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Der Bitterfelder Muldestausee — eine bedeutende Schadstoffsenke im Einzugsgebiet der Elbe

  • Andreas Arnold
  • Karl Jendryschik
  • Ansgar Müller
Part of the UFZ, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH book series (UFZ)

Zusammenfassung

Die Mulde durchfließt etwa 50 km vor ihrer Mündung den Bitterfelder Muldestausee, ein ehemaliges Tagebaurestloch. Der Muldestausee hat eine Fläche von 6,1 km2 und ein Volumen von 118 Mio m3. Er ist bis 29 m tief. Das Einzugsgebiet der Mulde oberhalb des Sees beträgt 6170 km2. Das sind 81 % des Muldeeinzugsgebietes. Im Einzugsgebiet der Mulde befinden sich zahlreiche bedeutende stillgelegte Bergbauanlagen, die zusammen mit industriellen Einträgen zu einer hohen Belastung mit verschiedenen Schwermetallen führen. Seit September 1992 wurden im Rahmen eines BMBF-Verbundprojektes Untersuchungen zur Hydrodynamik (Schichtung, Strömung), Hydrochemie (Sauerstoffhaushalt) und Sedimentation vorgenommen. Es wurden Fracht und Sedimentation von Schwebstoffen und zahlreichen chemischen Elementen in partikulärer und gelöster Form untersucht und daraus Jahresbilanzen der Sedimentation im Stausee errechnet. Diese Bilanzen wurden zusätzlich durch Einsatz von Sedimentfallen überprüft (vgl. Poster Zerling et al.) und die gewonnenen Werte den Beprobungen der Sedimente durch Kernbohrungen und Kastengreifer (Born 1996) gegenübergestellt. Alle diese durch Bilanzrechnung, Sedimentfallen und Sedimentproben gewonnenen Ergebnisse stimmen weitgehend überein.

Literatur

  1. Born, J. (1996) Sedimentgeochemie des Muldestausees bei Bitterfeld. Heidelberger Beiträge zur Umwelt-Geochemie Bd. 9 HeidelbergGoogle Scholar

Copyright information

© B. G. Teubner Stuttgart · Leipzig 1998

Authors and Affiliations

  • Andreas Arnold
  • Karl Jendryschik
  • Ansgar Müller

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