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Die Keramik der früheren und mittleren Bronzezeit der Schweiz

  • Emil Vogt
Chapter
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Part of the Denkschriften der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft book series (DSANW, volume 66)

Zusammenfassung

Zur Beurteilung der Keramik der späten Bronzezeit ist die Kenntnis der älteren Keramik natürlich sehr wichtig, da gewisse Erscheinungen sich nur in diesem Rahmen erklären lassen. In der Schweiz steht es aber in dieser Hinsicht sehr schlimm. Wie Kraft in ASA 1927 gezeigt hat, sind Gräber aller Stufen vorhanden. Er konnte aber keine zugehörige Keramik nachweisen. Kraft hat die älteren bronzezeitlichen Kulturen der Schweiz untersucht und vor allem die grosse Wichtigkeit des Rhonegebietes erkannt. Zu diesem Kulturgebiet gehört auch die Gegend des Thunersees. Es ist unter diesen Umständen zu verwundern, dass in einem der Gräber von Allmendingen, die meist der Stufe B angehören, ein lederbrauner Scherben mit gutem Kerbschnitt wie in Süddeutschland und im Elsass gefunden wurde. Die Gefässform ist nicht zu rekonstruieren, wahrscheinlich war es ein Krug. Leider hat das schöne Stück keine Beifunde. Es ist der einzige Fund dieser Art in der Schweiz und es erhebt sich natürlich die Frage, ob in der ganzen Nordschweiz die gleiche Keramik vorauszusetzen ist. Ein Zusammenhang mit den andern Kerbschnittgebieten ist anzunehmen, besonders da auch manche Bronzen des Mittellandes auf einen Zusammenhang mit Süddeutschland hinweisen. Ob sich in diesem Falle aber die Keramik gleich und gleich lange weiter etwickelte, lässt sich jetzt noch nicht entscheiden.

Notes

Copyright information

© Springer Basel AG 1930

Authors and Affiliations

  • Emil Vogt
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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