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Die Arzneimittel

  • Wolfgang Legrum

Zusammenfassung

Wirkstoffe lassen sich in den seltensten Fällen unverarbeitet zur Behandlung des Kranken anwenden. Sofern die Einzeldosis nicht zu klein ist, könnte man feste Wirkstoffe oral einnehmen. Aber schon stören entweder der bittere Geschmack, die lokalanästhetische Wirkung auf der Zunge, die elektrostatische Aufladung des Pulvers oder seine Unbenetzbarkeit mit Wasser. Hygroskopische Stoffe bringen zusätzliche Schwierigkeiten bei der Lagerung mit sich. Ein Wirkstoff, soll er sicher und reproduzierbar appliziert werden können, muß erst zu einem Arzneimittel geformt werden. Der Bereitstellung der hierzu erforderlichen Kenntnisse und der Entwicklung der Herstellungsverfahren dient die ‘Pharmazeutische Technologie’, die auch galenische Pharmazie oder Galenik genannt wird. Diese Bezeichnung geht zurück auf Claudius Galenus (129–199), der aus Pergamon in Kleinasien stammte und als Arzt in Rom tätig war. In seinen medizinischen Schriften beschrieb Galenus die Herstellung von etwa 500 Arzneimitteln pflanzlichen Ursprungs, die in Abhängigkeit von Krankheitszustand in Zusammensetzung und Intensität variierten. Diese Arzneien spielten bis ins 17. Jhdt. als ‘galenische’ Arzneimittel eine wichtige Rolle.

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Copyright information

© B. G. Teubner GmbH, Stuttgart/Leipzig/Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Legrum
    • 1
  1. 1.MarburgDeutschland

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