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Das Unbehagen an den Quanten

  • Timothy Ferris

Zusammenfassung

Der Vorgang des Forschens verändert die Sichtweise des Forschers. Odysseus und Marco Polo und Columbus kehrten als veränderte Menschen heim. So ist es auch bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Extreme des Meßbaren, von den Tiefen des kosmologischen Raums bis hin zur gedrängten und hektischen Welt subatomarer Teilchen: Diese Reisen haben uns verändert und viele der wissenschaftlichen und philosophischen Auffassungen in Frage gestellt, die wir besonders lieb gewonnen hatten. Auf einige mußten wir verzichten, so wie wir bei einer Reise durch die Wüste Gepäck zurücklassen müssen. Andere wurden verändert und fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt, wie die alten handgeschmiedeten Klettereisen oder das alte Seemannsmesser, mit hauchdünner Schneide und umwickelten Griff. Die Erforschung der Galaxien erweiterte den menschlichen Gesichtskreis um einen Faktor, der etwa um das 1026-fache größer ist als die Größenordnung, in der wir Menschen leben, und sie bewirkte die Wende, die wir mit dem Namen Relativitätstheorie verbinden. Sie zeigte, daß die Newtonsche Weltanschauung nur eine enge Sichtweise in einer weiten Welt darstellt, in der der Raum gekrümmt ist und die Zeit biegsam wird. Die Erforschung des subatomaren Bereichs trug uns weit in den Bereich des Kleinen hinein, zum etwa 10−15-fachen der menschlichen Skala; auch sie bewirkte eine Revolution. Das war die Quantenphysik, die alles verwandelte, was mit ihr in Berührung kam.

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Copyright information

© Springer Basel AG 1989

Authors and Affiliations

  • Timothy Ferris

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