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Physiologie des Herzens und des Blutkreislaufes

  • W. von Buddenbrock
Part of the Reihe der experimentellen Biologie book series (LMW, volume 11)

Zusammenfassung

Bei allen höher organisierten blutführenden Tieren finden sich besondere Einrichtungen, um das Blut in kreisender Bewegung zu erhalten. Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus der Tatsache, daβ das Blut dem Stofftransport dient, denn im Blut zirkulieren die Atemgase, die resorbierten Nährstoffe, die Hormone, die Exkretstoffe u. a. m. Die Bewegung des Blutes geschieht durch besondere Blutmotoren; der verbreitetste Typus derselben ist das Herz, das bei allen höheren Tiergruppen: Wirbeltieren, Arthropoden, Mollusken und Tunicaten anzutreffen ist.

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Aufzeichnungen

  1. 1).
    In jüngster Zeit konnten die skizzierten Vorstellungen vertieft werden. Besonders die Wirkung des ACH auf die Schrittmacherzellen (Sinusknoten usw.) ist weitgehend aufgeklärt (s. die Übersichtsreferate: J. M. Burn: L’acétylcholine et le maintient du rhythmique cardiaque. — Actual, pharmacol. 7, 1 (1954). S. Weidmann: Elektrophysiologie der Herzmuskelfaser. — H. Huber, Bern, 1956. W. Trautwein: Elektrophysiologie der Herzmuskelfaser. — Erg. d. Physiol., 51, 131 (1961)).Google Scholar
  2. 1).
    Anmerkung: Die von einigen modernen Autoren vertretene Meinung, daβ gerade deshalb die Raubtiere mehr NA als A hätten, weil sie im Falle eines Angriffes auf ein Beutetier besonders schnelle Bewegungen ausführen müβten, kann der Zoologe nur mit Lächeln quittieren. Der Referent hatte einmal das Glück, den Angriff einer Katze auf ein junges Wildkaninchen mitanzusehen. Die Katze lauerte lange und machte dann einen Sprung. Das Kaninchen aber — es rannte nicht, nein, es flog davon, und die Katze blieb stehen! Ebenso entwickeln die jungen Rentiere, wenn es nötig ist, eine solche Geschwindigkeit, daβ kein Wolf imstande ist, sie zu fangén.Google Scholar
  3. 1).
    Für das Wesen des Refraktärstadiums kann man ein gutes Verständnis gewinnen durch den Vergleich mit den Vorgängen in einem Benzinmotor. Als Reiz, der die Bewegung, d. h. die Explosion des Gasluftgemisches bewirkt, funktioniert hier der Funken des Magnetzünders. Es ist selbstverständlich, daβ dieser Funke nur wirkt, solange sich im Zylinder ein explosionsfähiges Gemisch befindet. Ein Funke, der unmittelbar nach der Explosion auftritt, ist naturgemäβ wirkungslos. Erst wenn durch den «Restitutionsprozeβ» der weiteren Kolbenbewegungen wiederum ein neues explosionsfähiges Gasgemisch im Zylinder bereitgestellt ist, kann ein Funke wieder wirken.Google Scholar
  4. 1).
    Anmerkung: Abkürzung für das Pflanzenschutzmittel Denitro-orthocresol.Google Scholar
  5. 1).
    Anmerkung. Es handelt sich hier um eine Hypothese, für die der experimentelle Beweis noch zu erbringen ist.Google Scholar
  6. 1).
    Anmerkung. Diese Zahlen erscheinen dem Ref. sehr unwahrscheinlich, weil der Tiger ein äuβerst leistungsfähiges Tier ist.Google Scholar
  7. 1).
    Anmerkung. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daβ geübte Sportler einen besonders starken Vagotonus und also einen niedrigen Puls haben. Ein viel besprochenes Beispiel ist der Schnelläufer Nurmi. Auch die Teilnehmer der deutschen Himalaya-Expedition haben alle einen Pulsschlag unter 60 gehabt (zit. nach Rein-Schneider).Google Scholar
  8. 1).
    Die Zahlen der Tabelle sind fast sämtlich den beiden vorhergehenden Tabellen entnommen bzw. aus ihnen errechnet worden. Nur bei Pferd und Elefant stammen die Zahlen für die Herzfrequenz aus den älteren Auflagen dieses Werks. Die Angaben über Belugawal und Finnwal wurden nicht berücksichtigt, weil es ausgeschlossen erscheint, daβ ein gestrandeter Wal sich wie ein normales Tier verhält.Google Scholar
  9. 1).
    Satchell betont ausdrücklich, daβ von 30 Squalus nur 18 derartig regelmäβige Verhältnisse aufweisen. Diese sehr wichtige Erklärung läβt verstehen, daβ die Urteile der verschiedenen Autoren so sehr auseinander liegén. Bei anderen Fischen wird es wohl ähnlich liegén.Google Scholar
  10. 1).
    Anmerkung: Streng genommen verbindet das Foramen Panizzae in unmittelbarer Herznähe die beiden Aortenbögén.Google Scholar
  11. 1).
    Anmerkung: siehe Tabelle 100, 103, 104, 106, 107, 110, 113, 114, 115, 116, 119, 124, 126, 128, 129, 130, 131, 132, 134, 142, 143. In vielen anderen Tabellen ist ein Teil des Zahlenmaterials Säugetierarbeiten entnommen.Google Scholar
  12. 1).
    Mündliche Mitteilung an Zoond.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1967

Authors and Affiliations

  • W. von Buddenbrock
    • 1
  1. 1.Universität MainzDeutschland

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