Advertisement

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit will versuchen, in einen Teil des ungeheuren bronzezeitlichen Materials, über das die Schweizer Museen verfügen, in grossen Zügen eine Ordnung zu bringen. Nachdem ich beim Sammeln des Materials, das mich auf mehreren Reisen durch den grössten Teil der Schweiz führte, zum Resultat kam, dass eine genaue Behandlung eines grossen Abschnittes der Bronzezeit, die sich über die gesamten Gerätformen erstrecken sollte, in so kleinem Rahmen unmöglich sei, beschränkte ich mich auf eine eingehende Studie über die Keramik der schweizerischen Spätbronzezeit. Dazu wurde ich einerseits veranlasst durch meine erfolgreichen Grabungen auf dem Schalberg bei Aesch südlich Basel, die durch Stratigraphie eine Grundlage für die Chronologie des behandelten Zeitabschnittes bildet, anderseits aber besonders dadurch, dass mir Herr Dr. Viollier das ganze reiche unpublizierte Material des Pfahlbaues Zürich-Alpenquai zur Verfügung stellte und mich zu dessen Publikation ermunterte. Ich bin ihm dadurch zu grossem Dank verpflichtet. Auch der Leitung der übrigen wichtigen Museen der Schweiz bin ich grossen Dank schuldig für die grosse Zuvorkommenheit, mit der sie meine Studien förderten, so besonders den Herren Prof. Tschumi, Prof. Deonna, Prof. P. Vouga, Dr. Bourquin, Prof. Tatarinoff, Dr. F. Sarasin, Prof. Egli, K. Sulzberger und Dr. Bosch. Man wird vielleicht nach dem Lesen der Arbeit über den Titel etwas erstaunt sein, da ich nicht nur schweizerische Keramik, sondern auch sehr viel ausländische und ausserdem sehr viele Bronzen eingehend behandelte, und da ich weiter auch versuchte, einige neue Punkte zu den Kultur- und Völkerströmungen der Bronzezeit beizubringen. Zu einer Studie über die späte Bronzezeit überhaupt fehlte mir aber eine vollständige Materialsammlung über die Bronzen der Schweiz, und ohne dies ist es m. E. nicht möglich, ein richtiges Bild des ausserordentlich reichen Typenschatzes zu bekommen. Der Titel soll also das bezeichnen, worüber sich die Hauptuntersuchung erstreckt und das wesentlich Neues bringt. Die Bronzen zu bearbeiten, bildet eine grosse Arbeit für sich. Dass sie für eine chronologische Untersuchung in grösserem Masse beigezogen werden mussten, ist selbstverständlich. Die paar Andeutungen über Chronologie der Pfahlbaubronzen zeigen, wieviel auf diesem Gebiete noch geleistet werden kann. Ich hoffe, später einmal auch sie einer eingehenden Untersuchung unterziehen zu können. Das Material zu sammeln, wird jedoch Jahre erfordern.

Notes

Copyright information

© Springer Basel AG 1930

Authors and Affiliations

  • Emil Vogt
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

Personalised recommendations