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Mais, Kartoffel und Tomate

  • Marilise Rieder
  • Hans Peter Rieder
  • Rudolf Suter

Zusammenfassung

Mais (Zea mays) aus Mittel- und Südamerika, englisch ‹Indian corn›, französisch ‹maïs›, ‹Türkisch Korn› im deutschen Sprachgebiet genannt. Im Reisebericht des Christoph Kolumbus steht zu lesen, dass im November 1492 die ersten Europäer die Maispflanze kennenlernten. Kolumbus hatte nach seiner Landung in Kuba zwei Späher vorausgeschickt. Diese berichteten von der Maispflanze, und bereits ein Jahr darauf reisten die ersten Maiskörner auf dem Rückkehrerschiff nach Spanien. Hieronymus Bock beschreibt als erster in seinem 1539 gedruckten Kräuterbuch dieses neue Gewächs. Im Kräuterbuch von Leonhard Fuchs erscheint die erste Abbildung mit der bezeich-nung ‹Turcicium frumentum›. Fuchs hatte sein Wissen aus dem in Basel 1537 erschienenen lateinischen Pflanzenwerk ‹De natura stirpium› des französischen Botanikers und Leibarztes von Franz I., Ruellius. Darin wird die Pflanze fälschlicherweise ‹Türkisch Korn› genannt in der Annahme, sie stamme aus Kleinasien. Erst spätere Autoren, Joachim Camerarius aus Nürnberg 1590 und der Regensburger Apotheker Wilhelm Weinmann meldeten, der Mais komme aus «India, so gen Mitternacht liegt». Vielleicht wegen ihres imposanten, ornamentalen Aussehens machte die Pflanze ihr Début in den Ziergärten Europas und wanderte erst im 17. Jahrhundert auf die Felder, um als Nahrung für Mensch und Vieh zu dienen. Diesen Erfolg verdankte der Mais der Kartoffelkrankheit. 1737 schliesslich gab Linné ihm seinen endgültigen Namen Zea (Zeia = Getreideart) und mays (aus dem indianisch-karibischen Wort ‹mahis›).

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Copyright information

© Springer Basel AG 1979

Authors and Affiliations

  • Marilise Rieder
  • Hans Peter Rieder
  • Rudolf Suter

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