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Für Färberbottich und Gerbergrube

  • Marilise Rieder
  • Hans Peter Rieder
  • Rudolf Suter

Zusammenfassung

In den frühen Klostergärten gab es neben den Heil- und Gewürzpflanzen auch solche, die auf Stoffbehandlung hindeuten, als Beispiel das Seifenkraut (Saponaria officinalis), das einerseits als Heilmittel bei Gicht und Hautkrankheiten eingesetzt wurde, anderseits ein brauchbares Waschmittel speziell für Wollstoffe abgab. Die Mönchskutten waren aus Wolle. Die Iris (Iris germanica) gleichfalls eine Heilpflanze mit Nebenzweck — die Wurzeln dienten als Mittel bei Blasenleiden —, gab bei Bedarf eine Appretur für Leinen- und Baumwollstoff. In seinem ‹Capitulare de villis› ordnete Karl der Grosse das Anpflanzen von Krapp (Rubia tinctorum) und der Kardendistel (Dipsacus fullonum) an. Die borstigen Fruchtkapseln dieser Distel, auch Weberkarde genannt, banden die Weber zu Bürsten zusammen, um Wollgewebe zu ‹karden›, das heisst aufzurauhen. Diese Gewächse hatten ihren Platz in den Hausgärten bekommen.

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© Springer Basel AG 1979

Authors and Affiliations

  • Marilise Rieder
  • Hans Peter Rieder
  • Rudolf Suter

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