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Die Anfänge des Effektenhandels in Basel

  • Hans Bauer

Zusammenfassung

Fünf Jahre nach der Einrichtung der ersten Effektenbörse in der Schweiz durch die Société des Agents de Change in Genf wurden in Basel die ersten amtlichen Bestimmungen über den Handel mit Wertpapieren in der Wechsel-Sensalen-Ordnung vom 12.März 1855 veröffentlicht. Die Institution der Sensale oder Courtiers als Vermittler von Waren- und Wechselgeschäften datierte von 1683, war aber im Laufe der Zeit mehrmals durch behördliche Erlasse neu geregelt worden. Noch im Jahre 1854 vertrat die Rechnungskommission in einem Bericht die Ansicht, «dass hier kein Aktienmarkt stattfinde und nie stattfinden werde». Darum lehnte sie auch die Veröffentlichung von Aktienkursen in einem offiziellen Kursblatt ab. Dennoch bestimmte die auf Anregung des Handelskollegiums revidierte Sensalenordnung: «Als Mittelspersonen zum Abschluss von Geschäften in Wechseln, Staatspapieren und Aktien auf hiesigem Platz sind einzig die erwähnten Wechsel-Sensalen befugt. Auch die Vermittlung von Käufen und Verkäufen von Liegenschaften, Schuldtiteln und anderen Effekten sowie der Abschluss von Anleihen usw. steht ihnen, jedoch nicht ausschliesslich, zu.» Die Sensale hatten die Pflicht, wenigstens zweimal wöchentlich ein Kursblatt für den Platz Basel «auf Grund der eigenen Wahrnehmungen und der geschlossenen Geschäfte» zu redigieren und den Kurs auch in das Kursblatt aufzunehmen, «wenn von Aktien und anderen Effekten ein öfterer Umsatz auf hiesigem Platz stattfindet».

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© Springer Basel AG 1976

Authors and Affiliations

  • Hans Bauer

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