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Neobarock

  • Rolf Brönnimann

Zusammenfassung

Unter den Neo-Stilen fand der Neobarock die weitaus grösste Verbreitung in Basel. Dieser konnte im Gegensatz zur Neorenaissance an eine starke lokale Tradition anknüpfen. In keinem Jahrhundert wie im achtzehnten hatte sich der Wohn- und Lebensstil des Patriziats so ausgeprägt in der Baukunst manifestiert. Das grosse Vorbild dabei war Frankreich gewesen. Zahlreiche qualitätvolle Bauten wie das Wildt’sche, Blaue und Weisse Haus sowie die «Sandgrube», um nur einige zu nennen, zeugen von jener grossen Baugesinnung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sollte es wieder Frankreich sein, das die massgebenden Impulse zu einem neuen, grossbürgerlichen Baustil gab. Als seinen Vermittler darf man Johann Jakob Stehlin d. J. ansehen. Dieser, ein Sohn des Baumeisters, Bürgermeisters und Nationalrats Johann Jakob Stehlin-Hagenbach, hatte unter anderm an der Ecole des Beaux-Arts in Paris bei Henri Labrouste studiert. Dieser hatte es als erster gewagt, mit der klassischen Tradition zu brechen und galt daher als Revolutionär unter den Architekten. Stehlin bemerkt dazu in seinen «Architectonischen Mittheilungen aus Basel», die neue Richtung (Ecole Romantique) hätte keinen Wert auf die Stile gelegt, sondern ein Bauwerk aus den räumlichen und konstruktiven Erfordernissen entstehen lassen.

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© Springer Basel AG 1982

Authors and Affiliations

  • Rolf Brönnimann

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