phase, dem Zeitalter des Menschen, lehnt sich das Volk auf und kämpft für Gleichheit, die auch errungen wird, aber zugleich zur Auflösung der Gesellschaft führt. Vico hat auf viele folgende Gesellschaftstheoretiker großen Einfluß gehabt, so auf Montesquieu, Auguste Comte und Karl Marx.Google Scholar
  25. 145.
    Als Einführung Stegmüller Metaphysik — Glaube — Wissenschaft, 2 /1969.Google Scholar
  26. 146.
    Der Ausdruck ontological commitment stammt von Quine. Er bedeutet, daß man sich auf ein bestimmtes Universum festlegt und an die reale Existenz derjenigen Dinge glaubt, die in diesem Universum vorkommen oder logischerweise darin vorkommen könnten. Siehe Nachweise in Fußnote 39.Google Scholar
  27. 147.
    Ausführlich dargestellt bei Peter Janich Die Protophysik der Zeit, 1980.Google Scholar
  28. 148.
    Kamlah/Lorenzen 1967; siehe auch C. Thiel zum Stichwort »Anfang«, Abschnitt D. Die Unhintergehbarkeit der Anfangsschritte, sowie E. Die Rekonstruktion der natürlichen Sprache, in Seiffert/Radnitzki 1992: 86f. Man kann diesen Ansatz allerdings in den weiteren Rahmen der (analytischen) Sprachphilosophie stellen und in Zusammenhang mit dem Begriff des Sprachspiels (WittgensteinPhil. Grammatik, 1973) bringen. Dazu gehört dann insbesondere auch die Dialogtheorie, die P. Lorenzen und O. Schwemmer ausgearbeitet haben.Google Scholar
  29. 149.
    Die berühmte Metapher lautet sinngemäß „wenn ich weiter gesehen habe als andere, so deswegen, weil ich (Zwerg) auf den Schultern von Riesen stand“. Das ist ein historisch altes Bild, das schon in der Kathedrale von Chartres auf den Glasfenstern dargestellt ist und möglicherweise auf Bernhard von Chartres (Anfang des 12. Jahrhunderts) zurückgeht. Unter Bernhard stand die Schule von Chartres in ihrer Blüte; siehe dazu beispielsweise Hirschberger, Bd. 1 (1991) 417ff. Der Metapher (von Zwergen) auf den Schultern von Riesen ist Merton 1980 (unter diesem Titel) genauer nachgegangen.Google Scholar
  30. 150.
    Der Unterschied zwischen Operationen und Phänomenen ist nicht unwichtig. In späteren Abschnitten wird von dieser Unterscheidung ausführlich Gebrauch gemacht.Google Scholar
  31. 151.
    Agnostizismus ist zunächst religiöse, dann allgemein metaphysische Skepsis. Der Agnostiker bezweifelt, daß die Gegenstände, auf die gewisse Terme scheinbar referieren, tatsächlich (jenseits der Sprache) existieren.Google Scholar
  32. 152.
    Diese Bezeichnung gab ihm Heinz Von Foerster 1993: 84.Google Scholar
  33. 153.
    Beobachter ist nicht der Mensch, der an der Ecke steht und seine Aufmerksamkeit auf irgendwelche Geschehnisse richtet, sondern ein Sozialsystem (an dem der einzelne Mensch möglicherweise in seiner Rolle beteiligt ist). Mit ‘Beobachtern’ sind hier Beobachtungssysteme gemeint.Google Scholar
  34. 154.
    Über PIAGET und Konstruktivismus berichten Rusch/Schmidt 1994.Google Scholar
  35. 155.
    Lange Zeit dienten Frösche als Beispiel der kognitiven Forschung. Das geht zurück auf den berühmten Aufsatz von Lettvin/Maturana/Mcculloch/Pitts: What the Frog’s Eye tells the Frog’s Brain, 1959. Nachweis in Maturana 2 /1985: 320.Google Scholar
  36. 156.
    Siehe zur Einführung beispielsweise Münch 1992.Google Scholar
  37. 157.
    Zum hier gemeinten Kulturbegriff siehe Friedrich H. Tenbruck Repräsentative Kultur, in Haferkamp (Hg.): Sozalstruktur und Kultur, 1990: 20–53; ausführlicher Tenbruck 1989, 1996. Zur Theorie kultureller Systeme sei (neben dem unvermeidlichen Werk Parsons’) Clifford Geertz Dichte Beschreibung, 1994, erwähnt.Google Scholar
  38. 158.
    Medien sind generalisierte Strukturen zur Übertragung von Sinnfiguren. Sie fungieren in der kulturellen Sinnarchitektur als Strukturen für den Transfer von katalytischen Elementen, die erneut eine Zusammenhang aufbauen, der dem entspricht, aus dem sie übertragen wurden. Mehr dazu sagt in der Bericht in Teil 3.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1999

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  • Jensen Stefan

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