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Geisteszustände

  • Keith Devlin

Zusammenfassung

Dieses Buch setzt sich nicht zum Ziel, eine Theorie des Geistes zu entwickeln, und das ist auch nicht der Zweck dieses Kapitels. Kein Buch, das sich mit Information befaßt, kann jedoch das Problem der Geisteszustände ignorieren. Insbesondere hängt der in Kapitel 8 und 9 vorgelegte Bericht über Situationssemantik von einer Anzahl von Wesenszügen von Geisteszuständen ab. Dies sollte nicht überraschen; praktisch ist jedes Beispiel linguistischer Kommunikation der Versuch eines Geistes, auf einen anderen einzuwirken.

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Literatur

  1. 1.
    Wie Winograd und Flores zu ihrem Kummer betonen, ist es schwierig, Heideggers präzisen Standpunkt mittels leicht zugänglicher Termini der rationalistischen Tradition darzulegen, die er umzustürzen sucht. Grundbegriffe wie Dasein muß man vielmehr als durch die jeweilige Theorie definiert ansehen.Google Scholar
  2. 2.
    Das soll immer heißen, in meiner Umgebung oder in der des Akteurs.Google Scholar
  3. 3.
    Dies bedeutet nicht, daß es in der Welt in Wahrheit solche Objekte oder Sachverhalte geben muß. Man betrachte beispielsweise den Glauben, daß Sankt Nikolaus einen weißen Bart besitzt. Obgleich es in der Welt kein solches Objekt wie Sankt Nikolaus gibt, richtet sich der Glaube trotzdem in angemessener Weise auf die Welt. Eine weitere Diskussion dieses Punktes folgt weiter unten.Google Scholar
  4. 4.
    Das heißt, jedes künstliche System hätte diesen Kriterien zu genügen, ehe wir ins Auge fassen könnten, es hinsichtlich seiner Aktivität als «kognitiv» einzustufen. Aus Gründen, die ich bereits klargemacht habe, glaube ich nicht, daß diese Bedingungen das Wesen des Erkennens voll erfassen; daß mit ihrem Gebrauch eine «Definition» der «kognitiven Aktivität» geliefert wird, wäre demnach lediglich eine Sache der Konvention.Google Scholar
  5. 5.
    Natürlich ist die Formulierung dieser Kriterien einigermaßen vage. Andererseits ist es aber überhaupt nicht klar, was «biologisch» sonst in der Sprache «einfacherer» Konzepte bedeuten soll.Google Scholar
  6. 6.
    Im wesentlichen fragt das «Geist-Körper-Problem», wo genau im Körper der Geist lokalisiert ist und — sollte er sich nicht derart lokalisieren lassen — was er eigentlich genau ist und wie er in die physische Aktivität des Körpers kausal eingreifen kann.Google Scholar
  7. 7.
    Dieser Satz ist eine Modifikation eines Satzes im Schlußkapitel von Searle [26, S. 265].Google Scholar
  8. 8.
    Obgleich es bei Glauben um Begriffe gehen kann; beispielsweise ist mein Glaube, daß Pierres Begriff von Londres unangemessen war, ein Glaube über einen von Pierres Begriffen von London. Dieses Problem ist jedoch von dem hier diskutierten verschieden.Google Scholar
  9. 9.
    Die Termini «Netzwerk» und «Hintergrund» werden in diesem Kontext auch von Searle [26] gebraucht, aber in anderem Sinne. Einen Teil dessen, was ich in das «Netzwerk» einbeziehe, bezeichnet Searle als «Hintergrund», und was ich «Hintergrund» nenne, wird in [26] überhaupt nicht namentlich erwähnt.Google Scholar
  10. 10.
    Ob man in Wahrheit jenen präzisen Glaubenszustand, selbst im Prinzip, isolieren kann oder nicht, ist eine andere Sache. Ich vermute, daß dies nicht einmal theoretisch mögüch ist. Die Fiktion, auf die ich hier eingehe, sollte jedoch trotzdem gut genug sein, um mein AnHegen klarzustellen.Google Scholar
  11. 11.
    Zufälligerweise bin ich zur Zeit des Schreibens dieser speziellen Passage gerade von Big Sur zurückgekehrt; die Tatsache, daß ich jetzt dieses speziellen Glaubens bewußt geworden bin, beeinflußt also nicht meine Argumentation in ihrer Anwendung auf jenen speziellen Ausflug.Google Scholar
  12. 12.
    Dieser letzte Begriff der «gegenwärtigen Zeit» ist insofern atypisch, als er ein «indexikali-scher» Begriff ist, der in derselben Weise wie die Pronomina «ich» und «du» von Kontextfaktoren abhängt.Google Scholar
  13. 13.
    Zumindest bis vor ein paar Jahren lag ein solches Meisterstück durchaus im Rahmen meiner Fähigkeiten.Google Scholar
  14. 14.
    Man sollte vermuten, daß zwischen dem experimentellen Aspekt und dem äußeren Inhalt eine bessere Anpassung erreicht wird, wenn man den Partikularisator im äußeren Inhalt beseitigt und dies als parametrische Aussage mit dem unverankerten Parameter b beläßt, der die «allgemeine» Slup darstellt. Dies bringt mich jedoch keinen Schritt weiter, da Parameter (zumindest so, wie ich sie verwendet habe) in Wahrheit nicht «allgemeinen geistigen Begriffen» entsprechen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Keith Devlin

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