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Die Einwirkungen der Witterung und der Oberflächenwässer auf Gestein und steinartige Baustoffe

  • F. De Quervain
Part of the Mineralogisch-Geotechnische Reiche book series (LMW, volume 1)

Zusammenfassung

Die natürlichen Gesteinsverwitterungsvorgänge, das heißt die Veränderungen, welche die Gesteine durch die Atmosphärilien, die zirkulierenden Oberflächenwässer und biologische Einflüsse erfahren, sind sehr mannigfaltig je nach Gesteinsart, Klimaverhältnissen und Zeitdauer der Einwirkung. Die einzelnen Einwirkungen und Reaktionen, die für eine Gesteinsveränderung an der Erdoberfläche in Betracht kommen, sind im Abschnitt über die Verwitterung steinartiger Baustoffe Seite 180 aufgeführt. An der natürlichen Verwitterung sind im Prinzip die gleichen Einflüsse beteiligt, jedoch der Bedeutung nach in anderer Reihenfolge. Während auf das Bauwerk in städtischen Verhältnissen Schwefelsäure und Sulfate am stärksten einwirken, ist in der Natur an der physikalischen Gesteinszerstörung (von der eigentlichen Erosionsverwitterung sehen wir hier ab) im gemäßigten und kalten Klima besonders der Frost, in heißen Klimagebieten die Wärmedehnung am Werke, während die weit bedeutendere chemische Gesteinsveränderung in der Hauptsache auf den Einwirkungen von H·-führenden Wässern (Kohlensäure, Humussäuren, auch Schwefelsäure aus der Sulfidzersetzung) beruht. Die chemische Verwitterung braucht im allgemeinen große Zeiträume, um wirksam zu sein ; nur in den Gebieten, in denen die Gesteine über geologische Epochen den Atmosphärilien ausgesetzt waren, finden sich mächtigere Verwitterungsgürtel. Solche Bedingungen waren nur verwirklicht in flacheren Regionen mit älteren Gesteinen.

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Copyright information

© Springer Basel AG 1967

Authors and Affiliations

  • F. De Quervain
    • 1
  1. 1.Eidgenössischen Technischen HochschuleZürichSchweiz

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