Advertisement

Zusammenfassung

Die Thematik des Arbeitskreises enthält drei Fragen. Zum einen spricht sie von der Aggressionsforschung als einem in sich stringenten Wissenschaftsgebiet, zum anderen fragt sie nach einem von der Sportpsychologie zu leistenden Beitrag, und schliesslich muss danach gefragt werden, ob der Sport überhaupt mehr als ein nur projektives Beobachtungsfeld darstellen kann. Vor dem Hintergrund der heftigen Wissenschaftsdiskussion um realistische und entideologisierte Modelle zur Erklärung der Aggressivität muss jede Beschäftigung mit Aggression zwangsläufig zu diesen Modellen Stellung nehmen. Dabei läuft man Gefahr, nicht nur in Meinungsstreitereien als Folge heterogener Diskussionsgruppen steckenzubleiben, sondern auch keine gemeinsamen Diskussionsebenen abstecken zu können. Der dem Arbeitskreis als Diskussionsgrundlage dienende Ansatz zur Aggressionsforschung im Sport wollte zwar auch eine Definitionsdiskussion, vor allem aber den oben genannten zweiten und dritten Themeninhalt abdecken und lautete im Untertitel: «Über Möglichkeiten der Erfassung aggressiven Verhaltens im Sport». Man kann zwar durch Beobachtung und Analyse sportlicher Wettkämpfe wertvolle Erkenntnisse gewinnen, aber zu hinterfragen bleibt ihr Aussagecharakter vor einer zu leistenden Aggressionsdefinition. Dem Referenten erschien die bisher in der Literatur vorherrschende Definition des Begriffs Aggression als zu vage, um konsistente empirische Forschungsergebnisse über die Entstehungsbedingungen zu erzielen, doch wurde er seinem eigenen Anspruch, zwischen verschiedenen Ausdrucksformen und -ebenen aggressiven Verhaltens theoretisch und empirisch zu unterscheiden, nur in Teilen gerecht.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Caesar, Beatrice, Autorität in der Familie, rde 366, Reinbek 1972.Google Scholar
  2. Eyierth, K., Trägt die Psychologie der Aggression zur Friedensforschung bei? In: Bildung und Erziehung 5, 1972, 3–11.Google Scholar
  3. Lüschen, G., Soziale Schichtung und soziale Mobilität bei jungen Sportlern. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 1, 1963, 74–93.Google Scholar
  4. Pilz, G., Welchen Beitrag vermag die Sportpsychologie zur Aggressionsforschung zu leisten ? Über Möglichkeiten der Erfassung aggressiven Verhaltens im Sport. Manuskript des Referates, gehalten am 13. Magglinger Symposium «Sportpsychologie — wofür ?» vom 1. bis 3. 11. 1972.Google Scholar
  5. Volkamer, M., Zur Aggressivität in konkurrenzorientierten sozialen Systemen. In: Sportwissenschaft 1, 1971, 33–64.Google Scholar
  6. Zurcher, L. A., und Meadow, A., On Bullfights and Baseball: an Example of Interaction of Social Institutions. In: Dunning, E. (Ed.), The Sociology of Sport, London 1971, 171–197.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1974

Authors and Affiliations

  • Hans-Friedrich Voigt

There are no affiliations available

Personalised recommendations