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Jugendstil, nationale Romantik und Neoklassizismus

  • Rolf Brönnimann

Zusammenfassung

Die kurzlebige Erscheinung des Jugenstils wurzelt in der englischen Arts and Crafts-Bewegung, auf die später noch näher eingegangen werden soll. Erstaunlich ist deshalb die Tatsache, dass England selbst praktisch keine Jugendstil-bauten besitzt, der Stil aber auf dem Kontinent grosse Verbreitung und vielfältige Ausformung fand. Im weitern Sinne ist der Jugendstil ein echter, neuer Stil, im engern eine modische Dekorationsform. Das schon 1851 von König Maximilian II. von Bayern veranstaltete Preisausschreiben für die Schaffung eines neuen Baustils zeigt jedenfalls, wie man schon früh Unbehagen über die unbekümmerte Verwendung historischer Stile empfand. Mit dem Jugendstil glaubten viele und nicht unbedeutende Architekten, endlich einen Weg aus dem Historismus gefunden zu haben. Dies war dann auch tatsächlich dort der Fall, wo sich der neue Stil nicht nur aufs Dekorieren beschränkte, sondern wo auch neue Konstruktionsprinzipien und Materialien wie Eisen und Glas zur Anwendung gelangten, wie das bei Victor Horta und Hendrik Petrus Berlage geschah. In diesem Fall funktioniert der Jugendstil als Bindeglied zwischen Historismus und moderner Architektur.

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© Springer Basel AG 1982

Authors and Affiliations

  • Rolf Brönnimann

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