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Geogene Hintergrundwerte als Bewertungsgrundlage der Schwermetallbelastungen im gesamten Elbeverlauf

  • Andreas Prange
  • Frank Krüger
  • Eckard Jantzen
  • Karel Trejtnar
  • Günter Miehlich
Part of the UFZ, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH book series (UFZ)

Zusammenfassung

Hintergrundwerte sind Konzentrationen von Stoffen in Umweltkompartimenten, die sich ohne anthropogene Einflüsse eingestellt haben und damit den natürlichen Zustand charakterisieren. Im Gegensatz zu Hintergrundwerten als eine eher wertneutrale, rein geochemische Bewertungsgrundlage sind die meisten Qualitätsanforderungen von Wertvorstellungen geprägt. Hintergrundwerte sind daher im allgemeinen eine geeignete Grundlage zur Feststellung eines Referenzzustandes und nur in Ausnahmefällen auch zur Festlegung von Zielvorgaben geeignet. Eine derartige Ausnahme betrifft Zielvorgaben für Schwermetalle zum Schutz der aquatischen Lebensgemeinschaften. Schudoma (1994) hat im Rahmen eines Auftrages des BLAK QZ (Bund/Länder-Arbeitskreises „Qualitätsziele“) herausgestellt, daß die NOEC-Werte (No Observation Effect Concentration) für empfindliche Arten der aquatischen Lebensgemeinschaften im Bereich der natürlichen Hintergrundkonzentrationen in Fließgewässern liegen und Zielvorgaben (90-Perzentilwerte) in Höhe des doppelten oberen Hintergrundwertes aufgestellt. Zielvorgaben — und damit im Fall der Schwermetalle auch Hintergrundwerte — können somit eine geeignete Grundlage für die chemische Klassifizierung der Schadstoffbelastung von Fließgewässern darstellen (Irmer 1997).

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Literatur

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Copyright information

© B. G. Teubner Stuttgart · Leipzig 1998

Authors and Affiliations

  • Andreas Prange
  • Frank Krüger
  • Eckard Jantzen
  • Karel Trejtnar
  • Günter Miehlich

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