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Physiologie des Blutes

  • W. von Buddenbrock
Part of the Reihe der experimentellen Biologie book series (LMW, volume 11)

Zusammenfassung

Unter Blut versteht man die Flüssigkeit, die bei den meisten Tieren das Herz und die mit ihm in Verbindung stehenden Hohlraumsysteme des Körpers erfüllt. Diese Hohlräume sind bei den höheren Tieren kanalartig, lassen aber die Leibeshöhle, in welcher die Eingeweide liegen, frei. Das Blut flieβt also in besonderen Bahnen, die man als Blutgefäβe bezeichnet. Sie führen vom Herzen zu den Organen und Geweben und von ihnen zum Herzen zurück. In solchen Fällen spricht man von einem geschlossenen Blutgefäβsystem. Wir finden ein solches bei den Wirbeltieren, bei den Cephalopoden und auβerdem bei einer viel tiefer stehenden Tiergruppe, den Anneliden, die noch nicht einmal ein richtiges Herz besitzen. In anderen Fällen ist dagegen auch die Leibeshöhle mit Blut erfüllt. Dies gilt für sämtliche Insekten und Crustaceen, vor allem aber für die groβe Tiergruppe der Mollusken (mit Ausnahme der Cephalopoden). Bei ihnen gewinnt das Blut noch eine andere Funktion, die ihm bei den Wirbeltieren und Anneliden fehlt: durch seinen Flüssigkeitsdruck dient das Blut zur Stütze des Körpers, der völlig zusammenfällt, wenn das Blut entleert wird. Nur bei den im zoologischen System tiefer stehenden Tieren, den Coelenteraten, Echinodermen und den sogenannten «niederen Würmern», fehlt eine blutartige Flüssigkeit.

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Aufzeichnungen

  1. 1).
    Zitiert nach Friederici, 1958.Google Scholar
  2. 1).
    Herrn Dozenten Dr. Niesel danke ich auf das herzlichste für die Einsicht in seine Doktorarbeit.Google Scholar
  3. 1).
    Vorläufig wurden nur die Erythrocyten der Säugetiere, der Frösche und der Schildkröten untersucht. Es ist aber so gut wie sicher, daβ die der Fische und Vögel sich genauso verhalten.Google Scholar
  4. 1).
    Das Nachfolgende ist im wesentlichen Friederici 1958 entnommen.Google Scholar
  5. 1).
    Na und K = m. Aequiv. Kationen/1 Zellen.Google Scholar
  6. 2).
    ATP und ADP = g P/ml Zellen.Google Scholar
  7. 3).
    Fette = mg/ml Zellen.Google Scholar
  8. 1).
    Bei diesen Versuchen wurden jeweils 100 g Oestron in 0,04 ml Pyridin gelöst, mit 2,5 ml Erythrocytensuspension vermischt und je nach der Aktivität inkubiert.Google Scholar
  9. 2).
    Es handelt sich hierbei hauptsächlich um 17β-OestradiolGoogle Scholar
  10. 1).
    Unter Zitronensäurezyklus, Tricarbonsäurezyklus oder Krebszyklus versteht man einen zum ersten Mal von Krebs beobachteten Vorgang, an dem zahlreiche Fermente beteiligt sind und der unter anderem dazu dient, Abbaustoffe der Glukose, zum Beispiel Brenztraubensäure, Zitronensäure u. a., zu Kohlensäure und Wasser abzubauen.Google Scholar
  11. 1).
    nach Bolliger, 1959. —Google Scholar
  12. 2).
    nach Vogel U. Mitarb., 1960. —Google Scholar
  13. 3).
    nach Irving, Safford u. Scott, 1939.Google Scholar
  14. 1).
    Siehe auch S. 105 ff. Blutvolumen.Google Scholar
  15. 1).
    Es sei bemerkt, daβ Barcroft und Barcroft, 1924 bei Ar enícola einen kräftig entwickelten Bohr-Effekt fanden: P50 bei pH 7,3 = 1,8, bei pH 6,9 = 3,7.Google Scholar
  16. 1).
    Genannt seien von bekannten europäischen Arten die Prosobranchier Viviparus viviparus, Littorina littorea und Buccinum undatum.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1967

Authors and Affiliations

  • W. von Buddenbrock
    • 1
  1. 1.Universität MainzDeutschland

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